Schlüsselleistung
Technische Daten
- Hinterreifendruck
- 2.70 bar → 2.50 bar
- Neupreis
- 13 050 € → 12 790 €
Motor
- Hubraum
- 821 cc
- Leistung
- 110.0 ch @ 9250 tr/min (80.9 kW)
- Drehmoment
- 89.2 Nm @ 7750 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.8 : 1
- Bohrung × Hub
- 88 x 67.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 52 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis tubulaire en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Kayaba Ø 43 mm, déb : 150 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Sachs, déb : 150 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 850.00 mm
- Tankinhalt
- 16.00 L
- Gewicht
- 204.00 kg
- Trockengewicht
- 181.00 kg
- Neupreis
- 12 790 €
Übersicht
Was erhält man, wenn man eine nervöse Supermoto mit einem ausdauernden Tourer kreuzt? Bologna hat diese Frage 2013 mit der Ducati 821 Hyperstrada beantwortet, einer Hybridmaschine, geboren aus dem Wunsch, den Spielplatz der Hypermotard über die Sonntagskurven hinaus zu erweitern. Das Konzept ist klar: das vulkanische Temperament des italienischen Twins nehmen und ihm die Attribute eines Reisenden verpassen. Eine gewagte Wette, nicht an allen Fronten eingelöst, aber es lohnt sich, genauer hinzuschauen.

Unter der Verkleidung leistet der L-förmige Zweizylinder Testastretta mit 821 cm3 110 PS bei 9 250 U/min bei einem Drehmoment von 89,2 Nm bei 7 750 U/min. Das ist spritzig, satt im mittleren Drehzahlbereich, und der Charakter bleibt typisch Ducati: Jeder Griff zum Gas weckt dieses raue Grollen, das einem durch Mark und Bein geht. Die Ventilüberschneidung von 11° begünstigt die Geschmeidigkeit im unteren Drehzahlbereich, eine kluge Wahl für eine Maschine, die auf den Alltagseinsatz abzielt. Die Antihopping-Ölbadkupplung glättet kraftvolle Rückschaltungen. Auf der Elektronikseite bringt das Safety Pack drei Fahrmodi, eine achtstufige Traktionskontrolle und ein dreistufiges Bosch-ABS mit. Im Urban-Modus sinkt die Leistung auf 75 PS mit sanfterem Gasansprechverhalten. Genug, um sich in der Stadt durchzuschlängeln, ohne jede Grünphase in ein Rodeo zu verwandeln. Die Meinungen zur Ducati 821 Hyperstrada stimmen in diesem Punkt überein: Das Elektronikmanagement ist gut abgestimmt und flößt Vertrauen ein.
Im Vergleich zur Hypermotard, von der sie abstammt, gewinnt die Strada ein kleines Windschild, das den Oberkörper schützt, ohne den Anspruch zu erheben, mit einer GT zu konkurrieren. Die Sitzbank, breiter und besser gepolstert, thront auf 850 mm Höhe. Das ist hoch, aber Ducati bietet eine Tieferlegung und eine optionale Sitzbank an, um auf 810 mm zu kommen. Die Sitzposition bleibt nach vorne geneigt, im Supermoto-Stil. Angenehm, um eine Landstraße anzugreifen, weniger erholsam auf 400 Autobahnkilometern. Die 25-Liter-Seitenkoffer schlucken jeweils einen Integralhelm, was schätzenswert ist. Ihre flexible Konstruktion aus Stoff mit Reißverschluss wirft Fragen auf: zweifelhafte Dichtigkeit bei Regen, relative Sicherheit im Stand und eine Optik, die die Silhouette schwerfällig wirken lässt. Ein Kompromiss, den die Besitzer der Ducati 821 Hyperstrada Jahrgänge 2014 und 2015 gut kennen.
Der Gitterrohrrahmen aus Stahl, verlängert durch einen Hilfsrahmen aus Aluminium, bietet eine beruhigende Steifigkeit. Die 43-mm-Upside-down-Gabel von Kayaba und das Sachs-Federbein verfügen über 150 mm Federweg, also 20 mm weniger als die Hypermotard. Die Bremsanlage von Brembo, mit zwei 320-mm-Scheiben und radialen Vierkolben-Sätteln, packt kräftig zu und lässt sich gut dosieren. Mit 204 kg fahrfertig und auf Pirelli Scorpion Trail bereift, bleibt die Maschine in engen Passagen handlich und bewahrt gleichzeitig Stabilität auf offener Strecke. Gegenüber einer BMW F 800 GT oder einer Kawasaki Versys 650 spielt die Ducati 821 Hyperstrada 2013 die Karte des Temperaments statt die des absoluten Komforts. Sie ist weniger vielseitig als eine Tracer 700 für Reisen, aber umso aufregender in engen Kurvenkombinationen.
Die Zuverlässigkeit der Ducati 821 Hyperstrada bleibt für eine Italienerin dieser Generation ordentlich, vorausgesetzt man hält die Wartungsintervalle ein und behält die Steuerzeiten im Auge. Zum Neupreis von 12 790 Euro angeboten, wird sie heute auf dem Gebrauchtmarkt zu deutlich zugänglicheren Preisen gehandelt. Es ist ein Motorrad für den Fahrer, der eine vielseitige Maschine will, ohne auf den puren Fahrspaß zu verzichten. Keine echte Tourerin, keine reine Supermoto, sondern ein temperamentvolles Bindeglied zwischen beiden Welten. Die Art von Maschine, die man ebenso mit dem Herzen wie mit dem Verstand wählt.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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