Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1198 cc
- Leistung
- 162.0 ch @ 9500 tr/min (119.2 kW)
- Drehmoment
- 126.5 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 106 x 67.9 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 58 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire en acier relié à 2 platines en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 265 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.60 bar
- Hinterreifen
- 240/45-17
- Hinterreifendruck
- 2.60 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 770.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Trockengewicht
- 207.00 kg
- Neupreis
- 25 990 €
Übersicht
Wenn ein Konstrukteur aus Bologna einem Zauberer aus Stuttgart die Hand schüttelt, kommt dabei selten ein schüchternes Motorrad heraus. Die Ende 2010 angekündigte Vermählung zwischen Ducati und Mercedes nahm zunächst die Form eines Werbespots an, in dem ein CLS 63 AMG einen Diavel auf dem Asphalt neckte. Ein Jahr später bestätigte die Frankfurter Messe 2011, dass die Geschichte über einen bloßen werblichen Flirt hinausgehen würde, mit der Präsentation dieser limitierten Serie mit dem Prädikat AMG Special Edition, die im Laufe des Jahres 2012 auf den Markt kam.

Die gewählte Basis ist nicht zufällig. Die italienischen Ingenieure gingen von der Carbon-Version aus, um ihren deutsch-transalpinen Cocktail darauf zu pfropfen. Der L-Zweizylinder mit 90 Grad und 1198 cm³ bleibt seinem Posten treu, mit seinen 162 PS bei 9500 U/min und seinen 126,5 Nm, die bereits bei 8000 Umdrehungen anliegen. Genug, um die 207 Kilo Trockengewicht auf die angekündigten 250 km/h zu katapultieren, mit einer Fähigkeit, den 240er Hinterreifen zu quälen, die das Markenzeichen dieses außergewöhnlichen Roadsters bleibt. Nichts Vergleichbares zu einem AMG V8 mit 500 PS, natürlich, aber das Leistungsgewicht leistet hier die ganze Arbeit.
Die Arbeit konzentrierte sich also auf die Verkleidung, und genau hier entfaltet das Rezept seinen vollen Geschmack. Vollständig schwarzes Kleid namens Diamond White Bright, Stahlrohrrahmen neu lackiert in jenem charakteristischen Grau der Stuttgarter Limousinen, Kühlerzuluftöffnungen mit Alu-Gittern, die den Kühlergrill eines CLS nachahmen, Felgen mit Doppelspeichen speziell für diese Übung geschneidert und spezifische Auspuffanlagen. Alcantara bekleidet die Sitzbank, die lediglich 770 mm hoch thront, was eines der schlagenden Argumente des Diavel gegenüber einer deutlich schwereren Harley V-Rod Muscle bleibt, oder gegenüber der Yamaha VMAX, die in einer anderen Kategorie der Maßlosigkeit spielt. Das AMG-Emblem versteckt sich überall, von den Schalldämpfern bis zu den Ansaugöffnungen, bis hin zur Polsterung.
Das Detail, das ins Schwarze trifft, ist diese handschriftliche Signatur des Technikers, die auf dem Kupplungsdeckel eingraviert ist, ein Ritual, das direkt von den V8 des automobilen Mutterhauses übernommen wurde. Fügen Sie eine nummerierte Plakette hinzu, die auf den 17-Liter-Tank genietet ist, und Sie erhalten ein Objekt, das eindeutig die Karte des Sammlerstücks spielt und nicht die des täglichen Werkzeugs. Der Fahrwerksteil selbst bewegt sich keinen Millimeter gegenüber dem Carbon, mit der Upside-Down-Gabel mit 50 mm Durchmesser, 130 mm Federweg vorn, 120 hinten, und der Bremsanlage, die durch zwei 320-mm-Bremsscheiben vorn sichergestellt wird, die von radialen Vierkolben-Bremssätteln gepackt werden. Solide Technik, aber nichts technisch Neuartiges.
Bleibt die unangenehme Frage, die des Eintrittspreises. 25 990 Euro, das ist der Preis, den man zahlen muss, um eine limitierte Edition mit drei deutschen Buchstaben zu fahren. Zu diesem Tarif ist die angesprochene Kundschaft eindeutig weder der Anfänger noch der pragmatische Fernreisende. Wir sprechen hier von einem erfahrenen Käufer, der bereits einen Großhubraum in der Garage besitzt und ein Totem sucht, das er ebenso ausstellen wie fahren kann. Der Diavel AMG bringt kein einziges PS mehr als der Carbon, modifiziert das Fahrwerk nicht und verändert das Fahrerlebnis nicht grundlegend. Er verkauft eine Signatur, eine Nummerierung und eine visuelle Kohärenz mit einer 150 000-Euro-Limousine, die in derselben Einfahrt geparkt ist. Für diejenigen, die reinen mechanischen Sinn suchen, erledigt der klassische Carbon den Job für deutlich weniger Geld. Für diejenigen, die ein Motorrad wollen, das eine Geschichte erzählt, hat dieses hier Argumente, die wenige limitierte Serien aufbieten können.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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