Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1200 cc
- Leistung
- 78.0 ch @ 6100 tr/min (57.4 kW)
- Drehmoment
- 105.9 Nm @ 4000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en ligne, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / eau
- Verdichtungsverhältnis
- 10 : 1
- Bohrung × Hub
- 97.6 x 80 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 47 mm, déb : 90 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur sous la selle, déb : 73 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 255 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Hinterreifen
- 150/80-16
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 705.00 mm
- Tankinhalt
- 12.00 L
- Gewicht
- 263.00 kg
- Neupreis
- 16 045 €
Übersicht
Fünf Stunden Arbeit für einen Tank. Nicht um einen Motor zusammenzubauen, nicht um einen Rahmen auszurichten, sondern nur um dieses blutrote Parallelepiped mit einem Chromguss zu überziehen, der sich wie eine Narbe aus Prestige quer über die Flanke zieht. Triumph nimmt die Chrome-Edition seiner Speedmaster 1200 ernst, und der Handwerker, der für diese Veredelung verantwortlich ist, auch. Polieren, grundieren, schleifen, nacharbeiten, die Deckschicht prüfen: ein halber Arbeitstag für ein Element, das manche als bloßes Karosseriemöbel betrachten. An einem Custom-Motorrad ist der Tank niemals ein einfacher Kraftstoffbehälter. Er ist das zentrale Schmuckstück, das Licht und Blicke auf sich zieht.

Triumph hat das genau verstanden, als die Marke diese Kollektion im Jahr 2023 – und ausschließlich 2023 – auf den Markt brachte. Seit der Ära der „Gold Line"-Editionen setzt der Hersteller aus Hinckley auf die Karte der jährlich limitierten Serie, um eine Art kalkulierter Exklusivität zu pflegen. Achthundert Euro trennen diese Chrome von der Standard-Speedmaster – exakt die gleiche Preisdifferenz wie bei der vorherigen Kollektion. Das ist konsequent, klar positioniert und ehrlich. Man zahlt für die visuelle Einzigartigkeit und weiß warum. Der Rest des Motorrads hingegen bleibt auf den Punkt identisch.
Und dieser Rest verdient Aufmerksamkeit. Der parallele Zweizylinder mit 1 200 cc, mit einem Zündfolgeabstand von 270 Grad eingestellt, um den Rhythmus eines V-Twins nachzuahmen, leistet 78 PS bei 6 100 U/min. Auf dem Papier wirkt das bescheiden im Vergleich zu einer Indian Scout Bobber oder einer Harley-Davidson Softail, doch das Drehmoment erzählt eine andere Geschichte: 105,9 Nm stehen bereits ab 4 000 U/min bereit. Der Schub setzt tief im Drehzahlkeller ein, breit und direkt, ohne dass man das Sechsganggetriebe mehr als nötig bemühen müsste. Für eine Maschine von 263 kg Fahrgewicht ist das genau das Richtige; man erwartet von einem Cruiser keine sportlichen Eskapaden, sondern souveränes Fahren und Gelassenheit im Stadtverkehr.
Die Sitzhöhe von 705 mm erleichtert den Einstieg für eine breite Zielgruppe, einschließlich mittelgroßer Fahrer, die mit hochbeinigen Motorrädern wenig anfangen können. Der breite Lenker platziert die Schultern in einer entspannt dominanten Haltung, die 47-mm-Showa-Gabel schluckt Unebenheiten ohne Ruppigkeit, und die elektronische Ausstattung ist keine Dekoration: zwei Fahrmodi, Traktionskontrolle, Tempomat, ABS, vollständige LED-Beleuchtung und Ride-by-Wire-Gasgriff. Triumph bringt europäische Sorgfalt in die Fahrdynamik eines Motorrads mit amerikanischer Ästhetik – und genau darin übertrifft die Speedmaster mehrere ihrer direkten Konkurrenten, die in diesem Preissegment oft deutlich sparsamer mit aktiver Technik umgehen.
Bleibt die Frage der globalen Positionierung. Zu 16 045 Euro richtet sich diese Chrome an einen reifen Käufer, dem es weniger um pure Leistung geht, der aber großen Wert auf stilistische Kohärenz legt und bereit ist, für etwas zu zahlen, das sein Nachbar im nächsten Jahr nicht haben wird. Dieses Motorrad ist weder für den Streckenpiloten noch für den Weitreisenden gemacht, der kilometerfressend vollbepackt unterwegs ist. Es ist ein Motorrad für denjenigen, der sonntags morgens mit Aussicht auf Kaffee fährt und dessen Maschine etwas erzählen soll, ohne dass er ein Wort sagen muss. Die Triumph Speedmaster Chrome 2023 tut genau das – mit einer Überzeugungskraft und einer Verarbeitungsqualität, die den Einstiegspreis, von wenigen Kleinigkeiten abgesehen, vollauf rechtfertigen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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