Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1198 cc
- Leistung
- 159.6 ch @ 9500 tr/min (116.5 kW)
- Drehmoment
- 127.5 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5:1
- Bohrung × Hub
- 106.0 x 67.9 mm (4.2 x 2.7 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection. Mitsubishi electronic fuel injection system, Mikuni elliptical throttle bodies with RbW
- Steuerung
- Desmodromic valve control
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Tubular steel Trellis frame
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Light action, wet, multiplate clutch with hydraulic control. Self-servo action on drive, slipper action on over-run.
- Vorderradaufhängung
- Marzocchi 50mm fully adjustable usd forks
- Hinterradaufhängung
- Progressive linkage with fully adjustable Sachs monoshock. Remote spring preload adjustment. Aluminium single-sided swingarm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. Floating discs. Four-piston calipers. Radially mounted.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. Floating disc. Two-piston calipers.
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Hinterreifen
- 240/45-ZR17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 770.00 mm
- Radstand
- 1590.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 245.00 kg
- Trockengewicht
- 216.00 kg
Übersicht
Motorrad: Ducati Diavel Strada (2014)

Mit einem Motorrad auf Reisen zu gehen, das wie eine industrielle Skulptur aus einem Mailänder Designstudio wirkt, ist genau das Genre von Paradoxien, das Ducati beherrscht. Die Ducati Diavel Strada, eine Tourenversion des Standard-Diavel, stellt eine einfache Frage: Kann man ein Monster zivilisieren, ohne ihm die Zähne zu ziehen? Die Antwort, nach einigen tausend Kilometern, lautet ja, vorausgesetzt, man akzeptiert bestimmte Kompromisse.
Der Ausgangspunkt ist der 1198 cm³ V2-Motor mit L-förmiger Kurbelwelle, 162 PS bei 9500 U/min, 127,5 Nm Drehmoment bei 8000 U/min und einem Verdichtungsverhältnis von 11,5:1, das keinen Zweifel an den Absichten des Motorherstellers lässt. Dieser Twin brummt, drückt und verzeiht keine Ruckler in der Stadt. Im Vergleich zu einer Honda CTX1300 oder einer Kawasaki Versys 1000 wirkt die technische Datenblatt der Ducati Diavel Strada wie ein Uppercut. Aber wo die Japaner auf ruhige Praktikabilität setzen, setzt Ducati auf rohe Emotionen, verpackt in Tourenausstattung. Das ist eine klare redaktionelle Entscheidung, und man muss sie akzeptieren, bevor man die Brieftasche öffnet, denn für 19.690 Euro kauft man kein vielseitiges Motorrad, sondern sich einen Charakter.

Um den Diavel in einen akzeptablen Tourenmotorrad zu verwandeln, hat Ducati ernsthaft an der Fahrposition gearbeitet. Der um 30 mm angehobene Lenker verändert alles auf kurvenreichen Straßen, der Tourer-Doppelsitz mildert lange Etappen ab, und die beheizten Griffe werden schnell unerlässlich, sobald die Temperaturen sinken. Der Soziusfahrer, der auf dem Basis-Diavel ehrlich geopfert wurde, erbt hier feste Fußrasten, eine solide Rückenlehne und einen angemessenen Platz. Die Koffer vervollständigen das Bild mit etwa 41 Litern Gesamtvolumen, ausreichend für ein Wochenende, aber nicht für eine große Überquerung. Hier kratzt der Teufel leicht: Die Ducati Diavel Strada 2014 oder 2013 ist kein Grand-Touring-Motorrad im klassischen Sinne, sondern ein Sportmotorrad, das für das Reisen ausgestattet wurde, kein geborener Reisemotorrad.

Das Fahrwerks hingegen ist ohne nennenswerte Mängel. Die 50-mm-Upside-Down-Gabel von Marzocchi, die vollständig einstellbar ist, absorbiert das, was die Straße zufügt, mit einer Präzision, die angesichts der 245 kg vollgetankt überrascht. Der einstellbare Sachs-Monoshock lässt sich ohne Werkzeug einstellen, was ein echter Komfort im Alltag ist, insbesondere für die Einstellung der Hinterradfederung des Ducati Diavel Strada in Abhängigkeit von der Beladung. Der asymmetrische Aluminium-Eckschwingen trägt diesen 240/45-ZR17-Reifen, der so viel Gesprächsstoff erzeugt wie der Rest des Motorrads. Die radialen Brembo-Bremsen mit vier Kolben vorne, gekoppelt mit dem ABS, erledigen ihre Arbeit ohne Diskussion. Die Traktionskontrolle, die beiden 12-V-Buchsen, das schlüsselfreie Starten und das doppelte Instrumentendisplay vervollständigen eine solide Ausstattung für die damalige Zeit.
Die Zielgruppe ist nicht der methodische Langstreckenfahrer, der seine Etappen mit einer Straßenkarte plant. Es ist der Motorradfahrer, der bereits ein vernünftiges Tourenmotorrad in seiner Garage hat und ein zweites Motorrad möchte, das am Freitagabend die Autobahn bewältigen kann, bevor es am Samstagmorgen die Pässe angeht. Für einen Ducati Diavel Strada-Test muss man aufsteigen, ohne die Neutralität zu suchen: Dieses Motorrad ist dafür konzipiert, Gefühle zu vermitteln, nicht um den Kraftstoffverbrauch oder das Ladevolumen zu optimieren. Wer eine gebrauchte Ducati Diavel Strada sucht, macht auf dem Gebrauchtmarkt ein gutes Geschäft, vorausgesetzt, er prüft den Zustand der Federungseinstellungen und den Wartungshistorie des Testastretta-Twins, der regelmäßige Aufmerksamkeit benötigt, um in seinen optimalen Parametern zu bleiben.
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