Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 293 cc
- Leistung
- 49.0 ch (36.0 kW)
- Drehmoment
- 43.8 Nm
- Motortyp
- Monocylindre, 2 temps
- Kühlung
- liquide
- Bohrung × Hub
- 72 x 72 mm
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 39 mm
- Starter
- électrique
Fahrwerk
- Rahmen
- Cadre central à double berceau 25CrMo4 en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 48 mm XACT, déb : 300 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur XPLOR, déb : 310 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 260 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 90/90-21
- Hinterreifen
- 140/80-18
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 963.00 mm
- Tankinhalt
- 9.00 L
- Gewicht
- 105.90 kg
- Neupreis
- 12 800 €
Übersicht
Wenn Felsen zu senkrechten Wänden werden und der Schlamm die Räder bis zur Nabe verschluckt, bleiben nur wenige Maschinen übrig, die mit den besten Fahrern der Welt Schritt halten können. Die 2026er Version der KTM 300 EXC HardEnduro gehört zu diesen seltenen Werkzeugen, die für das Extrem konzipiert wurden, nicht für den Sonntagsausflug. Zu einem Preis von 12 800 Euro richtet sie sich an ein präzises Publikum, erfahrene Rider, die wissen, was sie suchen, und die es nicht jedem recht machen wollen.

Unter der leuchtend orangefarbenen Verkleidung, die in diesem Jahr durch eine ausgeprägtere Schwarz-Weiß-Palette ergänzt wird, schlägt ein 293 cc großer Einzylinder-Zweitakter, der 49 PS bei nur 105,9 kg Vollbetankung entwickelt. Dieses Leistungsgewicht ist brutal effizient. Im Vergleich zu einer Sherco 300 SE Racing oder einer Beta RR 300 Racing spielt die KTM auf dem Papier in derselben Liga, kommt jedoch mit einer Serienausstattung, mit der ihre Konkurrentinnen kaum mithalten können. Die invertierte XACT-Telehydraulikgabel mit 48 mm weist 300 mm Federweg auf, der XPLOR-Dämpfer bringt es auf 310 mm. Das ist keine Touring-Federung, sondern Rennsportfederung, direkt aus den Factory-Racing-Programmen entnommen. Die neue Basisventil-Vorspannungseinstellung, die kürzeren und leichteren Federn sowie der neue Druckbehälter ergeben zusammen eine Gewichtsersparnis von 200 Gramm und ein hydraulisches Ansprechverhalten, das besser auf die wiederholten Schläge der Höllenpisten abgestimmt ist.
Die Sitzhöhe von 963 mm lässt keinen Zweifel an den Ambitionen der Maschine. Man befindet sich nicht auf einem Motorrad für einen entspannten Sonntagmorgen. Die Sitzhöhe schließt von vornherein kleinere Fahrer und Anfänger aus, die das Datenblatt schlecht gelesen haben. Die Brembo-Bremsanlage mit einer 260-mm-Scheibe vorne und 220 mm hinten sorgt für eine chirurgische Dosierbarkeit, die unverzichtbar ist, wenn der Untergrund bei jeder Abfahrt unter dem Vorderrad verschwindet. Die Reifen in 90/90-21 vorne und 140/80-18 hinten vervollständigen eine Geometrie, die für Kletterpassagen und Ravinendurchquerungen ausgelegt ist.

Einige technische Details verdienen eine nähere Betrachtung, nicht weil sie revolutionär sind, sondern weil sie zeigen, dass KTM den Fahrern zugehört hat. Die Schutzkappe auf dem CPC-Stecker, im Datenblatt unauffällig, ist im Wettkampf jedoch entscheidend, wo Schlamm überall eindringt. Der Schraubverschluss am Kühlerdeckel ersetzt ein weniger praktisches System, und der nun serienmäßig montierte Kühlerventilator verhindert eine Überhitzung beim Tragen der Maschine oder bei langsamen technischen Anstiegen. Diese Anpassungen mögen im Redaktionsbüro geringfügig erscheinen, sie machen in einem felsigen Couloir auf 1 800 Metern Höhe einen echten Unterschied.

Die eigentliche Debatte rund um diese Maschine dreht sich nicht darum, ob sie es kann – das kann sie ohne Diskussion. Die Frage ist, ob es ihr Käufer auch kann. Auf diesem Spezialisierungsniveau bietet sie dank einer Euro-5+-Homologation, die das legale Fahren auf der Straße erlaubt, auf dem Papier eine überraschende Vielseitigkeit, doch ihr Charakter bleibt entschieden auf das Extrem ausgerichtet. Der Fahrer, der ein vielseitiges Enduro für eine Mischung aus Gelände und Straße sucht, ist anderswo besser aufgehoben, vielleicht bei der 300 EXC Standard mit weniger radikalen Einstellungen. Wer hingegen eine Maschine möchte, die direkt der Genetik der weltweiten Hard-Enduro-Wettbewerbe entstammt und kompromisslos angreifen kann, findet hier genau das, was er sucht. Nicht mehr, nicht weniger.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
- Pays de fabrication : Autriche
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