Schlüsselleistung
Technische Daten
- Drehmoment
- 88.0 Nm @ 10100 tr/min → 88.1 Nm @ 10100 tr/min
- Starter
- électrique → —
- Euro-Norm
- Euro 5 → —
Motor
- Hubraum
- 798 cc
- Leistung
- 147.0 ch @ 13000 tr/min (108.1 kW)
- Drehmoment
- 88.1 Nm @ 10100 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 54.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection Ø 50 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire en acier relié à 2 platines en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 125 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.30 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.30 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 830.00 mm
- Tankinhalt
- 16.50 L
- Trockengewicht
- 173.00 kg
- Neupreis
- 19 000 €
Übersicht
Was kostet eine MV Agusta F3 R im Jahr 2024? Rechnen Sie mit 19 000 Euro. Eine Summe, neben der eine Ducati Panigale V2 wie ein vernünftiges Schnäppchen wirkt. Aber hier geht es nicht um ein gewöhnliches Sportmotorrad. Hier geht es um einen italienischen Dreizylinder, geboren in Varese, gezeichnet wie eine Skulptur und konzipiert als Werkzeug für echtes Fahren. Die MV Agusta F3 R ist das Eingangstor zum Mythos. Und dieses Tor bleibt trotz seines Preises das günstigste im Hause.

Kurze Erinnerung für alle, die die letzte Folge verpasst haben. Die F3 R hat 2023 die Rosso abgelöst. Keine mechanische Revolution, kein Fahrwerks-Neuentwurf. Ein Namenswechsel, gewiss, aber begleitet von gezielten Nachbesserungen dort, wo es zählt. Die Bremsanlage zunächst. Brembo-Stylema-Sättel ersetzen die bisherigen Zangen, und wer diese Sättel schon einmal ausprobiert hat, weiß, dass sich die Bremspunkte am Ende der Geraden spürbar nach hinten verschieben. Die Frontoptik wurde neu gestaltet, die hinteren Blinker auf LED umgestellt, und der Ride-by-Wire-Gasgriff reagiert feinfühliger. Dezente, aber durchdachte Weiterentwicklungen.
Auf der Motorseite musste sich der 798-cc-Dreizylinder den Euro5-Vorgaben beugen. Ergebnis: 147 PS bei 13 000 U/min, also ein PS weniger als vor der Normumstellung. Ein symbolischer Verlust, den am Kurvenausgang niemand spüren wird. Das Drehmoment erreicht seinen Höchstwert von 88,1 Nm bereits bei 10 100 U/min, einer etwas niedrigeren Drehzahl als zuvor. Übersetzt auf die Straße: mehr Durchzug im mittleren Drehzahlbereich, ein entschiedeneres Ansprechen, ohne ständig den roten Bereich kitzeln zu müssen. Die Ingenieure haben auch in der Tiefe gearbeitet. DLC-Beschichtung auf den Ventilen, leichtere Pleuel und Lager, leistungsfähigere Injektoren, eine komplett überarbeitete Abgasanlage. Der Kühler gewinnt 5 % an Effizienz. Die Kupplung wurde verstärkt. Kurzum: Das Triebwerk wurde akribisch überarbeitet, um die Abgasauflagen zu kompensieren und gleichzeitig den Charakter zu verfeinern.
Das Fahrwerk bleibt dem MV-Rezept treu. Ein Stahl-Gitterrohrrahmen, verbunden mit seitlichen Aluminium-Rahmenplatten, die für mehr Steifigkeit überarbeitet wurden. Die 43-mm-Upside-Down-Gabel ist vielfach einstellbar, ebenso das Federbein. Mit 173 kg trocken positioniert sich die F3 R im unteren Mittelfeld des Segments. Gegenüber der schwereren Zweizylinder-Panigale V2 oder der weniger leistungsstarken, aber zugänglicheren Triumph Daytona 660 spielt die MV eine einzigartige Karte aus: die des kompakten Dreizylinders, giftig in hohen Drehzahlen und dabei drehmomentstark genug, um auf der Landstraße nicht zu ermüden. Die Reifendimensionen 120/70-17 und 180/55-17 bestätigen das kompakte Format, ausgelegt auf Agilität statt darauf, Kurven mit roher Gewalt zu bezwingen.

Die Elektronik hat einen beachtlichen Sprung gemacht. Die F3 R verfügt nun über eine Inertialmesseinheit, die ein Continental-Kurven-ABS speist, eine verfeinerte Traktionskontrolle sowie eine Anti-Wheelie-Funktion, die zu einer echten Wheelie-Kontrolle herangereift ist – das Ganze verwaltet über vier Motorkennfelder. Der bidirektionale Quickshifter der dritten Generation arbeitet dank eines neuen Sensors präziser. Das LCD-Armaturenbrett wurde durch ein 5,5-Zoll-TFT-Farbdisplay ersetzt, kompatibel mit der MV-Ride-App zum Einstellen der Assistenzsysteme oder zur Navigationsanzeige. Ein Tempomat rundet das Paket ab, auch wenn man sich einen F3-Piloten kaum vorstellen kann, der ihn anders nutzt als auf der Autobahn, eingeklemmt hinter einem Wohnmobil.

Bleibt die Frage der Positionierung. Für 19 000 Euro zielt die MV Agusta F3 R auf ein ganz bestimmtes Publikum. Nicht den Anfänger auf der Suche nach seinem ersten Sportmotorrad. Nicht den reinen Rennstreckenfahrer, der zur Version RR schielt. Eher den Enthusiasten, der sportlich fahren will, ohne in die Radikalität einer 1000er zu verfallen, der bereit ist, den Preis italienischer Exklusivität zu zahlen, und der die Beliebigkeit einer Japanerin ablehnt. Zehn Jahre nach der Geburt der F3-Linie als 675 cc gehört die Silhouette nach wie vor zu den gelungensten auf dem Markt. Die leuchtend rote Lackierung auf schwarzer Karosserie, Erkennungszeichen der R-Varianten bei MV, erinnert eher an Maranello als an Bologna. Und das lässt sich in keinem Datenblatt beziffern.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS MK100
- Nombre de mode de conduite : 4
- Taille de l'écran TFT couleur : 13,97 cm / 5.5 pouces
- ABS Cornering
- Jantes aluminium
- Shifter
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Bluetooth
- GPS
- Aide au départ arrêté (Launch Control)
- Contrôle de traction
- Contrôle anti wheeling
- Embrayage anti-dribble
- Centrale inertielle
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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