Schlüsselleistung

98 ch
Leistung
🔧
999 cc
Hubraum
🏎️
210 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
915 mm
Sitzhöhe
22.0 L
Tankinhalt
💰
12 990 €
Neupreis
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Technische Daten

Changements 2006 2007
Drehmoment
95.0 Nm @ 6000 tr/min 95.0 Nm @ 6500 tr/min
Verdichtungsverhältnis
11.5:1 11.5 : 1
Bohrung × Hub
101.0 x 62.5 mm (4.0 x 2.5 inches) 101.0 x 62.4 mm (4.0 x 2.5 inches)
Kraftstoffsystem
Carburettor. Mikuni BST 40 Carburettor. Mikuni BST 40
Steuerung
Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
Zündung
Denso battery ignition Kokusan digital DC-CDI
Kupplung
Wet multi-disc clutch, operated hydraulically
Vorderradaufhängung
WP-USD 48 mm (1.89 inches) WP USD
Hinterradaufhängung
WP-PDS shock absorber with hydr. spring preload WP monoshock PDS with hydr. spring preload
Federweg vorne
300 mm (11.8 inches) 115 mm (4.5 inches)
Federweg hinten
335 mm (13.2 inches) 185 mm (7.3 inches)
Sitzhöhe
895.00 mm 915.00 mm
Bodenfreiheit
296.00 mm 316.00 mm
Breite
990.00 mm

Motor

Hubraum
999 cc
Leistung
98.0 ch @ 8500 tr/min (70.5 kW)
Drehmoment
95.0 Nm @ 6500 tr/min
Motortyp
Twin, four-stroke
Kühlung
Liquid
Verdichtungsverhältnis
11.5 : 1
Bohrung × Hub
101.0 x 62.4 mm (4.0 x 2.5 inches)
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
2 ACT
Kraftstoffsystem
Carburettor. Mikuni BST 40
Steuerung
Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
Schmierung
Pressure lubrication
Zündung
Kokusan digital DC-CDI
Starter
électrique

Fahrwerk

Rahmen
Tubular chromoly space frame, powder-coated
Getriebe
6-speed
Endantrieb
Chain   (final drive)
Vorderradaufhängung
WP USD
Hinterradaufhängung
WP monoshock PDS with hydr. spring preload
Federweg vorne
115 mm (4.5 inches)
Federweg hinten
185 mm (7.3 inches)

Bremsen

Vorderradbremse
Double disc
Hinterradbremse
Single disc
Vorderreifen
90/90-21
Vorderreifendruck
2.40 bar
Hinterreifen
150/70-18
Hinterreifendruck
2.60 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
915.00 mm
Sitztyp
Selle biplaces
Radstand
1570.00 mm
Bodenfreiheit
316.00 mm
Tankinhalt
22.00 L
Trockengewicht
199.00 kg
Neupreis
12 990 €

Übersicht

Wer konnte 2007 ernsthaft den Anspruch erheben, es mit der BMW R 1200 GS im Segment der hubraumstarken Reiseenduros aufzunehmen, ohne sich mit einer Statistenrolle zu begnügen? KTM, natürlich. Mit der 990 Adventure S begnügte sich der österreichische Hersteller nicht damit, eine Alternative anzubieten. Er legte ein gewichtiges Argument auf den Tisch, oder besser gesagt ein leichtgewichtiges: 199 kg trocken, während die Bayerin gut zwanzig Kilo mehr auf die Waage brachte. Das ist kein Detail, wenn es um Maschinen geht, die den Asphalt verlassen sollen.

KTM 990 Adventure S

Unter dem Gitterrohrrahmen aus Chromoly liefert der LC8-Twin mit 999 cm³ Hubraum 98 PS bei 8500 U/min und vor allem 95 Nm Drehmoment ab 6500 Touren. Diesen Motor kennt man – es ist der der Super Duke, nur dezent auf Abenteuer umkalibriert. Er schiebt kräftig an, vibriert ein wenig, er hat Charakter. Das Ansprechverhalten am Gasgriff bleibt direkt, manchmal sogar etwas ruppig im ersten und zweiten Gang. Die sechs Gänge und der Kettenantrieb verraten die KTM-Philosophie: Leistung zuerst, Komfort danach. Die Wahl der Kette statt eines Kardans ist ein bewusster Kompromiss. Weniger Gewicht, mehr Wartungsaufwand. Jeder muss selbst entscheiden, wo er die Prioritäten setzt.

Das Fahrwerk war eine Klasse besser als das, was die japanische Konkurrenz damals zu bieten hatte. Die WP-Federelemente – Upside-down-Gabel vorne und PDS-Zentralfederbein mit hydraulischer Vorspannung hinten – bieten großzügige Federwege und ein gutmütiges Verhalten auf ramponierten Pisten. Die Bodenfreiheit von 316 mm erlaubt Passagen, die kaum eine andere Reiseenduro dieser Hubraumklasse ohne Hintergedanken in Angriff nehmen kann. Die Felgen in 21 Zoll vorne und 18 Zoll hinten unterstreichen die Geländeberufung. Von einer verkleideten Straßenenduro ist man hier weit entfernt. Allerdings nimmt die Sitzhöhe von 915 mm eine natürliche Auslese vor. Unter einem Meter fünfundsiebzig empfiehlt es sich, Stiefel mit dicker Sohle einzuplanen oder einen Besuch beim Sitzbank-Spezialisten für eine abgeflachte Sitzbank.

KTM 990 Adventure S

Der 22-Liter-Tank ermöglicht vernünftige Etappen, auch wenn sich der österreichische Twin durstiger zeigt als ein deutscher Boxer, sobald man kräftig am Gasgriff dreht. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h ist bei diesem Maschinentyp nebensächlich, zeugt aber vom Potenzial des Motors. Auf der Autobahn hält die KTM 990 Adventure S problemlos mit, auch wenn der Windschutz im Vergleich etwa zu einer Triumph Tiger 1050 noch Verbesserungspotenzial bietet. Die Bremsanlage mit Doppelscheibe vorne und Einzelscheibe hinten erweist sich als wirkungsvoll, ohne jedoch so bissig zuzupacken, wie man es von einer Maschine mit dem Stempel Ready to Race erwarten würde.

KTM 990 Adventure S

Zum damaligen Preis von 12.990 Euro war die Rechnung gesalzen, aber gerechtfertigt durch eine überdurchschnittliche Serienausstattung und echte Offroad-Fähigkeiten – nicht bloß durch einen Aufkleber auf dem Tank suggeriert. Die 990 Adventure S richtete sich an anspruchsvolle Globetrotter, an jene, die eine Maschine wollen, die Marokko durchqueren und anschließend über die Autobahn nach Hause fahren kann, ohne das Gefährt zu wechseln. Keine Reiseenduro für Anfänger, keine reinrassige Enduro. Ein Reisewerkzeug, zugeschnitten auf alle, die sich weigern, zwischen Piste und Straße zu wählen – mit jenem Extraportion Charakter, die nur ein österreichischer Twin zu bieten weiß.

Serienausstattung

  • Assistance au freinage : ABS de série

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A
  • Pays de fabrication : Autriche

Indikatoren & Einordnung

🔧
Hubraumleistung
96.7 ch/L
In der Kategorie Enduro / offroad · Hubraum 500-1998cc (1196 verglichene Motorräder)
Leistung 97 ch Top 18%
27 ch Median 58 ch 111 ch

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