Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1834 cc
- Leistung
- 126.0 ch (92.7 kW)
- Drehmoment
- 181.4 Nm @ 3800 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.4 : 1
- Bohrung × Hub
- 110 x 96,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 52 mm
- Euro-Norm
- Euro 5+
Fahrwerk
- Rahmen
- en aluminium moulé
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 114 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/60-19
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/60-16
- Hinterreifendruck
- 2.83 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 672.00 mm
- Tankinhalt
- 22.70 L
- Gewicht
- 382.00 kg
- Trockengewicht
- 366.00 kg
- Neupreis
- 33 390 €
Übersicht
Als Springfield beschließt, seine emblematische Reisemaschine zu transformieren, würde man eine Facelifting-Maßnahme erwarten, ein paar Pixel mehr auf dem Bildschirm, eine neue Farbe, um den Jahrgang 2025 zu rechtfertigen. Indian hat etwas anderes gemacht. Die Chieftain bekommt einen neuen Motor, einen neuen Rahmen, eine neue Seele. Bei 33.390 Euro ist der Preis gesalzen, aber der Inhalt hat sich grundlegend verändert.

Beginnen wir mit dem, was auffällt, noch bevor man den Schlüssel dreht. Die Silhouette bleibt dem amerikanischen Bagger-Erbe treu: imposante Masse vorne, fließende Linie nach hinten, integrierte Verkleidung, die die Seitenkoffer einschließt. Das Lichtmodul wurde überarbeitet, die Lufteinlässe neu gestaltet, die Front leicht umstrukturiert. Es ist das dritte Mal, dass Indian das Gesicht seiner Chieftain seit 2014 überarbeitet, und diese Version 2025 gewinnt an Charakter, ohne ihre DNA zu verraten. Nichts Revolutionäres beim Styling, aber auch nichts zu beanstanden.
Das eigentliche Erdbeben ist mechanischer Natur. Der Thunderstroke, jener luftgekühlte V-Twin, dessen verchromte Kühlrippen die Geschichte laut erzählten, hat dem PowerPlus Platz gemacht. Gleiche V-Konfiguration mit 60 Grad, aber die Welt hat sich verändert. Flüssigkühlung, doppelte obenliegende Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder, 1834 cm³ aus 110 mm Bohrung bei 96,5 mm Hub. Die Challenger hatte ihn 2020 mit 1769 cm³ eingeführt; Indian hat ihn für diesen Anlass aufgebohrt. Das Ergebnis: 126 PS gegenüber 90 PS beim alten Triebwerk, und 181,4 Nm bei 3800 U/min. Das Drehmoment kommt früh, die Leistung baut überzeugend auf, das Gefühl ist moderner, linearer, weniger rau. Manche werden den rauen Charakter des Thunderstroke vermissen. Andere werden es schätzen, nicht mehr mit seinen Lastwechselreaktionen im unteren Drehzahlbereich kämpfen zu müssen. Beide Lager haben recht.
Dieser neue Motor erfordert eine neue Basis. Die Chieftain 2025 teilt nun die Plattform der Challenger, ihrer sportlichen großen Schwester: Rahmen aus Aluminiumguss, umgekehrte Telegabel mit 43 mm Durchmesser, Brembo-Bremsen mit zwei 320-mm-Scheiben vorne und Vierkolben-Bremssätteln, 300-mm-Scheibe hinten. Der Unterschied zwischen den beiden Maschinen liegt in einem technisch bedeutsamen Detail: An der Chieftain ist die Gabelbrücke fest mit dem Lenkkopf verbunden und dreht sich mit ihm; an der Challenger bleibt sie fest am Rahmen. Dies hat direkte Auswirkungen auf das Kurvenverhalten und das Lenkgefühl. Für den Tourenfahrer, der den Komfort langer Strecken ohne den dynamischen Einsatz eines Sport-Tourers sucht, bleibt die Chieftain die richtige Wahl. Die 382 kg Fahrgewicht erinnern daran, dass dies keine Bergpass-Maschine ist, sondern ein für die Langstrecke gebautes Werkzeug.

Die Elektronik verdient besondere Aufmerksamkeit, denn Indian hat nicht gespart. Drei Fahrmodi, Tempomat, sieben Zoll großer TFT-Farbbildschirm mit dem Ride-Command-System, elektrisch verstellbare Windschutzscheibe, 100-Watt-Audiosystem, Reifendrucküberwachung, Zylinderabschaltung im Stadtverkehr, schlüsselloser Zugang. Und für 2025 vervollständigt ein in den Heckleuchtenträger integriertes Radar die Ausstattung. Toter-Winkel-Erkennung, Warnung vor sich nähernden Fahrzeugen, Notbremsassistenz. Gewissermaßen der Premium-SUV im Zweirad-Segment. Im Vergleich zu einer Honda Gold Wing oder einer Harley-Davidson Road Glide spielt die Chieftain in derselben Liga, mit dem Bonus der neu gewonnenen Leistung und einem etwas niedrigeren Preis als das Milwaukee-Spitzenmodell.

Die Zielgruppe zeichnet sich klar ab: der erfahrene Langstreckenfahrer, gewohnt an kilometerreiche Etappen, der die amerikanische Ästhetik ohne Verzicht auf moderne Effizienz will. Die niedrige Sitzhöhe von 672 mm verbessert die Zugänglichkeit trotz des Formats. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h positioniert die Maschine ehrlich, ohne sportliche Ambitionen. Indian hat eine Chieftain gebaut, die leistungsstärker, besser ausgestattet und technisch ausgereifter als zuvor ist. Sie hat dabei etwas an akustischem und visuellem Charakter eingebüßt. Diesen Kompromiss muss jeder Käufer mit sich selbst aushandeln.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Nombre de mode de conduite : 3
- Volume de rangement : 68 litres
- Taille de l'écran TFT couleur : 17,78 cm / 7 pouces
- ABS Cornering
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Freinage combiné
- Radio
- Bluetooth
- GPS
- Prise USB
- Démarrage sans clé
- Contrôle de traction
- Poignées chauffantes
- Pare brise réglable électriquement
- Valises
- Crash Bars / Top Blocks
- Système radar
- Selle chauffante
- Centrale inertielle
- Surveillance de la pression des pneus
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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