Schlüsselleistung
Technische Daten
- Motortyp
- In-line four, four-stroke → 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- Air → combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5:1 → 9.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 79.0 x 59.0 mm (3.1 x 2.3 inches) → 79 x 59 mm
- Kraftstoffsystem
- Carburettor → —
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC) → —
- Getriebe
- 5-speed → boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chain (final drive) → Chaîne
- Vorderradbremse
- Double disc → Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 6 pistons
- Hinterradbremse
- Single disc → Freinage 1 disque Ø 230 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17 → 120/70-17
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17 → 180/55-17
- Radstand
- 1430.00 mm → —
- Länge
- 2070.00 mm → —
- Breite
- 765.00 mm → —
- Höhe
- 1220.00 mm → —
- Trockengewicht
- 220.00 kg → 214.00 kg
Motor
- Hubraum
- 1157 cc
- Leistung
- 100.0 ch @ 8500 tr/min (73.6 kW)
- Drehmoment
- 90.2 Nm @ 6500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 59 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø nc, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 125 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 6 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 230 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 790.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
- Gewicht
- 244.00 kg
- Trockengewicht
- 214.00 kg
- Neupreis
- 7 799 €
Übersicht
Schwer, an der Suzuki GSF 1200 Bandit vorbeizukommen, wenn man über die großen Roadster der 2000er Jahre spricht. 1996 geboren, hat diese Maschine ein ganzes Jahrzehnt durchlaufen, ohne jemals wirklich von der Bildfläche zu verschwinden. Und das aus gutem Grund: Ihr luft- und ölgekühlter Reihenvierzylinder mit 1157 cc ist ein Musterbeispiel an Langlebigkeit. Doch 2004 hatte Suzuki verstanden, dass bewährte Zuverlässigkeit allein nicht mehr ausreichte. Die Konkurrenz hatte aufgerüstet – mit Yamaha FZ1, Kawasaki Z1000 oder Honda CB1300, die in Sachen Fahrwerk und Elektronik das Niveau angehoben hatten. Die große Bandit verdiente eine gründliche Überarbeitung.

Und Suzuki hat es nicht bei einem neuen Anstrich belassen. Die GSF 1200 Bandit Jahrgang 2004 erbt die Linie ihrer kleinen Schwester, der 600, mit einem Stahl-Doppelschleifen-Rohrrahmen in strafferer Linienführung und einer deutlich gepflegteren Front in der S-Version. Unter der Verkleidung wiegen die Änderungen schwerer: verstärkte Schwinge, Sechskolben-Bremssättel vorn auf zwei 310-mm-Scheiben, verschraubte statt verschweißte Auspuffanlage. Der nun schwarz lackierte Motor liefert seine 100 PS bei 8500 U/min und ein Drehmoment von 90,2 Nm, das bereits ab 6500 U/min anliegt. Genug für kräftige Zwischenspurts, ohne den Drehzahlmesser quälen zu müssen. Das Getriebe bleibt bei fünf Gängen – eine konservative Wahl, die dennoch gut zum Charakter dieses auf den mittleren Drehzahlbereich ausgelegten Triebwerks passt.
Der wahre Fortschritt zeigt sich auf der Straße. Die überarbeitete Geometrie und die neu abgestimmten Federelemente haben das Fahrverhalten der Maschine grundlegend verändert. Wo die alte Generation den Rebellen gab und mit bisweilen unberechenbarem Charakter die Richtung wechselte, zeigt diese Version 2004 eine beruhigende Stabilität. Das Motorrad legt sich mit weniger Aufwand in Kurven, das Vorderrad flößt Vertrauen ein, die auf 790 mm gehaltene Sitzhöhe erlaubt es Fahrern mittlerer Statur, stressfrei beide Füße abzusetzen. Das Gewicht bleibt beachtlich – 244 kg vollgetankt bei einem 20-Liter-Tank –, lässt sich aber in Fahrt schnell vergessen. Die Meinungen zur Suzuki GSF 1200 Bandit 2003 und 2004 stimmen in diesem Punkt überein: Das Motorrad hat an Reife gewonnen, was es an rohem Temperament eingebüßt hat.
Genau das werden ihr die Puristen auch vorwerfen. Die Bandit Version 2004 ist effizienter, sicherer, alltagstauglicher. Aber sie hat ihren ruppigen Charakter gegen eine beinahe bürgerliche Besonnenheit eingetauscht. Die Bremsanlage illustriert diese Dualität gut: Dank der Sechskolben-Sättel kraftvoll, fehlt es ihr beim ersten Druckpunkt noch an Biss – ein bei Suzuki in jener Zeit wiederkehrendes Manko. Die Federelemente bleiben trotz der Fortschritte der Schwachpunkt des Gesamtpakets. Auf glattem Belag korrekt, stoßen sie auf schlechter Fahrbahn oder bei beladenem Soziusbetrieb schnell an ihre Grenzen. Die Verarbeitungsqualität muss sich, ohne beschämend zu sein, einer japanischen Konkurrenz geschlagen geben, die in dieser Preisklasse mehr auf Details achtete. Zu einem Neupreis von 7 799 Euro blieb die Bandit dennoch wettbewerbsfähig, und genau diese aggressive Preispolitik hat ihren kommerziellen Erfolg zementiert.
Im Grunde richtet sich die Suzuki GSF 1200 Bandit an den pragmatischen Motorradfahrer. An denjenigen, der einen zuverlässigen Hubraumriesen sucht, der Kilometer um Kilometer klaglos abspult, bei vernünftigem Verbrauch für einen 1200er. Ihre allgemeine Zuverlässigkeit garantiert hohe Laufleistungen, und der Gebrauchtmarkt ist voll von gut gepflegten Modellen der Baujahre 1995 bis 2006. Sie wird es nie mit einer Z1000 in Sachen Fahrwerk aufnehmen können, noch mit einer Speed Triple beim Fahrerlebnis. Aber um täglich zu fahren, am Wochenende eine Tour zu drehen und nie mit einer Panne liegenzubleiben, funktioniert das bewährte Bandit-Rezept nach wie vor. Auf dem Papier von einer schärferen Konkurrenz überholt, macht sie das durch eine Umgänglichkeit wett, die nur wenige Roadster dieser Hubraumklasse für sich beanspruchen können.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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