Schlüsselleistung
Technische Daten
- Drehmoment
- 126.5 Nm @ 8000 tr/min → 132.4 Nm @ 8000 tr/min
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 130 mm → Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 120 mm
- Gewicht
- — → 234.00 kg
- Trockengewicht
- 207.00 kg → 205.00 kg
- Neupreis
- 19 990 € → 22 890 €
Motor
- Hubraum
- 1198 cc
- Leistung
- 162.0 ch @ 9500 tr/min (119.2 kW)
- Drehmoment
- 132.4 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 106 x 67.9 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 58 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire en acier relié à 2 platines en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 265 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 240/45-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 770.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 234.00 kg
- Trockengewicht
- 205.00 kg
- Neupreis
- 22 890 €
Übersicht
Was treibt einen Hersteller dazu, ein ohnehin einschüchterndes Motorrad komplett in Schwarz zu hüllen? Bei Ducati lautet die Antwort in zwei Worten: Diavel Carbon. Jahrgang 2017, diese Version erzwingt den Übergang zur Euro4-Norm, doch der Wechsel vollzieht sich schmerzlos. Die Ducati Diavel Carbon 1200 hat nicht auf diese regulatorische Frist gewartet, um sich weiterzuentwickeln. Bereits 2015 legte eine umfassende Überarbeitung die Grundlagen. 2016 verfeinerte ein zweiter Werkstattbesuch das Ergebnis weiter. Resultat: Das historische Rot aus Bologna ist nahezu vollständig aus dem Bild verschwunden. Kein scharlachrot gefärbter Rahmen mehr, keine auffälligen Zierstreifen. Schwarz herrscht uneingeschränkt, vom Stahl-Gitterrohrrahmen bis zu den Felgen. Eine aggressive Schlichtheit, die das Erscheinungsbild der Maschine grundlegend verändert.

Das Konzept des Diavel bleibt eine Anomalie in der Motorradlandschaft. Weder klassischer Cruiser nach amerikanischem Vorbild noch reinrassiger europäischer Roadster – die Maschine aus Borgo Panigale hat ihr eigenes Segment erfunden. Ein Power-Cruiser, befeuert von einem 90°-L-Twin mit 1198 ccm, direkt abgeleitet von der Superbike-Linie. Die Zahlen sprechen für sich: 162 PS bei 9500 U/min, 132,4 Nm Drehmoment bereits ab 8000 Touren, und das alles in einem Chassis, das fahrfertig 234 kg wiegt. Im Vergleich zu einer auslaufenden Yamaha VMax oder einer deutlich schwereren BMW K 1600 B spielt der Diavel in einer Liga, in der ihn niemand erwartet hatte. Und er gedeiht dort.
Die Carbon-Variante rechtfertigt ihren Beinamen durch Carbonfaser-Teile an strategischen Stellen: vorderer Kotflügel, Tank und Soziusabdeckung. Die Gewichtsersparnis hört dort nicht auf. Die geschmiedeten Aluminium-Felgen von Marchesini sparen 2,5 Kilogramm an ungefederten Massen – ein Gewinn, der sich unmittelbar in der Lenkpräzision und bei Schräglagenwechseln bemerkbar macht. Die Oberflächenbehandlung dieser schwarzen Felgen lässt stellenweise den Glanz des rohen Aluminiums durchscheinen, ein ästhetisches Detail, das die Sorgfalt dieser hochwertigen Ausführung verrät. Bei 22 890 Euro zahlt man selbstverständlich für dieses Ausstattungsniveau. Doch verglichen mit einer Harley-Davidson V-Rod Night Special, die einen ähnlichen Preis bei weniger Leistung und weniger Technologie aufrief, bleibt das Verhältnis vertretbar.
Bei der Ausstattung erbt die Carbon-Version sämtliche Weiterentwicklungen des Diavel Phase II. Der Testastretta-11°-Motor profitiert von einer Doppelzündung pro Zylinder, die die Verbrennung optimiert und ein Mehr an Drehmoment im mittleren Drehzahlbereich liefert. Die Auspuffanlagen setzen auf einen moderneren, schräg geschnittenen Abschluss. Die neu gestaltete Frontoptik integriert einen LED-Tagfahrlicht-Halbring, der die visuelle Signatur verstärkt. Der leicht erhöhte Lenker verbessert den Komfort auf langen Strecken, ohne die Kontrolle zu opfern. Mit einer niedrigen Sitzhöhe von 770 mm, einem 17-Liter-Tank und einer 50-mm-Upside-Down-Gabel in Kombination mit einem Monofederbein mit 120 mm Federweg ergibt das Gesamtpaket eine stimmige Einheit. Die Brembo-Bremsanlage mit zwei 320-mm-Scheiben vorne in Radialaufnahme und der 240-mm-Hinterreifen vervollständigen ein ernstzunehmendes technisches Arsenal.
An wen richtet sich diese Maschine? Gewiss nicht an den Anfänger auf der Suche nach seinem ersten Großvolumen-Motorrad. Die Diavel Carbon 1200 zielt auf den erfahrenen Motorradfahrer, der eine Maschine will, die eine Stadt mit der Souveränität eines Cruisers durchquert und eine Landstraße mit der Angriffslust eines sportlichen Roadsters attackiert. Ein Fahrer, der bereit ist, etwas reine Agilität zu opfern – jene, die eine Monster 1200 bieten würde – zugunsten einer visuellen Präsenz und Vielseitigkeit, die nur wenige Motorräder für sich beanspruchen können. Ducati ist mit dem Diavel ein riskantes Wagnis gelungen. Die Carbon-Version treibt den Anspruch an Verfeinerung noch weiter, ohne jemals den brutalen Charakter des italienischen Twins zu verwässern. Ein polarisierendes, kompromissloses und erschreckend effizientes Motorrad für alle, die sich weigern, zwischen Stil und Leistung zu wählen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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