Schlüsselleistung
Technische Daten
- Neupreis
- 16 990 € → 19 150 €
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 195.0 ch @ 13400 tr/min (143.4 kW)
- Drehmoment
- 110.8 Nm @ 9600 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.4 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 50.9 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 50 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis en tubes d'acier au chrome molybdène
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Marzocchi Ø 50 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Monoamortisseur Sachs, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 200/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 830.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Trockengewicht
- 191.00 kg
- Neupreis
- 19 150 €
Übersicht
Stellen Sie sich die jüngere Schwester einer italienischen Diva vor, jene, die man seltener präsentiert, die aber dieselbe glühende DNA teilt. So in etwa ist die Rolle, welche die Corsa Corta in der F4-Baureihe des Jahrgangs 2014 spielt. Um unter der symbolischen Marke von 20.000 Euro zu bleiben, genauer gesagt bei 19.150 Euro, hat Varese einige kalkulierte Zugeständnisse gegenüber der RR-Version gemacht. Weg mit dem Öhlins-Arsenal, Platz für eine umgekehrte Marzocchi-Gabel mit 50 mm und ein Sachs-Monofederbein mit 120 mm Federweg. Die Brembo-Bremssättel M50 weichen den M4, die weiterhin bissig auf den 320-mm-Scheiben zupacken. Auf dem Papier verliert man einige Pferdestärken gegenüber der großen Schwester. In der Praxis behält man das Wesentliche.

Das Wesentliche, genau genommen, ist dieser Vierzylinder-Reihenmotor mit 998 cm³, der 195 PS bei 13.400 U/min herausspuckt, flankiert von 110,8 Nm Drehmoment bei 9.600 Umdrehungen. Die Signatur Corsa Corta stammt von dieser ultrakurzhubigen Architektur, 79 mm Bohrung bei lediglich 50,9 mm Hub, Verdichtungsverhältnis von 13,4:1. Eine Rennmotor-Geometrie mit Straßenzulassung, welche die Nadel am Ende der Geraden bis auf 291 km/h treibt. Verglichen mit einer BMW S 1000 RR aus derselben Epoche, chirurgischer und germanisch effizient, oder einer Aprilia RSV4, kompakter und verspielter, setzt die MV auf die Karte des rohen Charakters. Sie vibriert, sie schreit, sie lebt.
In puncto Elektronik macht sich die Italienerin nicht über die Welt lustig. Das MVICS steuert den Ride-by-Wire-Gasgriff und bietet vier Kennfelder, davon eines vollständig individualisierbar. Gyroskope und Beschleunigungssensoren speisen eine achtstufige Traktionskontrolle, die Anti-Wheeling-Funktion und das Bosch 9MP ABS im Race-Modus. Der serienmäßige Schaltautomat vervollständigt das Arsenal. Das ist, was man von einer modernen Hypersportlerin erwarten würde, nicht mehr und nicht weniger, aber es wird mit einer typisch transalpinen Detailverliebtheit geliefert, bis hin zu den LED-Leisten des Tagfahrlichts, die in die Luftansaugöffnungen integriert sind. Ein ästhetisches Detail, das viel über die stilistische Besessenheit des Hauses aussagt.
Bleibt noch, über den Kompromiss zu sprechen. Mit 191 kg trocken ist die Corsa Corta nicht die leichteste im Feld, und ihre auf 830 mm hochgesetzte Sitzbank mit einem 17-Liter-Tank macht zierlichen Staturen keine Geschenke. Der Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän, befestigt an seinen Aluminiumplatten, bleibt der Tamburini-Philosophie treu, wendig in Schräglage, aber trocken auf schlechten Straßenbelägen. Suchen Sie hier keine verkleidete Tourerin. Dieses Motorrad ist hart, anspruchsvoll, bei niedrigen Geschwindigkeiten manchmal launisch, und sein Wendekreis würde einen Lieferanten in der Stadt zum Weinen bringen. Sie wurde für die Rennstrecke und für die kurvigen Straßen eines Sonntagmorgens gezeichnet, nicht für die Staus des Stadtrings.
An wen richtet sie sich also? Sicherlich nicht an den Anfänger, der sich ein Objekt der Begierde gönnen möchte. Ihre 195 PS und ihr spitzes Fahrwerk verlangen einen erfahrenen Piloten, idealerweise bereits durch eine 600er-Sportmaschine oder die Schalensitze eines Track Days gegangen. Für den Amateur-Rennstreckenfahrer, der italienisch fahren möchte, ohne den Preis einer RR zu 25.000 Euro zu zahlen, oder für den sensiblen Sammler, der die Seltenheit der Rationalität vorzieht, hält das Angebot stand. Gegenüber ZX-10R, R1 und anderen GSX-R 1000, die ungefähr zum selben Tarif verkauft werden, verfügt die MV nicht über die besten statistischen Waffen. Sie hat einfach diese Aura, für deren Aufbau die Japanerinnen zwanzig Jahre brauchen und welche die Italienerinnen bereits ab Werk besitzen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS Bosch 9MP de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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