Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1868 cc
- Leistung
- 89.0 ch @ 5020 tr/min (65.5 kW)
- Drehmoment
- 157.9 Nm @ 3250 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 102 x 114 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 49 mm, déb : 117 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 55 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 130/60-19
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/65-18
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 695.00 mm
- Tankinhalt
- 22.70 L
- Gewicht
- 387.00 kg
- Trockengewicht
- 371.00 kg
- Neupreis
- 29 590 €
Übersicht
Knapp 390 Kilogramm auf der Waage, ein V-Twin mit 1868 cm3, der ab 3250 U/min satte 158 Nm Drehmoment liefert, und eine Verkleidung in Haikopf-Optik, die man unter Tausenden wiedererkennt. Die Harley-Davidson Road Glide Special Jahrgang 2021 spielt nicht in der Liga der Zurückhaltenden. Sie dominiert, Punkt. Dieser amerikanische Bagger pflegt seinen Status als Asphalt-Dampfer mit einer Selbstsicherheit, die an Arroganz grenzt. Und dennoch hat Milwaukee hinter der Masse und der Attitüde genug Technologie untergebracht, damit diese Touring nicht bloß eine Stilübung auf zwei Rädern bleibt.

Der Milwaukee Eight 114 mit seinen vier Ventilen pro Zylinder und einer Bohrung von 102 mm hat den 107er bereits 2019 abgelöst. Der Zugewinn ist über den gesamten Drehzahlbereich spürbar. Die angegebenen 89 PS wirken auf dem Papier bescheiden, besonders gegenüber einer Indian Challenger mit ihren 122 PS, doch die Philosophie ist eine andere. Hier dreht sich alles um das Drehmoment – massiv und bereits sehr früh verfügbar. Der Zahnriemenantrieb und das Sechsganggetriebe fressen Kilometer mühelos. Die Road Glide Special ist nicht dafür gebaut, einen Pass zu attackieren – sie ist dafür konstruiert, ihn in ihrem eigenen Rhythmus zu verschlingen, im dritten Gang, die Windschutzscheibe dem Wind entgegen. Die berühmte Shark Nose, im Windkanal überarbeitet, erzeugt dank ihrer dreifachen Belüftungsöffnung, die den Druck ausgleicht, eine erstaunlich wirksame Luftblase. Der Fahrer gewinnt dadurch eine für eine Maschine dieser Kategorie seltene Gelassenheit.
Beim Fahrwerk umrahmt ein Stahl-Doppelschleifenrahmen Showa-Federelemente, die ordentlich, aber nicht außergewöhnlich sind. Die 49-mm-Gabel bietet 117 mm Federweg, die hinteren Stoßdämpfer begnügen sich mit 55 mm. Auf schlechten Straßen machen sich die Grenzen bemerkbar, und Puristen werden beim Tuner vorstellig, um leistungsfähigere Federbeine montieren zu lassen. Die Bremsanlage hingegen enttäuscht nicht. Drei 300-mm-Scheiben, gegriffen von Vierkolben-Bremssätteln, ein schräglagenabhängiges ABS und ein gekoppeltes Reflex-System, das den Bremsdruck zwischen vorne und hinten dosiert. Die elektronische Plattform RDRS ergänzt eine Traktionskontrolle mit zwei Modi, einen Anti-Hopping-Mechanismus bei etwas forscheren Rückschaltungen, einen Berganfahrassistenten und einen Reifendrucksensor. Bei einer Maschine dieses Kalibers ist dieses Sicherheitsnetz kein Luxus.

Der Jahrgang 2021 punktet auch bei der Verarbeitung. Der Tankdeckel wandert nach rechts und gibt die Mittelkonsole frei. Die Prodigy-Felgen ersetzen die bisherigen Talon, die Sturzbügel werden um 28 cm kürzer, der Ventilator-Luftfilter verleiht dem Motorblock optisch mehr Volumen. Der Chrom-Optionskatalog ermöglicht den Wechsel vom dunklen Werkslook zu etwas Glänzenderem – je nach Geschmack. Der 6,5-Zoll-TFT-Bildschirm der Boom Box GTS reagiert flüssig, ist Apple-CarPlay-kompatibel und verwaltet GPS, Bluetooth, Gegensprechanlage und Musik weitgehend reibungslos. Das 2020 eingeführte H-D Connect verbindet das Motorrad über Mobilfunk mit dem Smartphone, um Standort, Tankfüllstand und Batteriezustand zu überwachen. Praktisch, auch wenn das monatliche Abonnement von etwa 14 Euro nach dem ersten kostenlosen Jahr manchen abschrecken dürfte.

Bei 29 590 Euro zielt die Road Glide Special auf ein ganz bestimmtes Publikum. Langstrecken-Tourenfahrer, Liebhaber amerikanischer Mechanik, die komfortabel große Distanzen mit einem Minimum an Kompromissen zurücklegen wollen. Gegenüber der BMW R 1250 RT oder der Gold Wing setzt sie ein radikal anderes Temperament entgegen. Weniger vielseitig, weniger wendig mit ihrer Sitzhöhe von 695 mm und dem 22,7-Liter-Tank, der die Reichweite etwas einschränkt, dafür aber mit einer Persönlichkeit ausgestattet, die ihre europäischen und japanischen Konkurrentinnen nicht nachahmen können. Die Road Glide Special versucht nicht, allen zu gefallen. Sie weiß genau, was sie ist – und genau das macht ihre Stärke aus.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Bluetooth
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!