Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 373 cc
- Leistung
- 44.0 ch @ 9000 tr/min (32.4 kW)
- Drehmoment
- 38.2 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.6 : 1
- Bohrung × Hub
- 89 x 60 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 46 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 150 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 230 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 110/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.00 bar
- Hinterreifen
- 150/60-17
- Hinterreifendruck
- 2.00 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 824.00 mm
- Tankinhalt
- 13.70 L
- Gewicht
- 164.00 kg
- Trockengewicht
- 155.00 kg
- Neupreis
- 7 399 €
Übersicht
Wenn Mattighofen seine Trophäen im Rallye-Cross und auf den Moto3-Strecken präsentiert, versteht man schnell, dass der Sport im Blut des orangefarbenen Hauses liegt. Doch zwischen der SuperDuke 1290, die als Roadster alles überrollt, und der RC 890 8C, die den ausgewählten wenigen vorbehalten ist, klafft eine große Lücke im sportlichen Straßenangebot. Die KTM RC 390 übernimmt diese unerfreuliche Rolle: Sie muss allein das Banner der österreichischen Firma gegenüber den Ninja 400, CBR 500 und anderen kleinen Sportmotorrädern verteidigen, die für den A2-Führerschein zugänglich sind.

Die 2024er Version beschränkt sich nicht auf einen Farbauftrag an den Seiten. Die Arbeit ist tiefgreifend und bereits beim ersten Blick sichtbar. Die Verkleidung verlässt die etwas polarisierenden, länglichen Formen der vorherigen Generationen zugunsten einer selbstbewussteren, breiteren Form, die der Maschine eine Präsenz verleiht, die ihr bisher gefehlt hatte. Die übereinanderliegenden Paneele an den Seiten erzeugen einen überzeugenden Relief, das Heck wird schlanker, und der einst monolithische Tank gibt einem deutlich konventionelleren Design Platz. Die Windschutzscheibe bedeckt weiterhin die gesamte Gabel, ein erkennbares Markenzeichen. Der Tank gewinnt 4,2 Liter und erreicht nun 13,7 Liter: Die KTM RC 390 für die Rennstrecke opfert keine Autonomie mehr auf dem Altar der absoluten Leichtbauweise.
Gerade, sprechen wir über Gewicht. Auf dem KTM RC 390 Datenblatt können die 155 kg in fahrbereitem Zustand für einige Anstoß erregen, wenn man bedenkt, dass die erste Version bei 147 kg lag. Doch das Bild ist differenzierter als dieser einfache Unterschied. Das umgestaltete Stahl-Gitterrohrrahmen verliert 1,5 kg, die Bybre-Bremsen nehmen fast ein Kilo ab, und die neuen Felgen sparen 3,4 kg an nicht gefedertem Gewicht. Letztere Zahl zählt im realen Fahrverhalten doppelt, denn das Abnehmen von rotierenden und federnden Teilen lohnt sich mehr als das Abnehmen der Zelle. Die Verkleidung lässt sich schnell demontieren, um Platz für einen Rennpoly zu schaffen, ein bewusstes Augenzwinkern auf die SuperSport 300 Meisterschaften, von denen dieses Motorrad offen träumt.
Der 373-ccm-Eilmotor wurde nicht revolutioniert, aber er verbessert sich. Die überarbeitete Mapping und der größere Luftfilter bieten 2 Nm zusätzliche Leistung, um 38,2 Nm bei 7000 U/min zu erreichen. Die 44 PS sind immer noch vorhanden, aber sie kommen jetzt bei 9000 U/min anstelle von 9500, was sich im Alltag bemerkbar macht. Die Euro 5-Norm erfordert eine größer dimensionierte Ausgleichskammer, die ihren Tribut auf die Waage verlangt, aber der Motor antwortet willig, ohne Ruckeln, was ihn sowohl für die Rennstrecke als auch für kurvenreiche Bergstraßen nutzbar macht. Im Vergleich zur direkten Konkurrenz ist die Kawasaki Ninja 300 KTM RC 390 seit dieser Generation nicht mehr in derselben Klasse: Der technische Abstand ist deutlich geworden.
Die Federung wird mit der WP Apex-Telegabel mit 43 mm Durchmesser auf ein neues Niveau gehoben, die in 30 Klicks jeweils in Kompression und Dämpfung einstellbar ist, und zwar über einfache, werkzeuglose Einstellräder. Der hintere Mono-Stoßdämpfer erhält die gleiche bevorzugte Behandlung. Für 7399 Euro bietet die KTM RC 390 zum Neupreis auch eine aktive Traktionskontrolle in Kurven und ein ABS mit Supermoto-Modus, um das Heck im Ausgang einer Kurve zu lösen. Ausstattungen, die vor fünf Jahren in dieser Preisklasse nicht zu finden waren. Das TFT-Farbdisplay ersetzt die alte LCD-Anzeige, der Lenkerbrace lässt sich um 10 mm in der Höhe verstellen, die Ergonomie neigt sich entschieden in Richtung Rennstrecke, ohne die Straße zu behindern. Der Quickshifter bleibt eine Option, was angesichts der angekündigten Berufung etwas spottbillig ist.
Was ins Auge fällt, ist letztendlich die klare Ambition der KTM RC 390 2024 in einem Segment, in dem sich die direkte Konkurrenz rar gemacht hat. Die R6 lebt nur noch auf der Rennstrecke, die MV Agusta F3 und Triumph Daytona 675 sind aus den Katalogen verschwunden. Es gibt nur noch einige Kleinmotorräder für A2-Fahrer, die wirklich lernen wollen, die Strecke zu fahren und auf millimetergenauen Linien Fortschritte zu machen, wobei jeder Zehntel-Sekunde durch Technik und nicht durch Leistung gewonnen wird. Die KTM 390 Duke und KTM RC 390 teilen die gleiche Basis, aber während die Duke die Karte der Praktikabilität spielt, verkörpert die RC ihre Positionierung voll und ganz. Knie außen, Kopf eingeknickt, Mono voll: Es gibt Aufrichtigkeit in diesem Motorrad.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS desconectable en curva
- Taille de l'écran TFT couleur : 12,70 cm / 5 pouces
- Jantes aluminium
- Indicateur de vitesse engagée
- Contrôle de traction
- Embrayage anti-dribble
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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