Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 143.0 ch @ 9500 tr/min (105.2 kW)
- Drehmoment
- 101.0 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.8:1
- Bohrung × Hub
- 97 x 67,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 57 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre en alliage alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée öhlins Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins, déb : 133 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/50-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Trockengewicht
- 177.00 kg
- Neupreis
- 14 000 €
Übersicht
Stellen Sie sich vor, man händigt Ihnen die Schlüssel einer RSV-R Factory aus – schon in der Straßenversion eine gefürchtete Maschine – und teilt Ihnen mit, dass Aprilia beschlossen hat, noch einen Schritt weiter zu gehen. Keine Scheinwerfer, keine Rückspiegel, keine Blinker. Nichts als das, was schnelles Fahren erfordert. Genau das ist das Programm dieser Pista, der konsequenten Rennstreckenversion einer Maschine, die ihre Zeitgenossen bereits in Straßenkleidung demütigte.

Der 998-cm³-V2-Motor mit 60-Grad-Winkel trägt hier eine Titan-Auspuffanlage, die die Mechanik im mittleren Drehzahlbereich befreit. Der angegebene Zugewinn nähert sich zehn PS in diesen Bereichen, was die Leistung auf 143 PS bei 9.500 U/min bringt, bei einem Drehmoment von 101 Nm bei 8.000 U/min. Diese Zahlen sind nicht bloße Prospektargumente: An einer Maschine, die ohne ihr Straßenzubehör auf 177 Kilogramm trocken fällt, bekommen sie eine konkrete Dimension. Die zur damaligen Zeit frisch vorgestellte CBR 1000 RR wog mehr. Die Pista lag auf der Waage also bereits vor ihr, ganz ohne über den Rest zu sprechen.
Und der Rest ist eine Öhlins-Federung an beiden Rädern – 43-mm-Upside-down-Gabel vorne, Monofederbein hinten –, alles einstellbar wie ein Schweizer Uhrwerk, um den Anforderungen jeder Rennstrecke gerecht zu werden. Die radial montierten Brembo-Bremsen an 320-mm-Scheiben verrichten ihre Arbeit mit der Autorität, die man von einer 14.000-Euro-Maschine erwartet, die dafür gebaut wurde, den Asphalt einer Rennstrecke zu beißen. Die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h lässt keinen Zweifel an Aprilias Absichten.
Um die Sache in ihren Kontext einzuordnen: Die serienmäßige RSV-R Factory genügte bereits, um eine Ducati 999 S in Schwierigkeiten zu bringen und einer Suzuki GSX-R 1000 ernsthaft auf den Fersen zu bleiben. Die Pista treibt diese Logik auf die Spitze, indem sie alles streicht, was nicht zur reinen Leistung beiträgt. Es ist eine Maschine für den erfahrenen Rennfahrer, jemanden, der seine Linien kennt, die Strecke liest und ein Werkzeug will, das ausschließlich dafür ausgelegt ist. Der Einsteiger kann getrost weiterziehen – und der Gelegenheitsfahrer am Wochenende ebenfalls.
Aprilia plante ein Umrüstkit, um das Biest wieder straßentauglich zu machen. Der Gedanke ist auf dem Papier großzügig, doch der Preis dieses Kits dürfte so manchen abgeschreckt haben. Bei einem Basispreis von 14.000 Euro für die Rennstreckenversion überstieg die Gesamtrechnung einer zur Straßenmaschine umgebauten Pista locker das Budget einer gut ausgestatteten Seriensportmaschine. Die Zielgruppe dieser Maschine braucht das zusätzliche Gepäck wahrscheinlich nicht: Sie hat einen Transporter, einen Platz in der Box und Rundenzeiten, die es zu verbessern gilt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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