Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1833 cc
- Leistung
- 126.0 ch @ 5500 tr/min (92.7 kW)
- Drehmoment
- 169.7 Nm @ 4500 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 73 x 73 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 50 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre alu, type Diamant
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche quadrilatère double bras longitudinaux
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 6 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 316 mm, étrier 3 pistons
- Vorderreifen
- 130/70-18
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 200/55-16
- Hinterreifendruck
- 2.80 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 745.00 mm
- Tankinhalt
- 21.10 L
- Gewicht
- 365.00 kg
- Neupreis
- 25 999 €
Übersicht
Wer hätte gedacht, dass Honda es eines Tages wagen würde, die Gold Wing auf Diät zu setzen? Mit dieser GL 1800 Jahrgang 2018 in der Bagger-Version schlägt der japanische Hersteller ein neues Kapitel in der Geschichte seines legendären Tourers auf. Schluss mit dem bis zur Reling beladenen Ozeanriesen. Die Gold Wing ohne den Zusatz „Tour" präsentiert sich fortan ohne Topcase, mit schlankerem Profil und muskulöser Silhouette. Eine Verwandlung, die die Karten gegenüber der BMW K 1600 GT und anderen Kolossen des Asphalts neu mischt.

Unter der neu gestalteten Verkleidung hat der Boxermotor mit 1833 cc eine umfassende Verjüngungskur durchlaufen. Die Ingenieure behielten die Boxerarchitektur und die quadratische Bohrung-Hub-Kombination von 73 x 73 mm bei, verdoppelten jedoch die Anzahl der Ventile auf vier pro Zylinder. Ergebnis: 126 PS bei 5500 U/min und vor allem 169,7 Nm Drehmoment bereits bei 4500 Touren. Der Motor hat über sechs Kilo verloren und acht PS gegenüber der Vorgängergeneration gewonnen. Auf dem Papier ist das keine Revolution, aber der Honda-Sechszylinder hat nie den Krieg der Zahlen mit dem bayerischen Reihensechser gesucht. Er setzt auf Geschmeidigkeit, diese mechanische Rundheit, die einen vorwärtsschiebt, ohne je den Ton zu erheben. Das Schaltgetriebe wächst auf sechs Gänge, der Kardanantrieb bleibt treu auf seinem Posten, und ein elektrischer Rückwärtsgang erleichtert das Rangieren, wenn die 365 kg vollgetankt an die Realität abschüssiger Parkplätze erinnern.
Vier Fahrmodi – Tour, Sport, Econ und Rain – formen den Charakter der Maschine neu, indem sie gleichzeitig auf das Gasansprechverhalten, die Bremsverteilung und die Straffheit der Federung einwirken. Denn die große Neuheit beim Fahrwerk ist diese Viergelenk-Gabel, inspiriert von Doppelarm-Systemen, in der Tradition dessen, was BMW mit seinem Duolever an den K-Serien anbietet. Montiert an einem Aluminium-Doppelrohrrahmen in Diamant-Bauweise, verwandelt sie das Verhalten der Vorderachse. Die Gold Wing lässt sich mit einer für ihre Ausmaße verblüffenden Leichtigkeit lenken. Die Bremsanlage folgt derselben Premium-Logik mit zwei 320-mm-Scheiben, die von radialen Sechskolben-Sätteln vorne gepackt werden, und einer 316-mm-Scheibe hinten. Die Sitzbank, auf nur 745 mm Höhe, macht die Maschine trotz ihrer Leibesfülle zugänglich. Gegenüber der alten F6B mit ihren 384 kg hat die Kur 19 Kilo eingespart. Das mag bescheiden klingen, aber tragen Sie mal eine Stunde lang einen Sack Zement – dann verstehen Sie den Unterschied.
Bei der Ausstattung hat Honda seinen technologischen Rückstand mit einem einzigen Federstrich aufgeholt. Sieben-Zoll-TFT-Farbdisplay, Apple CarPlay, Smart Key, Berganfahrhilfe, Tempomat, Voll-LED-Beleuchtung, Bluetooth-Konnektivität. Ergänzt wird das Ganze durch zwei analoge Rundinstrumente, die eine visuelle Verbindung zur Tradition bewahren. Der 21,1-Liter-Tank verliert vier Liter gegenüber der Vorgängerversion, doch der gesenkte Verbrauch dürfte eine ordentliche Reichweite gewährleisten. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 180 km/h abgeriegelt, was die Ambitionen dieser Honda klar einordnet. Hier geht es nicht um reine Leistung, sondern um Komfort in Bewegung.
Das eigentliche Thema dieser Gold Wing Bagger ist ihre Positionierung. Mit nur 30 Litern pro Seitenkoffer wird sie nie die Tour-Version ersetzen, wenn es darum geht, große Strecken zu verschlingen. Sie zielt auf den leichten Reisenden, den, der übers Wochenende aufbricht, ohne das ganze Haus mitzunehmen. Mit 25 999 Euro bleibt sie eine beträchtliche Investition, aber günstiger als die Tour-DCT-Version. Für den Motorradfahrer, der die Kultiviertheit des Honda-Boxers in einem weniger wuchtigen, weniger feierlichen Format sucht, hält diese GL 1800 Bagger ihr Versprechen. Sie hat ihren Limousinenanzug gegen den einer lässigen GT eingetauscht. Nicht jeder wird darin sein Glück finden, aber wer eine Gold Wing suchte, die sich mit einem Hauch von Leichtigkeit durchschlängeln kann, hält endlich seine Maschine in den Händen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Bluetooth
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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