Schlüsselleistung
Technische Daten
- Hubraum
- 996 cc → 1037 cc
- Leistung
- 98.0 ch @ 7600 tr/min (72.1 kW) → 101.0 ch @ 8000 tr/min (74.3 kW)
- Drehmoment
- 101.0 Nm @ 6400 tr/min → 101.0 Nm @ 4000 tr/min
- Verdichtungsverhältnis
- 11.3:1 → 11.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 98 x 66 mm → 100 x 66 mm
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 45 mm → Injection
- Rahmen
- double poutre en alu → Double poutre en aluminium
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 160 mm → Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 160 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 159 mm → Mono-amortisseur, déb : 160 mm
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 2 pistons → Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 160 mm, étrier simple piston → Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier simple piston
- Sitzhöhe
- 830.00 mm → 850.00 mm
- Tankinhalt
- 22.00 L → 20.00 L
- Gewicht
- 238.00 kg → 232.00 kg
- Trockengewicht
- 207.00 kg → —
- Neupreis
- 9 900 € → 12 799 €
Motor
- Hubraum
- 1037 cc
- Leistung
- 101.0 ch @ 8000 tr/min (74.3 kW)
- Drehmoment
- 101.0 Nm @ 4000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 100 x 66 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 160 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 160 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 110/80-19
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 150/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 850.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
- Gewicht
- 232.00 kg
- Neupreis
- 12 799 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an die erste Suzuki DL 1000 V-Strom von 2002? Ein aufrichtiges, effizientes Motorrad, aber mit einer Schnauze gesegnet, die selbst ihre Besitzer nur schwer verteidigen konnten. Seitdem hat Hamamatsu geduldig an seiner Kopie gefeilt. Die Version von 2007 korrigierte einige Details, die von 2014 trieb die Modernisierung eine Stufe weiter, und dieser Jahrgang 2019 stellt die ausgereifteste Synthese dieser Baureihe dar. Suzuki hat nie versucht, die BMW R 1200 GS auf ihrem Terrain zu entthronen. Die Strategie liegt woanders: eine kompetente, zugängliche Reiseenduro anzubieten, die zu einem Preis verkauft wird, bei dem man nicht die Garage verpfänden muss. Bei 12 799 Euro ist der Vertrag klar.

Was das Design betrifft, hat die neue Suzuki DL 1000 V-Strom ihr Insektengesicht gegen eine kantigere Front eingetauscht, inspiriert von den DR-Modellen vergangener Tage. Das Ergebnis wird auf der Croisette keine Köpfe drehen lassen, hat aber den Vorteil, niemanden mehr in die Flucht zu schlagen. Der Rest der Verkleidung bleibt identisch, lediglich mit schwarzen Akzenten an den Gabelrohren, dem Auspuff und dem Heckrahmen. Es ist dezent, fast zu dezent. Dafür wurde die Serienausstattung mit Handprotektoren und einem Motorschutz aufgewertet. Die Scheibe, um 49 mm erhöht und weiterhin werkzeuglos in drei Positionen verstellbar, schützt auf der Autobahn deutlich besser. Für Langstreckenfahrer oder Wochenend-Abenteurer ist das handfester Fortschritt.
Der L-förmige Zweizylinder mit 90° Zylinderwinkel und 1 037 cc bleibt das schlagende Herz der Maschine. Aus der TL 1000-Linie stammend, leistet dieser Motor 101 PS bei 8 000 U/min und vor allem 101 Nm Drehmoment bereits ab 4 000 U/min. Es ist diese Verfügbarkeit im mittleren Drehzahlbereich, die im Alltag den entscheidenden Unterschied macht. Man beschleunigt im dritten Gang durch eine Kurvenfolge, ohne dass der Twin auch nur murrt. Gegenüber einer Kawasaki Versys 1000 oder einer Yamaha Tracer 900 GT spielt die Suzuki eher die Karte des Motorcharakters als die der rohen Leistung. Die Euro4-Anpassung hat sie auf dem Papier 2 Nm gekostet. Auf dem Sattel ist davon nichts zu spüren. Die neu kalibrierte Einspritzung und der Doppelkatalysator erledigen ihre Arbeit sauber, über ein 6-Gang-Getriebe und einen Kettenantrieb, der gegenüber den Kardanwellen der deutschen Konkurrenz eine bewusste Wahl bleibt.
Die Elektronik hat einen beachtlichen Sprung gemacht. Suzuki übernimmt von der GSX-S 1000 die Navigationswippe und pflanzt eine Bosch-Inertialmesseinheit mit fünf Achsen ein, um ein schräglagenabhängiges ABS zu bieten. Die Traktionskontrolle bietet zwei Eingriffsstufen sowie die vollständige Deaktivierung für Rennstrecken-Tage oder trockene Pisten. Das Low RPM Assist-System erleichtert Rangierfahrten bei niedriger Geschwindigkeit, indem es beim Loslassen der Kupplung die Drehzahl leicht anhebt, und der Easy Start erspart das Gedrückthalten des Anlassers. Das ist zwar nicht das Elektronik-Festival einer KTM 1290 Super Adventure, aber es ist stimmig mit der Philosophie der Maschine: effizient, ohne zu verkomplizieren. Das Fahrwerk bleibt unverändert. Aluminium-Brückenrahmen, 43-mm-Upside-down-Gabel mit voller Einstellbarkeit, einstellbares Zentralfederbein, 310-mm-Bremsscheiben mit radial montierten Vierkolben-Sätteln. Das Ganze wiegt 232 kg fahrfertig, mit einem 20-Liter-Tank, der lange Etappen ermöglicht. Die Sitzhöhe von 850 mm bleibt für die meisten Staturen erreichbar.

Ein Kritikpunkt bleibt bestehen und ärgert: das Fehlen von serienmäßigen Kofferhaltern. Wenn man bedenkt, dass die kleine DL 250 sie ab Werk mitbringt, grenzt diese Sparmaßnahme beim Flaggschiff ans Absurde. Das Suzuki DL 1000 V-Strom Zubehör, allen voran die Koffer, treibt die Rechnung für Reisewillige schnell in die Höhe. Auch der Hauptständer fehlt. Das sind zwei Schwachpunkte in einem ansonsten großzügigen Datenblatt. Für den Motorradfahrer, der eine vielseitige Reiseenduro sucht, die Asphaltkilometer ebenso verschlingt wie leichte Schotterpisten, ohne beim Kauf oder bei der Wartung den Geldbeutel zu strapazieren, verdient diese neue Suzuki DL 1000 V-Strom ernsthaft ihren Platz auf der Liste. Sie wird nie einen Glamour-Wettbewerb gewinnen, aber auf der Straße macht sie ihre Insassen glücklich. Und genau das verlangt man von ihr.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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