Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 443 cc
- Leistung
- 25.4 ch @ 6250 tr/min (18.7 kW)
- Drehmoment
- 34.0 Nm @ 4000 tr/min
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 9,5 : 1
- Bohrung × Hub
- 81 x 86 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Starter
- électrique
Fahrwerk
- Rahmen
- tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 190 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 180 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 100/90-19
- Vorderreifendruck
- 1.90 bar
- Hinterreifen
- 120/90-17
- Hinterreifendruck
- 2.40 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 795.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Gewicht
- 187.00 kg
- Trockengewicht
- 187.00 kg
Übersicht
Motorrad: Enfield 440 Scram (2025)

Wenn Royal Enfield ein Motorrad als "Scram" bezeichnet, erwartet man instinktiv Sand, Steine, vielleicht einen schlecht asphaltierten Bergpass. Die Realität ist nuancierter und letztendlich ehrlicher. Dieses 440 cm³-Modell, geboren im Schatten des Himalayan, dessen Architektur es teilt, hat die 21-Zoll-Vorderrad gegen ein urbaneres 19-Zoll-Rad getauscht, die Sitzhöhe auf 795 mm gesenkt und die Ambitionen für alpine Fahrten im Schrank gelassen. Was Royal Enfield hier fabriziert, ist ein Stadtwertzeug mit Charakter, kein verkleideter Globetrotter.
Der luftgekühlte Viertakt-Monozylinder mit 443 cm³ dreht bei einer entspannten Drehzahl. Seine 25,4 PS liegen bei 6.250 U/min, das Drehmoment von 34 Nm steht ab 4.000 U/min zur Verfügung, und die Höchstgeschwindigkeit begrenzt sich auf 130 km/h. Diese Zahlen sind bescheiden, akzeptiert, stimmig mit einem 187 kg schweren Gerät für A2-Lizenzinhaber. Für 2025 wird die Gangschaltung von fünf auf sechs Gänge erweitert, was einen entspannteren sechsten Gang auf der Autobahn ermöglichen und den Motor bei Reisegeschwindigkeit nicht quälen sollte. Royal Enfield wagt sogar den Begriff "Supermotard" in seiner Kommunikation. Man lässt den Hersteller mit dieser Aussage gewähren.
Das Fahrwerks basiert auf dem Stahl-Rohrrahmen der 411 mit einer überarbeiteten Hinterradschwinge. Die 41-mm-Teleskopgabel arbeitet über 190 mm, der Hinterradstoßdämpfer über 180 mm – ausreichend, um das französische Straßennetz zu bewältigen, ohne den Fahrer zu brutal zu belasten. Die Bremsanlage mit einer 300-mm-Scheibe vorne und einer 240-mm-Scheibe hinten, verbunden mit ABS, bleibt für diese Kategorie standardmäßig. Die Reifenmontage in 100/90-19 und 120/90-17 bestätigt das vielseitige, aber nicht anspruchsvolle Offroad-Positionierung. In Bezug auf die Präsentation ist die grafische Gestaltung durchdacht: die kleine Scheinwerferverkleidung, die seitliche Plakette am Tank und die beiden Optionen für Felgen, Speichen- oder Duftfelgen, verleihen dem Motorrad eine eigene visuelle Identität. Die Beleuchtung wird für 2025 auf LED umgestellt, das Armaturenbrett bleibt analog mit einem zentralen LCD-Bildschirm, der den eingelegten Gang und die Kraftstoffanzeige anzeigt. Für die Navigation muss man sich für das Tripper entscheiden, dieses kleine, vom Lenker abgesetzte Display mit vereinfachter Navigation, das Royal Enfield optional vermarktet.
Die eigentliche Frage betrifft das Preispositionierung. In diesem Segment spielt die Honda GB350S genau das gleiche Spiel mit einem vergleichbaren Vintage-Charme, 21 PS unter der Verkleidung und einem angezeigten Preis von rund 4.599 Euro in Frankreich. Die Japanerin ist bereits in den Händlerbetrieben vertreten. Der Scram 440 hat sie noch nicht nach Europa gebracht, und sein Endpreis ist noch unbekannt. Wenn Royal Enfield in diesem Markt Fuß fassen will, muss es aggressiv vorgehen, da die Honda gut etabliert ist und ihr After-Sales-Netzwerk einen französischen Käufer mehr Vertrauen in einen indischen Hersteller einflößt, der sich noch im Aufbau auf dem Kontinent befindet.
Dieser Scram 440 richtet sich klar an den städtischen oder vorstädtischen Fahrer, der ein Motorrad mit Charakter, eine zugängliche Sitzbank und eine einfache zu wartende Mechanik sucht. Der A2-Lizenzinhaber findet hier ein tolerantes Gerät, der junge Lizenzinhaber, der sich vom Roller befreien will, wird den Sitzkomfort und die beherrschte Höhe zu schätzen wissen. Wer jedoch vorhat, zwei Koffer mitzunehmen und 500 km Fernstraße pro Tag zu fahren, wird riskieren, dass der Motor vor der Ankunft am Zielort ausatmet. Das ist kein Mangel, sondern einfach die Grenze des Pflichtenhefts. Die Natur eines Motorrads zu kennen, bevor man es kauft, ist der beste Weg, um nicht enttäuscht zu werden.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Prise USB
- Indicateur de vitesse engagée
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
- Pays de fabrication : Inde
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