Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 124 cc
- Leistung
- 12.0 ch @ 9500 tr/min (8.8 kW)
- Drehmoment
- 8.8 Nm @ 8600 tr/min
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 57 x 48.8 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 1 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- simple berceau acier dédoublé
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 35 mm, déb : 205 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 200 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Single disc
- Hinterradbremse
- Freinage tambour Ø 130 mm
- Vorderreifen
- 70/100-21
- Hinterreifen
- 90/90-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 12.50 L
- Gewicht
- 127.00 kg
- Trockengewicht
- 114.00 kg
- Neupreis
- 3 200 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an die kleinen 125er-Enduros, die eine ganze Generation an das Fahren abseits des Asphalts herangeführt haben? Die Suzuki DR 125 SE, Jahrgang 2001, gehört zu jenen Maschinen, die auf dem Papier bescheiden wirken, aber im Sattel ungemein sympathisch sind. Mit ihrem luftgekühlten Einzylinder-Viertakter mit 124 cc und 12 PS bei 9500 U/min ist hier selbstverständlich nicht von atemberaubender Leistung die Rede. Es geht um etwas anderes: ein Motorrad, das einen überallhin bringt, ohne Umstände, und das bei einem überschaubaren Budget von 3200 Euro zum Zeitpunkt der Markteinführung.

Der Motor ist ein alter Weggefährte, direkt abgeleitet vom Aggregat der GN 125, doch Suzuki hat ihm hier ein Sechsganggetriebe anstelle von fünf Gängen spendiert. Dieses Detail macht im Alltag einen spürbaren Unterschied. Der kleine Einzylinder, befeuert über seine zwei Ventile und ein Verdichtungsverhältnis von 9.5:1, schöpft sein maximales Drehmoment von 8,80 Nm bei 8600 U/min besser aus. In der Stadt ist die Maschine ein Genuss: 127 kg fahrfertig, schmaler Aufbau, Elektrostarter und die Fähigkeit, sich in jede noch so kleine Lücke im Verkehr zu schlängeln. Die Suzuki DR 125 SE ist gebraucht übrigens nach wie vor für den urbanen Einsatz sehr gefragt, und Exemplare der Baujahre 1997 bis 2002 werden auf dem Gebrauchtmarkt zu vernünftigen Preisen gehandelt.
Auf der Landstraße fällt das Urteil deutlich differenzierter aus. Eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h bedeutet, auf große Überlandstraßen zu verzichten, wo einen die Lkw in ihren Windschatten ziehen. Bundes- und Landstraßen mit kurvigen Abschnitten sind ihr natürliches Revier. Der 12,5-Liter-Tank bietet für einen 125er eine großzügige Reichweite, sodass man Kilometer um Kilometer abspulen kann, ohne ständig auf die Tankanzeige schielen zu müssen. Der einfache Stahlrohr-Doppelschleifenrahmen erledigt seine Aufgabe solide, ohne besonderes Genie, und das Fahrwerk – eine Telegabel mit 35 mm Standrohrdurchmesser und 205 mm Federweg vorne sowie ein Zentralfederbein mit 200 mm Federweg hinten – steckt Feldwege und Waldpisten anständig weg. Das technische Datenblatt der Suzuki DR 125 SE offenbart denn auch einen Kompromiss, der auf Vielseitigkeit statt auf reine Leistung ausgelegt ist.
Die Bremsanlage verdient eine offene Ansprache: eine einfache Scheibenbremse vorne, eine Trommelbremse mit 130 mm hinten. Das ist das absolute Minimum, abgestimmt auf das geringe Gewicht der Maschine. Die Bereifung in 21 Zoll vorne und 18 Zoll hinten, montiert in klassischen Enduro-Dimensionen, unterstreicht die Mischberufung. Die Sitzhöhe von 820 mm erinnert daran, dass dieser Maschinentyp sich an durchschnittliche Staturen richtet oder an Fahrer, die bereit sind, an der Ampel nur mit den Fußspitzen den Boden zu berühren. Inhaber des A1-Führerscheins und Anfänger finden hier ein solides Lernwerkzeug – vorausgesetzt, man erwartet nicht die Fahreindrücke einer zeitgenössischen Zweitaktmaschine wie der Yamaha DT oder der Aprilia MX 125.
Was die Wartung betrifft, spielt die mechanische Einfachheit der DR in die Karten. Luftfilter wechseln, eine Leovince- oder Akrapovič-Auspuffanlage montieren, um dem Viertakter ein Quäntchen mehr Charakter zu entlocken, die Batterie tauschen, wenn sie nach ein paar Wintern schlapp macht: all das lässt sich in der heimischen Garage mit einfachem Werkzeug erledigen. Eine komplette Edelstahl-Auspuffanlage, ob neu oder gebraucht, verwandelt den etwas dumpfen Klang der Serienanlage übrigens in einen präsenteren Sound, ohne dabei zu übertreiben. Es ist genau diese ehrliche Mechanik ohne überflüssige Elektronik, die dafür sorgt, dass die Suzuki DR 125 SE 2001 auch fünfundzwanzig Jahre nach ihrer Markteinführung ungebrochen beliebt ist. Kein Kraftprotz, keine Geländekönigin, aber eine zuverlässige Begleiterin für alle, die fahren wollen, ohne sich dabei zu ruinieren oder das Leben unnötig kompliziert zu machen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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