Schlüsselleistung
Technische Daten
- Neupreis
- 20 990 € → 19 990 €
Motor
- Hubraum
- 1198 cc
- Leistung
- 162.0 ch @ 9500 tr/min (119.2 kW)
- Drehmoment
- 126.5 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 106 x 67.9 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 58 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire en acier relié à 2 platines en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 265 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 240/45-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 770.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Trockengewicht
- 207.00 kg
- Neupreis
- 19 990 €
Übersicht
Als Ducati 2011 die Diavel enthüllte, wusste niemand so recht, in welche Schublade man sie stecken sollte. Roadster? Cruiser? Muscle Bike? Der Hersteller aus Borgo Panigale begnügte sich damit, mit einer unklassifizierbaren Maschine die Karten neu zu mischen, und legte dann mit der Ducati Diavel Carbon 1200 noch eine Schippe drauf. Wo die meisten italienischen Marken ihre Modelle in S- oder R-Versionen mit Öhlins-Fahrwerk auflegen, hat Bologna die Carbon-Karte gespielt. Tank, Soziusabdeckung, vorderer Kotflügel: Die Kohlefaser überzieht die sichtbarsten Teile und verstärkt die Erscheinung eines Biests, wie aus Obsidian geschnitten. Die Gewichtsersparnis bleibt bei diesen Elementen bescheiden, doch vor allem die geschmiedeten Marchesini-Felgen machen den Unterschied: 2,5 kg weniger an ungefederten Massen sind alles andere als eine Nebensache, wenn ein 240 mm breiter Hinterreifen zum Einlenken gebracht werden soll. Die 50-mm-Upside-down-Gabel erhält ihrerseits eine DLC-Beschichtung auf den Standrohren – jene schwarze Beschichtung, die die Reibung reduziert und dem Gesamtbild ein entschlossen aggressives Erscheinungsbild verleiht.

Unter diesem dunklen Kleid schlägt der Testastretta-Twin mit 1198 ccm, ein 90°-L-Zweizylinder, der 162 PS bei 9500 U/min und 126,5 Nm Drehmoment bei 8000 Touren abliefert. Zahlen, die einer reinrassigen Sportmaschine würdig sind, verpackt in einem Gitterrohrrahmen mit 207 kg Trockengewicht. Um das ins Verhältnis zu setzen: Das ist das Gewicht einer damaligen Kawasaki Z750, mit der Leistung einer 1098 unter der Sitzbank. Dieses Leistungsgewicht katapultiert die Maschine in eine eigene Kategorie, irgendwo zwischen dem aufgepumpten Cruiser à la V-Max und dem radikalen Roadster nach Art der Speed Triple, ohne wirklich das eine oder das andere zu sein. Das Sechsganggetriebe und der Kettenantrieb bleiben konventionell, doch die Bordelektronik bringt die Moderne ins Spiel: Drei Motorkennfelder, ABS und Traktionskontrolle sorgen dafür, dass dieses vulkanische Temperament im Zaum gehalten wird.
Auf der Straße irritiert die Diavel Carbon ebenso sehr, wie sie begeistert. Die Sitzposition mit ausgestreckten Armen und leicht vorverlagerten Füßen erinnert an einen Cruiser. Doch die Sitzhöhe von nur 770 mm gibt Sicherheit, und die Bodenfreiheit erlaubt Schräglagen von bis zu 41 Grad – bemerkenswert für eine Maschine, die hinten auf einem derart üppigen Gummi rollt. Bei der Bremsanlage kommen vorne zwei radial montierte 320-mm-Scheiben zum Einsatz, die von Vierkolben-Bremszangen gepackt werden. Genug, um die vom Hersteller angegebene Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h abrupt auf null zu bringen. Der 17-Liter-Tank erzwingt häufige Stopps, wenn man den Zweizylinder beherzt fordert – aber geben wir zu, dass dies nicht die Art Motorrad ist, die man kauft, um Frankreich in einem Rutsch zu durchqueren.
An wen richtet sie sich eigentlich? Ganz sicher nicht an den Anfänger, trotz einer überraschenden Handlichkeit im Alltag und eines komfortablen schlüssellosen Startsystems, das in der Stadt willkommen ist. Die Diavel Carbon zielt auf den erfahrenen Motorradfahrer, der sich nicht zwischen dem rohen Charakter eines großen italienischen Twins und dem Komfort einer entspannten Sitzposition entscheiden will. Auf denjenigen, der vor der Caféterrasse die Blicke auf sich ziehen und anschließend eine kurvige Landstraße in Angriff nehmen will, ohne sich eingeschränkt zu fühlen. Zum Einführungspreis von 19 990 Euro positioniert sie sich als unverhohlenes Objekt der Begierde, deutlich über einer Yamaha V-Max oder einer Triumph Rocket III in Sachen Technik. Das Eintrittsgeld ist happig, aber das Angebot ist einzigartig. Ducati hat mit der Diavel eine Nische erfunden, die niemand besetzt hatte, und die Carbon-Version stellt deren vollendetsten und begehrenswertesten Ausdruck dar.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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