Schlüsselleistung
Technische Daten
- Drehmoment
- 95.0 Nm @ 6500 tr/min → 95.0 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke → Twin, four-stroke
- Bohrung × Hub
- 101.0 x 62.4 mm (4.0 x 2.5 inches) → 101.0 x 62.5 mm (4.0 x 2.5 inches)
- Kraftstoffsystem
- Injection → Carburettor. Mikuni BST 40
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC) → —
- Schmierung
- — → Pressure lubrication
- Zündung
- — → Denso battery ignition
- Starter
- Electric → électrique
- Endantrieb
- Chaîne → Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- WP USD → WP-USD 48 mm (1.89 inches)
- Hinterradaufhängung
- WP monoshock PDS with hydr. spring preload → WP-PDS shock absorber with hydr. spring preload
- Federweg vorne
- 250 mm (9.8 inches) → 300 mm (11.8 inches)
- Federweg hinten
- 255 mm (10.0 inches) → 335 mm (13.2 inches)
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS → Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS → Single disc
- Sitzhöhe
- 920.00 mm → 895.00 mm
- Bodenfreiheit
- — → 296.00 mm
- Breite
- — → 990.00 mm
Motor
- Hubraum
- 999 cc
- Leistung
- 98.0 ch @ 8500 tr/min (70.5 kW)
- Drehmoment
- 95.0 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- Twin, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5:1
- Bohrung × Hub
- 101.0 x 62.5 mm (4.0 x 2.5 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Carburettor. Mikuni BST 40
- Schmierung
- Pressure lubrication
- Zündung
- Denso battery ignition
- Starter
- électrique
Fahrwerk
- Rahmen
- Tubular chromoly space frame, powder-coated
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet multi-disc clutch, operated hydraulically
- Vorderradaufhängung
- WP-USD 48 mm (1.89 inches)
- Hinterradaufhängung
- WP-PDS shock absorber with hydr. spring preload
- Federweg vorne
- 300 mm (11.8 inches)
- Federweg hinten
- 335 mm (13.2 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 90/90-21
- Vorderreifendruck
- 2.40 bar
- Hinterreifen
- 150/70-18
- Hinterreifendruck
- 2.60 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 895.00 mm
- Sitztyp
- Selle biplaces
- Radstand
- 1570.00 mm
- Bodenfreiheit
- 296.00 mm
- Breite
- 990.00 mm
- Tankinhalt
- 22.00 L
- Trockengewicht
- 199.00 kg
- Neupreis
- 12 990 €
Übersicht
Im Jahr 2006 beschließt KTM, im Segment der Reiseenduros einen großen Wurf zu landen. Die österreichische Marke, bis dahin in der kollektiven Wahrnehmung auf kompromisslose Enduros festgelegt, rückt mit der KTM 990 Adventure S an – einer Maschine, die gebaut ist, um Kontinente zu verschlingen. Die Botschaft ist klar: Wir kommen nicht zum Spielen, wir kommen zum Gewinnen.

Unter dem 22-Liter-Tank schlägt ein V-Twin mit 999 cm3, ausgelegt auf ein Verdichtungsverhältnis von 11.5:1, der 98 PS bei 8500 U/min leistet und vor allem 95 Nm Drehmoment bereits ab 6000 Touren bereitstellt. Das ist temperamentvoll, fast schon aggressiv für eine Reiseenduro. Zum Vergleich: Die BMW R 1200 GS derselben Ära bot einen runderen, gemütlicheren Charakter. Hier drückt der österreichische Twin kräftig, mit einer kurzhubtypischen Bohrung von 101 mm bei einem Hub von 62.5 mm, was den klaren Willen zur Drehfreude verrät. Das Sechsganggetriebe mit Kettenantrieb unterstreicht die sportliche Ausrichtung des Projekts, während München auf einen tourentauglicheren Kardanantrieb setzte. KTM steht dazu: Diese Abenteurerin hat Temperament.
Der Gitterrohrrahmen aus Chromoly, leicht und steif, trägt dazu bei, das Trockengewicht auf 199 kg zu halten. Das ist beachtlich für eine Maschine dieser Größenordnung. Die WP-Federelemente, eine 48-mm-Upside-Down-Gabel vorne und ein PDS-Zentralfederbein mit hydraulischer Vorspannung hinten, bieten großzügige Federwege, die nicht nur zur Zierde da sind. Die Bodenfreiheit von 296 mm spricht für sich: Dieses Motorrad ist dafür gebaut, dort durchzukommen, wo andere aufgeben. Die Reifendimensionen 90/90-21 vorne und 150/70-18 hinten bekräftigen diese Offroad-Berufung, mit Maßen, die das Aufziehen echter Stollenreifen ohne Bastelei ermöglichen. Die auf 895 mm thronende Sitzbank verlangt allerdings nach langen Beinen. Kleinere Staturen müssen sich arrangieren oder in eine tiefergelegte Sitzbank investieren.

Auf der Straße erweist sich die KTM 990 Adventure S als agiler als die japanische Konkurrenz jener Zeit, allen voran die Suzuki V-Strom 1000, die gediegenen Komfort dem Engagement vorzog. Die Bremsanlage mit doppelten Scheiben vorne und einer einzelnen Scheibe hinten erledigt ihre Arbeit ohne besondere Genialität, bleibt aber für den angestrebten Mischeinsatz wirkungsvoll. Der Radstand von 1570 mm sorgt für beruhigende Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten, wobei die Höchstgeschwindigkeit mit 210 km/h angegeben wird. Ausreichend für Autobahnpassagen zwischen zwei Pisten, ohne den Anspruch zu erheben, einem Roadster in dieser Disziplin Konkurrenz zu machen.

Zum Verkaufspreis von 12 990 Euro bei Markteinführung positionierte sich die Maschine als glaubwürdige Alternative zur bayerischen Königin, mit einem Mehr an Seele und Geländetauglichkeit. Sie richtet sich an Reisende, die der zerfurchten Piste nicht ausweichen wollen, an Abenteurer, die ein Motorrad suchen, das morgens schnell über Asphalt rollen und nachmittags eine Furt durchqueren kann. Keine Anfängermaschine, ganz klar. Der Fahrer, der das Beste aus ihr herausholt, ist derjenige, der bereits einige tausend Kilometer Schotter in den Rädern hat. Für alle anderen stellte die Standardversion, weniger scharf abgestimmt, einen sanfteren Einstieg dar. Die 990 Adventure S – das ist KTMs Ansage an die Welt der Reiseenduros: Komfort ist schön und gut, aber echtes Abenteuer will verdient sein.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
- Pays de fabrication : Autriche
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