Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 999 cc
- Leistung
- 200.0 ch (147.1 kW)
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13:1
- Bohrung × Hub
- 80 x 49.7 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 48 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 46 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/55-17
Abmessungen
- Gewicht
- 184.00 kg
- Neupreis
- 35 000 €
Übersicht
Stellen Sie sich eine Maschine vor, die an der 300-km/h-Marke kratzt, vollgepackt mit modernster Elektronik, aber eingekleidet, als käme sie direkt aus den Boxen der 8 Stunden von Suzuka, Jahrgang 1985. Das ist die etwas verrückte Wette, die die Brüder Berneron, Sylvain und Florent, unter dem Banner ihrer Werkstatt PRAEM eingegangen sind – in Zusammenarbeit mit BMW Motorrad France. Das Ergebnis? Eine S 1000 RR, die die Grenzen zwischen zeitgenössischer Rennvorbereitung und Nostalgie der großen Langstrecken-Ära verwischt.

Die Basis ist alles andere als gewöhnlich. Der Reihenvierzylinder mit 999 cm3 leistet 200 PS, eingebettet in einen Aluminium-Brückenrahmen, der sich auf allen Rennstrecken der Welt bewährt hat. Das Verdichtungsverhältnis von 13:1, die ultrakurzhubige Auslegung mit 80 x 49,7 mm, das Sechsganggetriebe: Wir sprechen von einer Referenz unter den Sportlern, jenem Motorrad, das bei seinem Erscheinen die Superbike-Hierarchie durcheinanderwirbelte. PRAEM rührt diese Mechanik kaum an. Eine Titan-Auspuffanlage von Werks USA und eine überarbeitete Motorkennfeldabstimmung genügen, um einige zusätzliche Pferdestärken freizusetzen. Die eigentliche Arbeit findet anderswo statt.
Beim Fahrwerk und bei der Ästhetik entfaltet die Transformation ihren vollen Sinn. Rotobox-Carbonfelgen ersetzen die Serienräder, bezogen mit Slick-Reifen in 120/70-17 vorne und 190/55-17 hinten. Carbon-Keramik-Bremsscheiben beißen mit beeindruckender Effizienz zu, während die 46-mm-Upside-down-Gabel und das Zentralfederbein ihre elektronische DDC-Steuerung behalten. Das Ergebnis auf der Waage ist beeindruckend: 184 kg vollgetankt, rund zwanzig Kilogramm weniger als die Serienversion. Um das zu erreichen, wurde jedes Gramm gejagt. Heckrahmen aus Aluminium, Titanverschraubung, Entfernung von allem Überflüssigen. Hinzu kommen Staubli-Schnellkupplungen für die Betankung, ein Langstrecken-Kühler und verstellbare Fußrastenanlage aus dem BMW-HP-Katalog. Jedes Detail verrät eine Besessenheit für pures Fahren.
Optisch gleicht das Motorrad keiner anderen S 1000 RR. Die asymmetrische Frontverkleidung erinnert an japanische Langstrecken-Prototypen, der Aluminiumtank wurde verlängert, die Heckverschalung lässt die Batterie wie bei Rennmaschinen vergangener Tage offen liegen. Die Lackierung, entworfen in Zusammenarbeit mit dem Studio Derestricted, greift die grafischen Codes der Wettbewerbsautos und -motorräder der 70er und 80er Jahre auf – mit einer satinierten Oberfläche, die an die BMW Art Cars erinnert, insbesondere jenes von Alexander Calder. Der Kontrast zwischen dieser Retro-Hülle und der eingebauten Technologie – DTC-Traktionskontrolle, Racing-ABS, Launch Control – erzeugt eine faszinierende visuelle Diskrepanz.
Mit 35 000 Euro richtet sich diese BMW S 1000 RR von PRAEM selbstverständlich nicht an den Sonntagsfahrer. Sie spricht Sammler an, Liebhaber von Einzelstücken, die auf der Rennstrecke mit einem Objekt fahren wollen, das gleichermaßen von Geschichte und Modernität durchdrungen ist. In der Tradition der Kooperationen zwischen BMW und Veredlern wie Krugger, Deus Ex Machina oder Blitz Motorcycles beweist dieses Projekt, dass High-End-Customizing und pure Performance koexistieren können. Man mag bedauern, dass die Serie exklusiv bleibt und der Preis sie für die meisten unerreichbar macht. Doch genau darin liegt ihr Reiz: Ein 200-PS-Sportler, der nach Paddock der Achtziger riecht, den lehnt man nicht ab – den bewundert man. Und wer das Glück hat, am Gasgriff zu drehen, vergisst das nicht mehr.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : Standard sport ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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