Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 296 cc
- Leistung
- 29.0 ch @ 8500 tr/min (21.3 kW)
- Drehmoment
- 26.5 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.6 : 1
- Bohrung × Hub
- 58 x 56 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 35 mm, déb : 136 mm
- Hinterradaufhängung
- Double amortisseurs, déb : 94,30 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifen
- 120/70-16
- Vorderreifendruck
- 2.00 bar
- Hinterreifen
- 180/55-15
- Hinterreifendruck
- 2.00 bar
Abmessungen
- Tankinhalt
- 12.50 L
- Trockengewicht
- 172.00 kg
- Neupreis
- 4 990 €
Übersicht
Motorrad: Hyosung GV 300 S Bobber (2020)

Stellen Sie sich vor, ein A2-Führerschein verurteilt einen nicht zwangsläufig dazu, ein hochgelegenes Trail-Bike oder einen Roadster mit generischem Aussehen zu fahren. Der Markt für 300 cm³ bietet einige Überraschungen, und die GV 300 S Bobber gehört zu denen, die man vom koreanischen Hersteller Hyosung so nicht unbedingt erwartet hätte. Ein Bobber, also, mit einem echten V-Twin mit 60°, der für weniger als 5.000 Euro angeboten wird. Das Wetteinsatz lohnt sich.
Der erste visuelle Eindruck ist eindeutig: Das Motorrad versucht nicht zu imitieren, sondern nimmt sich selbst in die Hand. Der 12,5-Liter-Tank ist sorgfältig geformt, der Sitz schmiegt sich an die Karosserie, ohne überzubreiten, die Fußrasten liegen genau da, wo sie hingehören, und der seitlich angebrachte Luftfilterkasten erinnert an amerikanische Customs, ohne ins Klischee abzugleiten. Das Ganze wird ausschließlich in mattiertem Schwarz angeboten, was bei der Bestellung jegliche Zögern vermeidet. Die Instrumentierung folgt dieser Logik: ein Zeiger-Drehzahlmesser und ein LCD-Bildschirm für die wesentlichen Informationen. Kein TFT-Color-Display und keine Konnektivität, und das ist für eine Maschine mit so einem ausgeprägten Charakter mehr als in Ordnung.

Unter dieser aufwendig gestalteten Karosserie schlägt ein Motor, der sich von den üblichen Entscheidungen des Segments abhebt. Wo die meisten Hersteller aus Kostengründen auf einen Parallel-Twin gesetzt hätten, hat Hyosung einen V-Twin mit 60° und vier Ventilen pro Zylinder konstruiert. Die 296 cm³ leisten 29 Pferde bei 8.500 U/min und 26,5 Nm Drehmoment bei 6.000 U/min. Diese Zahlen sind keine Sensation, aber die V-Bauweise garantiert eine günstigere Leistungsentfaltung im unteren Drehzahlbereich als ein nervöser Parallel-Twin. Das Sechsganggetriebe erledigt seine Arbeit; man bedauert nur die Wahl der Kette anstelle eines Riemens, der besser zum ästhetischen Positionierung des Motorrads passen würde. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit liegt bei 135 km/h, was der vorgesehenen Nutzung entspricht. Der homologierte Verbrauch von 3,4 Liter pro 100 km ist ein zusätzliches Argument für kleine Budgets.
Das Stahl-Doppelrohrrahmen verdeckt ordentlich den Kühler der Flüssigkeitskühlung, ein technisches Detail, das dem Gesamtbild widersprochen hätte. Der kurze Radstand von 1.428 mm verleiht dem Motorrad eine Wendigkeit, die an einen kompakten Roadster erinnert, was das Fahren in der Stadt erleichtert. Die Federungen, eine 35-mm-Gabel mit 136 mm Federweg vorne und ein Doppel-Stoßdämpfer mit 94 mm hinten, sind angemessen dimensioniert. Große Bitumenwellen sollten vermieden werden, wenn man nicht plötzlich an die Realität zurückgeholt werden möchte. Die gegossenen Aluminiumräder verwenden unübliche Dimensionen, 16 Zoll vorne und 15 Zoll hinten, mit großzügigen Flanken, die kleine Unebenheiten gut filtern. Die Bremsanlage besteht aus einer 270-mm-Scheibe vorne, die von einem Vierkolben-Bremssattel verzögert wird, unterstützt von einer 250-mm-Scheibe hinten, wobei alles von einem ABS gesteuert wird. Es gibt nichts zu beanstanden an der Kohärenz des Ganzen.
Für 4.990 Euro mit zwei Jahren Garantie richtet sich die GV 300 S Bobber an einen bestimmten Personenkreis: den Inhaber eines A2-Führerscheins, der Custom fahren möchte, ohne den Preis einer Harley-Davidson Iron 883 auszugeben oder seinem Scheck einen unbekannten Marke anzuvertrauen. Hyosung hat in Europa eine ziemlich lange Geschichte, was beruhigend ist. Das Ergebnis ist eine ehrliche, ästhetisch gelungene Maschine, die ihre Versprechen einhält, ohne zu sein, was sie nicht ist. Für einen ersten Custom oder für einen entspannten täglichen Gebrauch ist dies eine Wahl, die sich sehen lassen kann.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Jantes aluminium
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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