Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 205.0 ch @ 13500 tr/min (150.8 kW)
- Drehmoment
- 114.7 Nm @ 11500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13 : 1
- Bohrung × Hub
- 76 x 55 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 47 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre périmétrique en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée BPF Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 114 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 330 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 204.00 kg
- Neupreis
- 26 849 €
Übersicht
Was treibt Kawasaki dazu, eine noch schärfere Version einer Maschine anzubieten, die bereits für die WorldSBK geschliffen wurde? Die Antwort liegt in ein paar Gramm Titan, einem Auspuff von Akrapovič und einer Besessenheit für die Rundenzeit. Die Ninja ZX-10RR Performance 2019 ist keine Revolution, sondern Feinarbeit an einer ohnehin schon beeindruckenden Basis. Der Reihenvierzylinder mit 998 cc wurde grundlegend überarbeitet: Fingerfolger-Ventilsteuerung, leichtere Titan-Pleuel, neu konstruierte Kurbelwelle. Der Motor dreht höher, flirtet mit 15 000 U/min und liefert 205 PS bei 13 500 Touren. Das Drehmoment klettert auf 114,7 Nm bei 11 500 U/min. Mit einem Verdichtungsverhältnis von 13:1 und einer ultrakurzen Bohrung-Hub-Kombination von 76 x 55 mm bewegen wir uns eindeutig im Territorium eines Rennmotors, der für die Straße gerade eben zivilisiert wurde.

Das Suffix „Performance" rechtfertigt sich hauptsächlich durch einen werkseitig montierten Akrapovič-Schalldämpfer. Seien wir ehrlich: Der Zugewinn an reiner Leistung bleibt nebensächlich. Das Interesse liegt woanders. Knapp ein Kilo weniger an der Auspuffanlage, ein raues, metallisches Klangbild, das einem ein breites Grinsen ins Helminnere zaubert, und eine aggressivere Linie als der Serienauspuff. Es ist eher eine Würze als ein Hauptgericht. Man hätte sich gewünscht, dass Kawasaki die Logik weiterführt – mit einer Racing-Scheibe, Handprotektoren oder einstellbaren Rückverlegungen. Bei einem Preis von 26 849 Euro darf man durchaus etwas mehr Großzügigkeit bei der Ausstattung erwarten.
Was die ZX-10RR wirklich von der „einfachen" ZX-10R unterscheidet, sind die geschmiedeten Marchesini-Felgen und die spezifische Fahrwerksabstimmung. Die 43-mm-USD-Gabel mit BPF-Technologie bietet 120 mm Federweg, das hintere Federbein 114 mm. Das Ganze ist auf einen konsequenten Rennstreckeneinsatz abgestimmt, mit einem Aluminium-Brückenrahmen, der in Sachen Steifigkeit und Präzision eine Referenz bleibt. Die Bremsen halten dasselbe Niveau: Doppelscheibe mit 330 mm vorne mit radialen Vierkolben-Sätteln, 220-mm-Scheibe hinten. Auf der Waage stehen 204 kg fahrfertig mit einem 17-Liter-Tank. Das ist kein Leichtgewicht im Segment angesichts einer BMW S 1000 RR, die unter 200 kg bleibt, aber die Kawa kompensiert durch eine insgesamt sehr beherrschte Balance.
Im direkten Wettbewerbsumfeld positioniert sich die ZX-10RR Performance als radikalster japanischer Vorschlag. Die Yamaha YZF-R1M setzt auf Elektronik und semiaktive Öhlins-Federelemente, die Honda CBR1000RR-R Fireblade SP sollte erst im Folgejahr erscheinen. Bleibt die Ducati Panigale V4 R, die preislich in einer anderen Liga spielt. Die Kawasaki hat ihren WorldSBK-Palmarès mit Jonathan Rea auf ihrer Seite, bewährte Zuverlässigkeit und einen günstigeren Preis im Vergleich zur Option, die ZX-10RR und den Akrapovič-Schalldämpfer separat zu kaufen. Das ist ein pragmatisches Argument, kein glamouröses, aber es hat den Vorzug zu existieren.
Diese Ninja richtet sich an eine sehr spezifische Zielgruppe: den regelmäßigen Rennstreckenfahrer, der eine straßenzugelassene Maschine mit authentischer Wettbewerbs-DNA will. Mit einer Sitzhöhe von 835 mm, einer reinrassigen Supersport-Ergonomie und einer angekündigten Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h macht sie keinerlei Zugeständnisse an Komfort oder Vielseitigkeit. Sie ist eine Rennstreckenwaffe mit Nummernschild, nicht mehr und nicht weniger.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : Standard sport ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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