Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1157 cc
- Leistung
- 100.0 ch @ 8500 tr/min (73.6 kW)
- Drehmoment
- 90.2 Nm @ 6500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 59 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø nc, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 125 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 6 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 230 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 790.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
- Gewicht
- 244.00 kg
- Trockengewicht
- 214.00 kg
- Neupreis
- 7 799 €
Übersicht
Was bewegt ein 1996 geborenes Motorrad dazu, über ein Jahrzehnt lang im Katalog zu bleiben? Im Fall der Suzuki GSF 1200 Bandit lässt sich die Antwort in zwei Worten zusammenfassen: mechanische Robustheit. Dieser große japanische Roadster, aufgebaut um einen luft- und ölgekühlten Reihenvierzylinder mit 1157 cc, hat die Jahre überstanden, ohne jemals beim Wesentlichen zu versagen. Doch im Jahr 2000 beschloss Hamamatsu, das Konzept von Grund auf zu überarbeiten. Kein bloßes kosmetisches Lifting: Rahmen, Federung, Ergonomie – alles wurde angefasst. Die große Bandit tauschte ihr Rowdy-Kostüm gegen ein seriöseres Outfit, zum Besseren und manchmal zum Bedauern der Puristen.

Der Jahrgang 2000 erbt die Linienführung der kleinen Schwester, der 600. Gleicher Stahl-Doppelschleifenrahmen mit strafferen Linien, gleiche Verkleidung bei der S-Version. Unter dem Kleid sind die Unterschiede bedeutsamer: verstärkte Schwinge, Sechskolben-Bremssättel vorn auf 310-mm-Scheiben, verschraubte statt verschweißte Auspuffanlage. Der nun schwarz lackierte Motorblock leistet 100 PS bei 8.500 U/min bei einem Drehmoment von 90,2 Nm ab 6.500 Touren. Diese Werte platzieren die Maschine im oberen Mittelfeld des Segments, ohne jedoch mit den schärferen Angeboten einer Yamaha FZS 1000 Fazer oder einer Honda CB 1300 mithalten zu können, die im selben Zeitraum erschienen. Was den Preis betrifft, lag der Neupreis der Suzuki GSF 1200 Bandit bei rund 7.799 Euro – ein gewichtiges Argument gegenüber einer oft teureren Konkurrenz.
Auf der Straße ist die Verwandlung spürbar. Die neue Lenkgeometrie und die überarbeiteten Federelemente mit einer telehydraulischen Gabel mit 130 mm Federweg und einem Monofederbein hinten mit 125 mm machen die Maschine deutlich handsamer. Das Gewicht der Suzuki GSF 1200 Bandit bleibt beachtlich – 244 kg fahrfertig bei einem 20-Liter-Tank –, doch die Masseverteilung hat an Schlüssigkeit gewonnen. Die Sitzhöhe von nur 790 mm erlaubt es auch durchschnittlich großen Fahrern, ohne Angst die Füße abzusetzen. Die alte Bandit hatte den Ruf einer eigenwilligen Maschine, die bei niedrigen Drehzahlen fast störrisch war und dann plötzlich in den oberen Bereichen aufwachte. Diese Version korrigiert das: Die Leistungskurve gewinnt an Linearität, das Fünfganggetriebe schaltet geschmeidiger. Der Durchschnittsverbrauch einer Suzuki GSF 1200 Bandit liegt je nach Gashand in der Regel zwischen 6,5 und 7,5 Litern auf hundert Kilometer – ein vernünftiger Appetit für einen Motor dieses Hubraums.
Die Bremsanlage, historisch ein verbesserungswürdiger Punkt bei Suzuki, macht dank der Sechskolben-Sättel Fortschritte, behält aber einen anfänglichen Mangel an Biss, der beim ersten Kontakt überrascht. Man muss entschlossen zupacken, um die erwartete Verzögerung zu erzielen. Bei der Verarbeitung zeigt sich die wiederkehrende Achillesferse der Baureihe: etwas billig wirkende Kunststoffe, verbesserungswürdige Passungen, Lack, der schnell altert. Die Zuverlässigkeit der Suzuki GSF 1200 Bandit macht diesen Makel mehr als wett. Dieser Motor ist ein Uhrwerk, das bei Einhaltung der grundlegenden Wartung sehr hohe Laufleistungen klaglos wegsteckt. Die Meinungen zur Suzuki GSF 1200 Bandit stimmen alle in diesem Punkt überein: Sie verzeiht Nachlässigkeit besser als jede europäische Konkurrentin.
An wen richtet sie sich also? An den pragmatischen Motorradfahrer, der einen vielseitigen Roadster für den Alltag sucht, für Wochenendtouren und den Arbeitsweg, ohne sich beim Unterhalt zu ruinieren. Der Fahranfänger nach dem Führerschein findet dank der niedrigen Sitzhöhe und des gezähmten Charakters ein zugängliches Motorrad; der Langstreckenfahrer schätzt die Reichweite und den ordentlichen Komfort auf langen Strecken. Dynamisch und technologisch von einer schärferen Konkurrenz überholt, macht die große Suzuki GSF 1200 Bandit dies durch ihre Umgänglichkeit und bewährte Zuverlässigkeit wett. Wenn ihre Verarbeitung ihr schadet, so garantiert ihre mechanische Langlebigkeit ein Preis-Spaß-Verhältnis, das auf dem Gebrauchtmarkt schwer zu schlagen ist. Eine Maschine ohne Genialität, aber ohne Laster: genau das, was man von ihr verlangt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!