Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 675 cc
- Leistung
- 144.0 ch @ 14400 tr/min (92.0 kW)
- Drehmoment
- 71.0 Nm @ 10600 tr/min
- Motortyp
- In-line three, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 13.0:1
- Bohrung × Hub
- 79.0 x 45.9 mm (3.1 x 1.8 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Schmierung
- Wet sump
- Zündung
- Digital CDI
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- ALS Steel Tubular Trellis
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet, multiple discs, cable operated. Polished clutch cover.
- Vorderradaufhängung
- Marzocchi UPD Telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Sachs adjustable monoshock
- Federweg vorne
- 125 mm (4.9 inches)
- Federweg hinten
- 123 mm (4.8 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. Brembo brake rotors controlled by monobloc calipers
- Hinterradbremse
- Single disc. Brembo brake rotors controlled by monobloc calipers
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.30 bar
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.30 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 812.00 mm
- Radstand
- 1380.00 mm
- Bodenfreiheit
- 115.00 mm
- Länge
- 2060.00 mm
- Breite
- 725.00 mm
- Tankinhalt
- 16.00 L
- Trockengewicht
- 172.00 kg
- Neupreis
- 24 990 €
Übersicht
Was treibt einen Hersteller dazu, eine 675-cm³-Sportmaschine wie ein Schmuckstück einzukleiden, noch bevor die für Normalsterbliche zugängliche Version auf den Markt kommt? Bei MV Agusta will es die Tradition, dass jedes neue Modell mit einer limitierten Auflage beginnt, die das Siegel „Oro" trägt. Die MV Agusta F3 Serie Oro, 2012 in nur 200 Exemplaren gefertigt, verkörpert diese Philosophie bis zum Exzess. Felgen aus geschmiedetem Aluminium, Schwinge, Rahmenplatten, Lüftungsgitter: Alles erhält eine goldene Oberflächenbehandlung, die das Motorrad in ein Vitrinenstück verwandelt. Die Sitzbank vereint Leder und Alcantara, die Fußrasten sind aus dem Vollen gefräst, und Carbon verkleidet so ziemlich alles, was hervorsteht – von den Schutzblechen über den Luftfilterkasten bis hin zu den Auspuffendstücken. Eine gravierte Plakette auf der oberen Gabelbrücke erinnert den Fahrer bei jedem Start daran, dass er etwas anderes als eine gewöhnliche Sportmaschine besteigt.

Unter diesem goldenen Kleid arbeitet ein Reihendreizylindermotor mit 675 cc, der 144 PS bei 14 400 U/min und 71 Nm Drehmoment bei 10 600 U/min leistet. Diese Zahlen sprechen für sich. Die Triumph Daytona 675, ihre offensichtlichste Rivalin mit gleicher Motorarchitektur, lag damals rund fünfzehn PS zurück. Selbst die Yamaha R6 und die Kawasaki ZX-6R, obwohl im Supersport-Kampf bestens erprobt, mussten sich mit einem weniger schmeichelhaften Leistungsgewicht gegenüber dieser Italienerin abfinden, die trocken 172 kg auf die Waage brachte. Das Verdichtungsverhältnis von 13.0:1 und die gegenläufige Kurbelwelle, konzipiert zur Verfeinerung der Handlichkeit und Optimierung der Traktion am Kurvenausgang, verraten eine kompromisslos auf die Rennstrecke ausgerichtete Konstruktion. Das Ganze wird über ein Sechsganggetriebe und einen klassischen, aber effizienten Kettenantrieb übertragen.
Der Gitterrohrrahmen aus ALS-Stahl beherbergt Fahrwerkskomponenten, die einer Werksmaschine würdig sind. Upside-down-Gabel von Marzocchi vorn, einstellbarer Sachs-Monodämpfer hinten, das Ganze bereift mit 120/70-ZR17 und 180/55-ZR17. Die vollradiale Brembo-Bremsanlage mit Monoblock-Sätteln, Doppelscheibe vorn und Einzelscheibe hinten, bietet einen Biss und eine Dosierbarkeit, die damals nur wenige Serienmaschinen vorweisen konnten. Der kurze Radstand von 1 380 mm und die auf 812 mm thronende Sitzbank bestätigen die sportliche Bestimmung des Geräts. Dieses Motorrad versucht nicht, den Sonntagstourenfahrer oder den Anfänger auf der Suche nach Geschmeidigkeit im unteren Drehzahlbereich zu verführen. Es richtet sich an den anspruchsvollen Enthusiasten, der das Temperament einer Rennmaschine im Gewand eines Sammlerstücks sucht.

Der Eintrittspreis von rund 24 990 Euro entspricht dem Doppelten des Tarifs der Standard-F3. Ein finanzieller Abgrund, der sich allein durch die Fahrleistungen kaum rechtfertigen lässt, da der Motor in seiner Architektur nahe an der Serienversion bleibt. Was man bezahlt, ist die Seltenheit, die Verarbeitung, das Privileg, eine der 200 Maschinen zu bewegen, die das Werk in Varese in dieser rot-silbernen Lackierung verlassen haben – einem Farbkleid, das aus der Geschichte des Herstellers stammt. Die MV Agusta F3 Serie Oro spielt nicht in der Liga des Rationalen. Sie richtet sich an jene, die der Überzeugung sind, dass ein Motorrad zugleich Fahrinstrument und Kunstobjekt sein kann – auch wenn dafür ein Scheck fällig wird, der jeden Buchhalter erbleichen ließe. Für alle anderen blieb die Standardversion das Versprechen eines ebenso bissigen Dreizylinders, ohne die Vergoldung und ohne das Loch im Geldbeutel.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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