Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 798 cc
- Leistung
- 140.0 ch @ 12300 tr/min (103.0 kW)
- Drehmoment
- 87.0 Nm @ 10250 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 54.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis tubulaire en tube d'acier relié à des platines en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 125 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 200/50-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 845.00 mm
- Tankinhalt
- 16.50 L
- Trockengewicht
- 175.00 kg
- Neupreis
- 25 631 €
Übersicht
Wenn Varese die Sternenkarte ausspielt, macht es das nicht halbherzig. Die Dragster 800 RR SCS America 2023 präsentiert sich in Rot, Weiß und Blau – ein Trikolore, das nicht unseres ist, eine kaum verschleierte Kopie der amerikanischen Flagge, die verschiedene MV-Modelle seit der Brutale 750 S von 2005 bis zur Dragster von 2019 zierte. MV-Agusta behauptet, den fünfzigsten Jahrestag einer 750 Sport in ähnlichen Farben zu feiern, wobei man die Chronologie großzügig anpasst, da besagte 750 S bereits 1970 das Licht der Welt erblickte. Einerlei – das Marketing hat seine eigenen Rechenregeln, und die Firma aus Varese beherrscht sie perfekt.

Der Kern des Projekts ist eine auf 300 Exemplare limitierte Serie, jedes einzeln per Laser auf einer am Gabelbrücke verschraubten Plakette nummeriert, exklusiv für Nordamerika erhältlich – inklusive eines Kits mit transparentem Kupplungsdeckel, um die Scheiben des Rekluse-Mechanismus zu bewundern, einer Schutzabdeckung und einem Geburtszertifikat. Diese Art von Detail gefällt Sammlern, die ihre Maschinen in klimatisierten Showrooms aufbewahren. Der zweifarbige Sattel mit der Stickerei „America Special Edition" auf den hinteren Flanken rundet das Bild ab – und darin erkennt man bereitwillig die italienische Handschrift, diesen angeborenen Sinn für Verarbeitung, der stets trifft, selbst bei einem Auftrag für den amerikanischen Markt.
Unter der Verkleidung arbeitet der Motor in RR-Konfiguration: der Dreizylinder mit 798 cc, gesteigert auf 140 PS bei 12.300 U/min und 87 Nm bei 10.250 U/min. Das Ganze in einem Stahlrohrrahmen, verstärkt durch Aluminiumplatten, bei einem angegebenen Trockengewicht von 175 kg. Das ist kein Motorrad für Anfänger, und es ist nicht dafür konzipiert. Das 5,5-Zoll-TFT-Display koordiniert eine Liste elektronischer Fahrhilfen, die vor zehn Jahren futuristisch gewirkt hätte: Inertialplattform, Traktionskontrolle, Anti-Wheelie, Cornering-ABS, Launch Control, Tempomat, bidirektionaler Schaltautomat, adaptives Kurvenlichtsystem und vier Fahrmodi. Die hintere Kineo-Felge verschwindet unter einer Carbon-Abdeckung – eine stilistische Entscheidung, die die Gemüter spaltet. Das Kürzel SCS bezeichnet eine halbautomatische Kupplung, die in ihrem Prinzip mechanisch bleibt und die Gangwechsel weniger anspruchsvoll gestaltet, ohne in reinen Automatismus zu verfallen.
Der in Europa aufgerufene Preis liegt bei rund 25.631 Euro, also etwa 5.000 Dollar mehr als die Standardversion in den USA. Für diesen Betrag könnte man vernünftigerweise erwarten, dass der MV-Agusta-signierte Akrapovic-Titanauslass zur Serienausstattung gehört. Tut er nicht. Er bleibt Option – was bei einer Sonderedition in dieser Preisklasse schlicht kleinlich ist. Schade, denn in Verbindung mit dem passenden ECU hebt dieser Auspuff die Leistung auf 148 PS und verändert den Klangcharakter der Maschine grundlegend. MV-Agusta weiß genau, was es tut, wenn es diese Option außerhalb des Grundpreises lässt.

Diese Dragster America zielt auf einen ganz bestimmten Käufer: leidenschaftlich für amerikanische Motorradkultur, finanziell gut situiert, gleichermaßen aufmerksam gegenüber seltenen Objekten wie gegenüber Leistung. Im Vergleich zu einer Ducati Streetfighter V2 oder einer Aprilia Tuono 660 spielt sie auf einem anderen Register – dem des Sammlermodells ebenso wie des sportlichen Roadsters. Die Höchstgeschwindigkeit von 244 km/h ist nicht für den Familienurlaub gedacht, und die Sitzhöhe von 845 mm schmeichelt keinen kurzen Beinen. Doch für denjenigen, der dem Profil entspricht, werden 300 Seriennummern genug Dringlichkeit erzeugen. Genau diesen Mechanismus weiß Varese im Premium-Segment besser zu bedienen als irgendjemand sonst.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS MK100
- Nombre de mode de conduite : 4
- Taille de l'écran TFT couleur : 13,97 cm / 5.5 pouces
- Jantes aluminium
- Shifter
- Amortisseur de direction
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Bluetooth
- GPS
- Aide au départ arrêté (Launch Control)
- Contrôle de traction
- Contrôle anti wheeling
- Jantes forgées
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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