Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 649 cc
- Leistung
- 61.0 ch @ 7500 tr/min (44.9 kW)
- Drehmoment
- 62.8 Nm @ 6600 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 83 x 60 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 38 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Périmétrique en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur latéral, déb : 80 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 250 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-18
- Hinterreifen
- 160/60-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 705.00 mm
- Tankinhalt
- 14.00 L
- Neupreis
- 10 990 €
Übersicht
Es gibt Motorräder, die fahren, und andere, die allein auf ihrem Ständer eine Geschichte erzählen. Die H1 500 Mach III gehört zur zweiten Kategorie. Diese Kawasaki-Triple aus den 70er-Jahren, unkontrollierbar und berauschend, hat sich einen anrüchigen Ruf aufgebaut, den heutige Hersteller nicht mehr für sich beanspruchen würden. Genau dieses Gespenst hat der italienische Umrüster Mr Martini 2016 beschlossen heraufzubeschwören, indem er eine Vulcan 650 S als Basis nahm — ein modernes, zugängliches, absolut braves Custom-Modell — und ihr die visuelle Seele einer Epoche einpflanzte, in der Motorräder offen gefährlich waren.

Das Ergebnis heißt Vulcan 70, und es ist eine bewusste Stilübung. Vierundzwanzig spezifische Teile wurden entworfen und gefertigt, um die Silhouette des kleinen Kawa-Customs zu verwandeln. Es geht nicht um ein simples Umstyling mit Aufklebern: neu gestalteter Tank in dem ikonischen Grün der H2B von 1974 oder dem tiefen Bordeauxrot der H2C von 1975, schwarze oder beige gesteppte Sitzbank je nach gewählter Farbe, runder Scheinwerfer, Rücklicht und verchromte Blinker im Retrostil, Roadster-Lenker, neu gestaltete Fußrasten, Auspuffanlage von Zard und kleine Seitenplatten mit dem Stempel „Vulcan 70". Die Stimmigkeit ist vorhanden, die Sorgfalt ebenfalls. Für diejenigen, die noch weiter gehen möchten, bietet Mr Martini optional Speichenfelgen von Kineo, Gabelfaltenbalg, runde Rückspiegel und ein verchromtes Vorderradschutzblech an. An diesem Punkt wird die Verwandtschaft mit den Legenden aus Akashi schwer zu leugnen.
Die Produktion ist bewusst exklusiv gehalten: hundert nummerierte Exemplare, nicht mehr. Das Kit wird für 3.500 Euro berechnet, zuzüglich der 10.990 Euro für das Basismodell. Und man muss nach Italien reisen, um zu bestellen, da kein französischer Vertrieb geplant ist. Das ist der Preis der Exklusivität und auch der einer Positionierung, die sich klar an ein Publikum von Kennern richtet, die Motorradkultur ebenso schätzen wie die Empfindungen am Lenker. Dies ist kein Motorrad für nervöse Anfänger oder Tourenfahrer auf der Suche nach komfortablem Kilometerfressen. Es ist eine Maschine für diejenigen, die genau wissen, was sie kaufen.
Unter der Verkleidung bleibt der parallele Zweizylinder mit 649 cc unverändert. Seine 61 PS bei 7.500 U/min und 62,8 Nm Drehmoment bei 6.600 U/min werden niemals denselben unkontrollierbaren Adrenalinstoß auslösen wie der rauchende Dreizylinder von damals. Die Sitzhöhe von 705 mm bleibt zugänglich, die 41-mm-Telegabelhydraulik und der seitliche Monodämpfer erledigen ihre Arbeit ohne Anspruch, und das Sechsganggetriebe läuft geschmeidig. Es ist eine gesunde, berechenbare Basis, die ein entspanntes Fahren erlaubt, wo die originale H1 einen ständig auf der Hut hielt. Die 300-mm-Vorderbremse mit Doppelkolbensattel sorgt für dramatfreies Verzögern, das alles bei einer angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Weit entfernt von den selbstmörderischen Schauern der Siebzigerjahre — und das ist wahrscheinlich gut so.
Die Vulcan 70 will kein Leistungsmotorrad sein. Sie will ein begehrenswertes Objekt sein, ein Stück Motorradkultur im fahrbereiten Gewand. In genau diesem Bereich ist die Arbeit von Mr Martini schwer zu beanstanden. Die direkten Konkurrenten im Custom-650-cc-Segment — die Honda CB650R, die Royal Enfield Meteor 500 — bieten in Sachen historischer visueller Identität nichts Vergleichbares. Sie sind modern, manchmal hübsch, aber sie haben keine Legende, die sie beschwören könnten. Die Vulcan 70 hingegen trägt auf ihrem Tank sechzig Jahre Kawasaki-Mythologie, und das sieht man auf den ersten Blick.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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