Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 143.0 ch @ 10000 tr/min (103.2 kW)
- Drehmoment
- 107.0 Nm @ 7750 tr/min
- Motortyp
- Twin, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 11.8:1
- Bohrung × Hub
- 97.0 x 67.5 mm (3.8 x 2.7 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
Fahrwerk
- Rahmen
- Aluminium alloy
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Ohlins upside-down fork
- Hinterradaufhängung
- Aluminium-plate swinging for Ohlins monoshock absorber
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 133 mm (5.2 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Radstand
- 1418.00 mm
- Länge
- 2035.00 mm
- Breite
- 730.00 mm
- Höhe
- 1145.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Trockengewicht
- 175.00 kg
- Neupreis
- 14 000 €
Übersicht
Man spricht oft von "Factory"-Versionen als von fast mythischen Kreaturen, die einer Elite vorbehalten sind. Die Aprilia RSV Mille 1000 R Factory von 2004 ist kein Mythos, sondern eine brutale Realität, eine technologische Aussage. Zu einer Zeit, als der italienische V2 die japanischen Vierzylinder herausforderte, war diese Maschine die Werksdeklaration, die ultimative Waffe für jeden, der eine Sportmaschine mit Charakter wollte, nicht nur eine glatte und aseptische Leistung.

Ihr Motor, ein V2 mit 997,6 cm³, leistet 143 PS bei 10.000 Umdrehungen. Diese Zahl mag im Vergleich zu den 170 PS einiger Konkurrenten bescheiden erscheinen, aber das ist ein Irrtum. Die Magie wirkt anders, mit einem Drehmoment von 107 Nm bei 7750 U/min, einer Zugkraft, die Sie sofort in den Sitz presst, noch bevor die japanischen Reihenvierzylinder aus ihrer Trägheit erwachen. Auf einer Rennstrecke oder in einer Bergkurvenserie verleiht diese Großzügigkeit bei den Ausbeschleunigungen aus den Kurven einen psychologischen und physischen Vorteil. Die GSX-R 1000 der damaligen Zeit konnte auf der Geraden schneller sein, aber die Factory war ruchloser, ansprechender zu fahren.
Das Geheimnis dieser Agilität liegt in ihrem Gewicht. Mit nur 175 kg Trockengewicht ist sie bemerkenswert leicht, fast 20 kg leichter als viele ihrer Rivalen. Dieser Aluminiumrahmen, kombiniert mit serienmäßigen Öhlins-Federungen – Upside-Down-Gabel und Monoschwinge – bietet einen ungefilterten Dialog mit der Straße. Die Präzision ist chirurgisch, die Richtungswechsel fast intuitiv. Zu einer Zeit, als High-End-Federungen oft eine Option waren, lieferte Aprilia sie im Paket mit. Diese "ready to race"-Philosophie definierte die Factory.
Für wen ist sie gedacht? Nicht für Anfänger, ganz gewiss. Das Fahren eines sportlichen V2 erfordert eine Anpassung, eine andere Verwaltung der Massenverlagerung als bei einem Vierzylinder. Sie ist das Werkzeug des erfahrenen Sporttourers, der Charakter sucht, oder des Rennstreckenfahrers, der die mechanische Verbindung und Präzision mehr als die absolute Rohleistung schätzt. Ihr Preis, damals um die 14.000 Euro, positionierte sie als eine Premium-Alternative zur Ducati 999 und bot oft eine vollständigere Fertigung und Serienausstattung.
Heute ist diese RSV 1000 R Factory ein Zeugnis einer Zeit, in der Sportmotorräder ausgeprägte Persönlichkeiten hatten. Sie versuchte nicht, die stärkste, sondern die konsistenteste, die kommunikativste zu sein. Sie bewies, dass ein 1000-cm³-Sportmotorrad leicht, wendig und mit einem charismatischen Motor sein konnte. Es ist diese Rezeptur, die heute selten ist, die diese Aprilia zu einer Maschine macht, die immer noch respektiert und auf dem Gebiet, das zählt – der kurvenreichen Straße – immer noch furchterregend effektiv ist.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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