Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 120.0 ch (88.3 kW) → 125.0 ch @ 7750 tr/min (91.9 kW)
- Drehmoment
- 117.7 Nm @ 6000 tr/min → 119.6 Nm @ 6000 tr/min
- Sitzhöhe
- 780.00 mm → 805.00 mm
Motor
- Hubraum
- 1203 cc
- Leistung
- 125.0 ch @ 7750 tr/min (91.9 kW)
- Drehmoment
- 119.6 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 102 x 73.6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 60 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- cadre treillis tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 265 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 805.00 mm
- Tankinhalt
- 13.00 L
- Gewicht
- 237.00 kg
- Trockengewicht
- 223.00 kg
- Neupreis
- 17 190 €
Übersicht
Wer hätte vor zehn Jahren darauf gewettet, dass Indian einen Roadster auf den Markt bringen würde, der mit einem 1203-cc-V-Twin, gebaut für den Asphalt, an der 230-km/h-Marke kratzen kann? Die Marke aus Springfield hat lange das Image des gemütlichen Cruisers gepflegt, ganz Chrom und träge Hubraumriesen. Die Indian FTR 1200 Sport hat dieses Klischee gesprengt. Geboren aus dem Flat-Track-Geist, der die amerikanischen Ovale beseelt, spielt diese Maschine weder in der Liga der europäischen Streetfighter noch der überdrehten japanischen Roadster. Sie geht ihren eigenen Weg, irgendwo zwischen stilisiertem Dirt-Track und nervösem Urban-Roadster, mit einer Persönlichkeit, die sonst niemand auf dem Markt bietet.

Dieser Test der Indian FTR 1200 Sport Jahrgang 2024 offenbart allerdings eine eher überschaubare Weiterentwicklung gegenüber der früheren Version S. Der Übergang von der einen zur anderen gleicht eher einem Garderobenwechsel als einem mechanischen Eingriff. Ein Windschild ersetzt die Gabelverkleidung, eine Sozius-Rückenlehne und ein Motorspoiler kommen hinzu, die Kühlerblenden erhalten ein neues Design, der Tank bekommt eine überarbeitete Linienführung. Das Ganze schlägt mit fünf Kilogramm mehr auf der Waage zu Buche und bringt das Gewicht vollgetankt auf 237 kg. Nichts Dramatisches für eine Maschine dieser Klasse, aber von einer tiefgreifenden Überarbeitung kann man eindeutig nicht sprechen. Die amerikanischen Hersteller haben diese Angewohnheit, Neues aus nahezu Identischem zu machen, während eine Triumph Speed Triple oder eine Ducati Monster ihre Kopie von Grund auf überarbeitet hätte, um einen neuen Namen zu rechtfertigen.
Unter dem Stahlrohr-Gitterrahmen behält der 60°-V-Twin seine gewichtigen Argumente. Die 125 PS bei 7750 U/min und vor allem die 119,6 Nm Drehmoment, die bereits ab 6000 Touren anliegen, bieten kräftige Zwischenspurts und einen kernigen Motorcharakter. Das Verdichtungsverhältnis von 12,5:1, kombiniert mit einer Bohrung von 102 mm bei einem Hub von 73,6 mm, bestätigt die sportliche Berufung des Aggregats. Dieser Twin drückt kräftig im mittleren Drehzahlbereich, dort wo ein Alltagsfahrer den Großteil seiner Zeit verbringt. Das Sechsganggetriebe und der Kettenantrieb erledigen ihren Job ohne Überraschungen. Zu bemerken ist allerdings, dass die FTR-Baureihe 2024 von einer neuen Kupplung und einer neu kalibrierten Bremsanlage mit mehr Biss profitiert. Die radial montierten Brembo-Sättel mit ihren Vierkolben-Zangen an den beiden vorderen 320-mm-Scheiben sind nicht nur zur Zierde da.
Die Bordelektronik holt den Rückstand auf, den man den Amerikanerinnen einst vorwarf. Schräglagenabhängige Traktionskontrolle und ABS, Trägheitsplattform, Anti-Wheelie, Tempomat, drei Motorkennfelder: der Katalog ist komplett. Das neue runde 101-mm-TFT-Display, gekoppelt mit dem RideCommand-System, ermöglicht die Smartphone-Verbindung und die Anzeige der GPS-Navigation. Das ist sauber, funktional, auf dem Niveau dessen, was die europäische Konkurrenz bietet. Die 43-mm-Upside-down-Gabel und das Federbein, beide auf 120 mm Federweg abgestimmt, eignen sich für den Straßen- und Stadtgebrauch. Suchen Sie kein Rennstreckenspielzeug mit einer Sitzhöhe von 805 mm und einem 13-Liter-Tank: Die Reichweite bleibt bescheiden, und die Bestimmung ist der tägliche Fahrspaß, die Sonntagstour, die Fahrt im Stadtumland, bei der man Freude haben will.
Bleibt die Frage des Preises. Mit einem Preis von 17 190 Euro positioniert sich die Indian FTR 1200 Sport gegenüber Referenzen wie der Triumph Speed Triple 1200 RS oder der Ducati Monster SP, die überlegene Fahrwerksleistungen und geringere Gewichte bieten. Der Preis für Originalität und amerikanisches Charisma will bezahlt sein. Wer einen Roadster sucht, der keinem anderen gleicht, mit einem großzügigen Motorcharakter und der Anmutung eines Prärierennfahrers, für den bleibt die FTR eine Herzens- mehr als eine Vernunftentscheidung. Für Motorradfahrer, die der europäischen und japanischen Rezepte überdrüssig sind, ist das vielleicht genau der Punkt.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en curvas
- Nombre de mode de conduite : 3
- Taille de l'écran TFT couleur : 10,16 cm / 4 pouces
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Bluetooth
- Prise USB
- Contrôle de traction
- Contrôle anti wheeling
- Embrayage anti-dribble
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!