Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 689 cc
- Leistung
- 74.0 ch @ 9000 tr/min (54.4 kW)
- Drehmoment
- 68.6 Nm @ 6500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5:1
- Bohrung × Hub
- 80 x 68.6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 210 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 200 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 282 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 90/90-21
- Vorderreifendruck
- 2.20 bar
- Hinterreifen
- 150/70-18
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 880.00 mm
- Tankinhalt
- 16.00 L
- Gewicht
- 216.00 kg
- Neupreis
- 11 656 €
Übersicht
Es gibt Maschinen, die so tun, als würden sie irgendwohin fahren, und andere, die nichts anderes im Sinn haben. Die Explorer-Version der Ténéré 700 gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Yamaha hat keine Trail für Wochenend-Fotos gebaut: Seit 2019 beansprucht dieser 689-cc-Zweizylinder eine direkte Abstammung von den Ténéré der 1980er Jahre, jenen Maschinen, die staubbedeckt in Dakar ankamen. Die Positionierung ist klar, beinahe provokant.

Was zunächst auffällt, ist das Format. Die Ténéré 700 wiegt vollgetankt 216 kg, ein Wert, der sie mehrere Dutzend Kilogramm unter den Platzhirschen des Segments platziert, allen voran BMW GS 1250 und Africa Twin. Der Sattel thront auf 880 mm, und der stählerne Doppelschleifen-Rahmen bewahrt eine schlanke, für eine Trail beinahe gestreckte Silhouette. Der CP2-Motor, bekannt von der MT-07, leistet 74 PS bei 9.000 U/min und 68,6 Nm bei 6.500 U/min. Vernünftige Werte, ausreichend um Pisten zu verschlingen ohne die Fähigkeiten des Fahrers zu überfordern, die jedoch nicht im gleichen Revier spielen wollen wie die 1.000-cc-Twins der Premium-Konkurrenz. Das ist eine bewusste Entscheidung: Die Ténéré 700 zielt auf den Fahrer, der schnell auf schlechtem Untergrund fahren will, nicht auf jenen, der auf der Landstraße Eindruck machen möchte.
Die Explorer-Ausstattung rechtfertigt ihren Namen durch ein Ensemble an Schutzvorrichtungen und Transportlösungen, die für lange Abwesenheiten konzipiert wurden. Zwei Aluminiumkoffer flankieren das Motorrad, 35 Liter links, 37 rechts, ausreichend für das Material einer ernsthaften Durchquerung. Der Soziussitz weicht einem Heckträger, was die Frage der Zweipersonenreise endgültig beantwortet. Der Motorschutz, verstärkt und ein Drittel dicker als das Serienteil, schützt den Twin vor Steinschlägen. Crashbars umrahmen Motor und Flanken. Der Hauptständer, bei solchen Maschinen oft nicht vorhanden, ermöglicht Kettenarbeiten oder Radwechsel ohne Suche nach ebenem Terrain. Diese 12 kg an Zusatzausstattung kosten 1.941 Euro und bringen die Gesamtrechnung auf 11.656 Euro, einen Preis, den Yamaha mit dem Hinweis verteidigt, dass der Einzelkauf der Zubehörteile nahezu gleich teuer käme.
Die 43-mm-Upside-down-Gabel federt 210 mm, das Federbein 200 mm, das 21-Zoll-Vorderrad und das 18-Zoll-Hinterrad bilden eine kohärente Geometrie, um Spurrinnen zu absorbieren und auf degradierten Oberflächen die Linie zu halten. Das ist keine als Trail verkleidete Enduro, aber deutlich ernsthafter als das, was die Konkurrenz in diesem Preissegment und dieser Hubraumklasse bietet. Die Honda CB500X oder die Kawasaki Versys 650 spielen im Gelände in einer anderen Liga; die Ténéré 700 zielt höher, ohne dabei die Beherrschung einer echten Enduromachine zu verlangen.
Die Zielgruppe ist ein Fahrer auf Fortgeschrittenenniveau, der die Entdeckungsphase hinter sich hat und weit, lange und auf Wegen fahren will, die aufhören, welche zu sein. Kein Anfänger, denn Sitzhöhe und Beladungsgewicht erfordern etwas Erfahrung. Auch kein Streckenpilot, dazu lädt die Leistung nicht ein. Der autonome Weitreisende, der seine Etappen mit Kartenhintergrund und Kompass plant, findet in dieser Explorer-Version ein von Anfang bis Ende stimmiges Angebot. Der 16-Liter-Tank bleibt der einzige Wermutstropfen einer ansonsten gut durchdachten Akte: Auf abgelegenen Pisten kann die Reichweite zur einschränkenden Variable werden.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS désactivable
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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