Schlüsselleistung
Technische Daten
- Neupreis
- 20 990 € → 21 590 €
Motor
- Hubraum
- 1198 cc
- Leistung
- 162.0 ch @ 9500 tr/min (119.2 kW)
- Drehmoment
- 126.5 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 106 x 67.9 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 58 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire en acier relié à 2 platines en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 265 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 240/45-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 770.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Trockengewicht
- 207.00 kg
- Neupreis
- 21 590 €
Übersicht
Was treibt Ducati dazu, ein Motorrad in Carbon zu kleiden, das nichts braucht, um Blicke auf sich zu ziehen? Die Diavel hat von Anfang an die Regeln durchbrochen. Weder wirklich Roadster noch ganz Cruiser, hat diese unklassifizierbare Maschine ihre massive Silhouette und ihr wildes Temperament in einem Segment durchgesetzt, das niemand zuvor wirklich erkundet hatte. Mit der Ducati Diavel Carbon 1200 des Jahrgangs 2014 dreht Bologna die Stellschraube eine Stufe weiter. Wo andere Hersteller ein Suffix „S" und ein paar Premium-Federelemente aufkleben, setzt Ducati auf Kohlefaser als Hauptargument. Tank, Soziusabdeckung, vorderer Kotflügel: Die Composite-Teile erleichtern die Linie ebenso wie die Waage, auch wenn der eigentliche Gewichtsvorteil vor allem von den geschmiedeten Marchesini-Felgen stammt, die 2,5 kg ungefederte Massen einsparen. Ein Detail, das fahrdynamisch alles verändert.

Unter diesem dunklen Kleid verbirgt sich der L-Twin Testastretta mit 1198 cc, ein Motor, der sich auf den Superbikes der Marke längst bewährt hat. Die Zahlen sprechen für sich: 162 PS bei 9500 U/min, 126,5 Nm Drehmoment bereits ab 8000 Touren, untergebracht in einem Gitterrohrrahmen aus Stahl mit Aluminium-Motorhalterungen, der trocken 207 kg auf die Waage bringt. Zur Einordnung: Das ist die Leistung eines reinrassigen Sportlers im Format eines mittelgroßen Roadsters. Das Leistungsgewicht ist schlichtweg unvernünftig für eine Maschine mit breitem Lenker und einer Sitzhöhe von nur 770 mm. Der Vergleich mit einer Kawasaki Z800 jener Zeit, deutlich weniger leistungsstark bei ähnlichem Gewicht, ist schwindelerregend. Gegenüber einer Yamaha VMax, einer anderen Charakterbestie, setzt die Diavel ein deutlich agileres Fahrwerk und eine ungleich modernere Elektronikausstattung entgegen.
Denn auch die Bordelektronik steht dem in nichts nach. Drei Motormappings erlauben es, den Charakter je nach Laune oder Fahrbahnbelag anzupassen. ABS und Traktionskontrolle wachen über das Geschehen, was kein Luxus ist, wenn so viel Drehmoment auf einen 240-mm-Hinterreifen losgelassen wird. Diese überdimensionierte Gummisohle fällt sofort ins Auge und wirft eine berechtigte Frage auf: Lässt sich mit einem solchen Walzenreifen tatsächlich vernünftig in Kurven fahren? Die Antwort überrascht. Dank einer durchdachten Geometrie und eines moderaten Nachlaufwinkels lässt sich die Diavel Carbon mit verblüffender Leichtigkeit in Schräglage bringen – gemessen an ihrem Format. Bis zu 41 Grad Neigung bleibt die Maschine verspielt. Die 50-mm-Upside-down-Gabel mit DLC-Beschichtung zur Reibungsreduzierung steckt harte Bremsmanöver klaglos weg, unterstützt von einer Doppelscheibenbremse mit 320 mm und Radialaufnahme.
Die Positionierung dieser Maschine bleibt einzigartig, selbst zehn Jahre nach ihrer Markteinführung. Mit 21 590 Euro im Jahr 2014 zielte Ducati auf eine ganz bestimmte Klientel: erfahrene Motorradfahrer, die von reinen Sportlern genug hatten, aber nicht bereit waren, Leistung auf dem Altar des Komforts zu opfern. Die Diavel Carbon richtet sich an jene, die in der Stadt mit der Souveränität eines Cruisers fahren, eine kurvige Landstraße mit dem Grinsen eines Roadster-Fahrers verschlingen und ihr Motorrad auf einem Parkplatz abstellen wollen – im Wissen, dass niemand daran vorbeigeht, ohne den Kopf zu drehen. Der 17-Liter-Tank schränkt die Reichweite für Langstreckenfahrer etwas ein, und die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h erinnert daran, dass das Vergnügen seine gesetzlichen Grenzen hat. Doch bei der Diavel ging es nie um nackte Zahlen. Sie ist ein Motorrad der Empfindungen, der Präsenz, des Charakters. Und in dieser Carbon-Version trägt sie ihr schärfstes Gewand.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!