Schlüsselleistung
Technische Daten
Keine Unterschiede zwischen diesen beiden Baujahren.
Motor
- Hubraum
- 650 cc
- Leistung
- 80.0 ch @ 9000 tr/min (58.8 kW)
- Drehmoment
- 67.7 Nm @ 7500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.4 : 1
- Bohrung × Hub
- 81.5 x 62 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis tubulaire en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 110 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifen
- 120/60-17
- Hinterreifen
- 160/60-17
Abmessungen
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Trockengewicht
- 180.00 kg
- Neupreis
- 5 890 €
Übersicht
Den Hyosung Comet 650 mit der SV650 von Suzuki zu vergleichen, ist eine Übung, zu der Hyosung selbst einlädt, da die Abstammung auf den ersten Blick erkennbar ist. Gleiches nervöses Roadster-Design, gleicher V-Twin mit 90 Grad Hubwinkel, gleiches Rohrskelett – aus Aluminium bei Suzuki, hier aus Stahl. Die koreanische Marke hat sich bei ihrem ersten Mittelklasse-Roadster nicht darum bemüht, das Rad neu zu erfinden, und das ist eine bewusste Entscheidung. Eine Referenz zu kopieren, ist zumindest ein guter Ausgangspunkt.

Wo sich der Comet auf dem Papier von der Konkurrenz abhebt, sind die technischen Daten. Achtzig Pferdestärken bei 9.000 Umdrehungen pro Minute und 67,7 Nm Drehmoment bei 7.500 Umdrehungen pro Minute, alles in einem Gitterrohrrahmen, der nur 180 kg Trockengewicht hat: die Gleichung ist verlockend. Die Upside-Down-Gabel mit 41 mm Durchmesser und die großen Vordiskbremsen signalisieren sportliche Ambitionen, die der Schwingarm, der für diese Leistungsklasse etwas dürr wirkt, im Heck nur schwer bestätigen kann. Ein leichtes Ungleichgewicht zwischen einem soliden Vorderbau und einem weniger überzeugenden Fahrwerksansatz. Man merkt auch, dass die 6-Gang-Schaltung nicht die Präzision der japanischen Mechaniken aufweist, ein Gefühl der Unschärfe bei den Schaltvorgängen, das anspruchsvolle Fahrer schnell nervt.
Im Sattel überrascht die Position durch ihre Eintauchwirkung. Der Lenker zieht den Oberkörper nach vorne, man klammert sich mehr als dass man die Hände auflägt. Die Sitzhöhe ist angemessen, etwa zwanzig Millimeter geringer als die der SV, was die Maschine für einen durchschnittlichen Körperbau zugänglich macht. Das Armaturenbrett wurde offensichtlich mit Nostalgie entworfen: analoge Anzeigen, ein einziger digitaler Tageskilometerzähler. Für diejenigen, die moderne Instrumentierung bei 130 km/h unlesbar finden, ist das eine Qualität. Für andere ist es ein in der Rückschau schwer zu ignorierender Rückstand im Jahr 2005.
In Bewegung offenbart der V-Twin einen ehrlichen Charakter. Er zeigt sich unterhalb der Betriebsdrehzahl etwas lau, gewinnt dann aber über dem Drehzahlbereich an Charakter und Autorität. Der nutzbare Drehzahlbereich ist real, der Motor schreckt weder auf der Autobahn noch auf einer kurvenreichen Strecke. Denn in Kurven hält der Comet, was er verspricht: stabil, präzise bei hohen Geschwindigkeiten, er erweist sich sogar als beruhigender als die Suzuki in schnellen Übergängen. Die Bremsleistung ist kraftvoll und progressiv, ohne unerwartete Überraschungen. Die Verarbeitung verrät keine Sparmaßnahmen: sorgfältige Lackierung, korrekte Ausrüstung und serienmäßige Pirelli Diablo Reifen, die mehr verdienen, als sie von der etwas trägen Lenkung zurückbekommen.
Das eigentliche Hindernis dieses Comet ist nicht technischer Natur. Hyosung hat noch keinen Ruf, Motorräder aufgrund ihres Logos zu verkaufen. Im Jahr 2005 ist die koreanische Marke für die meisten europäischen Motorradfahrer noch unbekannt, und die Frage der langfristigen Zuverlässigkeit stellt sich. Dennoch ist das Verkaufsargument unschlagbar: 5.890 Euro, das sind 700 Euro weniger als die ihn inspirierende SV. Für einen Fahrer, der einen vielseitigen Roadster ohne Rennstreckenanspruch sucht, der 210 km/h auf der Autobahn fahren und in einem Pass die Ellbogen einsetzen kann, verdient der Comet definitiv eine ernsthafte Prüfung. Der Markenimage baut sich mit der Zeit auf. Und der Preis ist sofort da.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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