Schlüsselleistung

162 ch
Leistung
🔧
1198 cc
Hubraum
⚖️
239 kg
Gewicht
🏎️
250 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
770 mm
Sitzhöhe
17.0 L
Tankinhalt
💰
18 790 €
Neupreis
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Technische Daten

Changements 2015 2016
Neupreis
18 090 € 18 790 €

Motor

Hubraum
1198 cc
Leistung
162.0 ch @ 9250 tr/min (119.2 kW)
Drehmoment
132.4 Nm @ 8000 tr/min
Motortyp
Bicylindre en L à 90°, 4 temps
Kühlung
liquide
Verdichtungsverhältnis
12.5 : 1
Bohrung × Hub
106 x 67.9 mm
Ventile/Zylinder
4
Nockenwellen
2 ACT
Kraftstoffsystem
Injection Ø 58 mm

Fahrwerk

Rahmen
Treillis tubulaire en acier relié à 2 platines en alu
Getriebe
boîte à 6 rapports
Endantrieb
Chaîne
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 120 mm
Hinterradaufhängung
Mono-amortisseur, déb : 120 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 265 mm, étrier 2 pistons
Vorderreifen
120/70-17
Vorderreifendruck
2.50 bar
Hinterreifen
240/45-17
Hinterreifendruck
2.50 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
770.00 mm
Tankinhalt
17.00 L
Gewicht
239.00 kg
Trockengewicht
210.00 kg
Neupreis
18 790 €

Übersicht

Stellen Sie sich einen muskelbepackten Amboss vor, montiert auf einem 240er Hinterreifen und angetrieben von einem Superbike-Zweizylinder. Das ist die unmögliche Gleichung, die Bologna 2011 gelöst hat und die die Ducati Diavel 1200 auch 2016 mit derselben Unverschämtheit weiterverteidigt. Diese Maschine verweigert sich jeder Schublade. Zu sitzlastig für eine Sportmaschine, zu scharf für einen Cruiser, zu wütend für einen klassischen Roadster. Konkurrentinnen wie die Harley V-Rod Muscle oder die Yamaha V-Max tummeln sich zwar im selben Power-Cruiser-Sandkasten, spielen aber ganz klar nicht dieselbe Partitur wie die Italienerin.

Ducati DIAVEL 1200

Unter dem 17-Liter-Tank thront der Testastretta 11° in L-Anordnung mit 90 Grad, ein 1198 cm³ großer Motor, der bewusst auf 162 PS bei 9250 U/min gedrosselt wurde, mit 132,4 Nm bei 8000 U/min. Auf dem Papier verliert man rund vierzig Gäule gegenüber der 1198 Superbike, von der er in direkter Linie abstammt, doch das Aggregat wurde neu kalibriert, um die Kraft im mittleren Drehzahlbereich statt der reinen Brutalität in den Vordergrund zu stellen. Die großzügige Bohrung von 106 mm und der kurze Hub von 67,9 mm, kombiniert mit einem Verdichtungsverhältnis von 12,5:1, verraten die Racing-DNA. Das Sechsganggetriebe kommt gut mit dem massiven Drehmoment zurecht, auch wenn der Kettenantrieb jene Aufmerksamkeit verlangt, die man jeder muskulösen Italienerin schuldet. Rechnen Sie mit rund 2,6 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h und einer angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Mehr als genug, um an der roten Ampel eine Sportlimousine erzittern zu lassen.

Das Datenblatt der Ducati Diavel 1200 hat für eine Maschine dieses Kalibers durchaus Überraschungspotenzial. 239 kg vollgetankt, 210 kg trocken, das ist auf dem Papier schwer, doch der niedrige Schwerpunkt und die durchdachte Geometrie lassen die Masse bereits in den ersten Kurven vergessen. Der Gitterrohrrahmen aus Stahl, an dem zwei Aluminiumplatten befestigt sind, greift das Hausrezept auf, die Upside-Down-Gabel mit Ø 50 mm und das Monofederbein bieten jeweils 120 mm Federweg, und die Brembo-Bremsanlage mit zwei radial montierten 320-mm-Scheiben vorne verankert das Gerät ohne zu zucken. Die Sitzhöhe von 770 mm bleibt auch für kleinere Statur zugänglich, was auf einem Zweirad dieser Kategorie selten genug ist, um erwähnt zu werden. Persönliche Einschätzung zur Ducati Diavel 1200: Das Verhalten beim Kurvenwechsel bleibt für jeden, der einen Karren erwartet, verblüffend. Dieser dicke 240er-Hinterreifen in 45-17 sollte eigentlich jede Schräglagenneigung betäuben, und doch nimmt die Bestie Kehren mit einer Agilität, die manchen einen Zentner leichteren Roadster erröten lassen würde.

Mit 18.790 Euro positioniert sich der Preis der Ducati Diavel 1200 in der Standardversion gegenüber Rivalinnen, die oft weniger exotisch, aber nie so eigenständig sind. Die Dark spielt die Karte des mattschwarzen Gesamtauftritts, nüchterner, bedrohlicher. Die Carbon rückt mit Karbonteilen, geschmiedeten Felgen und einer etwas günstigeren Waage eine Klasse höher, während die S den Regler in Richtung Öhlins-Fahrwerk und hochwertige Verarbeitung verschiebt. Beim Zubehör für die Ducati Diavel 1200 bietet der Performance-Katalog transparente Kupplungsdeckel, Soziusrückenlehnen, Seitenkoffer und Termignoni-Auspuffanlagen im Überfluss. Die Originalbatterie hält ehrlich durch, die großen Wartungsintervalle wurden mittlerweile auf 30.000 km ausgedehnt, und die Weiterentwicklungen seit den Modelljahrgängen 2011, 2012, 2013 und dann 2015 haben die wenigen Kinderkrankheiten des Konzepts ausgemerzt.

Die Zielgruppe ist klar. Erfahrener Motorradfahrer, schwerer Führerschein bereits gut abbezahlt, Liebhaber mechanischer Paukenschläge und nachdrücklicher Blicke an der roten Ampel. Der Anfänger wird sich an dem brutalen Drehmoment die Zähne ausbeißen, der reine Langstreckenfahrer wird ihr eine Multistrada vorziehen, und der Rennstreckenfan wird sie nicht einmal ansehen. Bleibt das Profil, das zählt: der, der ein Motorrad-Charakterstück will, ein ebenso skulpturales Objekt wie eine Waffe. Die Diavel steht seit 2011 dazu und hat nach wie vor keine direkte Entsprechung. Die Ankunft der XDiavel 2016, mit ihrem Riemenantrieb und ihrer cruiserartigeren Sitzposition, tötet das Original nicht, sie ergänzt es.

Serienausstattung

  • Assistance au freinage : ABS de série

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.67 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.55 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
133.4 ch/L
In der Kategorie Custom / cruiser · Hubraum 599-2396cc (3563 verglichene Motorräder)
Leistung 160 ch Top 2%
45 ch Median 72 ch 124 ch
Gewicht 239 kg Leichter als 89%
223 kg Median 297 kg 377 kg
L/G-Verhältnis 0.67 ch/kg Top 1%
0.17 Median 0.25 0.40 ch/kg

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