Schlüsselleistung
Technische Daten
Keine Unterschiede zwischen diesen beiden Baujahren.
Motor
- Hubraum
- 710 cc
- Leistung
- 70.0 ch (51.1 kW)
- Motortyp
- Single cylinder, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Zündung
- CDI
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- All carbon fiber bodywork/chromoly frame
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- 43mm inverted cartridge fork
- Hinterradaufhängung
- Dual Shock absorbers
- Federweg vorne
- 109 mm (4.3 inches)
- Federweg hinten
- 114 mm (4.5 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 180/55-17
Abmessungen
- Radstand
- 1524.00 mm
- Tankinhalt
- 12.49 L
- Trockengewicht
- 145.20 kg
Übersicht
Man hätte fast glauben können, dass die Szene der Neo-Retro-Customizer die reine Performance endgültig im Stich gelassen hätte. Der Alligator A-6, mit seinem 710 cm³-Eilmzylinder und seinem schlichten Café-Racer-Look, erinnert daran, dass einige Hersteller diese Kompromisslösung ablehnen. Hier ist Minimalismus eine Philosophie von Gewicht, nicht eine Entschuldigung für Trägheit.

Der große Viertakt-Eilmzylinder, luftgekühlt und Einspritzung, leistet 70 Pferde. Auf einer Basis von 145 kg Trockengewicht erhalten diese Zahlen eine andere Dimension. Sie versprechen ein lebhaftes, nervöses Motorrad, dessen behauptete Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h durchaus glaubwürdig erscheint. Das Drehmoment, obwohl nicht beziffert, muss ab mittleren Drehzahlen beträchtlich sein, typisch für einen großen Mono, der mehr schiebt als dreht. Die Fünfgang-Schaltung und der Kettenantrieb vervollständigen ein einfaches, robustes mechanisches Gesamtbild, das dazu bestimmt ist, ohne Schnörkel beansprucht zu werden.
Das Fahrwerksdesign offenbart einen ausgesprochen sportlichen Ansatz. Ein Chromoly-Rahmen beherbergt eine 43-mm-Cartridge-Telegabel vorne und zwei Stoßdämpfer hinten, eine Konfiguration, die auf einem Custom, der normalerweise auf einen Monostoßdämpfer setzt, selten zu finden ist. Reifen im Format 120 und 180 auf 17-Zoll-Rädern, kombiniert mit einer Zweischeibenbremsanlage vorne und einer Einscheibenbremsanlage hinten, bestätigen diese Ausrichtung. Der Radstand von 1524 mm ist für die Straße kurz und garantiert eine Aggressivität in Kurven, die Harley-Davidson Sportster oder sogar Triumph Bonneville nicht bieten können.
Der wahre Clou liegt in der vollständig aus Kohlefaser gefertigten Karosserie. Diese Wahl, die auf einer Ducati Panigale V4 R häufiger anzutreffen ist als auf einem Café-Racer, unterstreicht das zwanghafte Streben nach Leichtbau. Mit einem 12,5-Liter-Tank wird die Reichweite begrenzt sein, aber das ist der Preis für eine so angespannte und aggressive Silhouette. Die A-6 macht keine Kompromisse bei Komfort oder Reisen. Sie ist die Verkörperung eines Motorrad-Purismus: einem charismatischen Motor, einem reaktionsschnellen Chassis, einem radikalen Look. Sie richtet sich an den Fahrer, der das rohe Gefühl sucht, der den direkten Dialog mit der Mechanik über elektronische Assistenz stellt. Im Vergleich zu Yamaha XSR900 oder BMW R nineT bietet sie einen viel schmaleren Weg, aber einen unendlich persönlicheren.
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