Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 100.0 ch @ 8500 tr/min (73.6 kW) → 100.0 ch @ 8500 tr/min (71.5 kW)
- Drehmoment
- 90.2 Nm @ 6500 tr/min → 91.0 Nm @ 4500 tr/min
- Kühlung
- Oil & air → combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5:1 → 9.5 : 1
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC) → —
- Federweg vorne
- — → 130 mm (5.1 inches)
- Federweg hinten
- — → 125 mm (4.9 inches)
- Bodenfreiheit
- 130.00 mm → —
- Länge
- 2140.00 mm → —
- Breite
- 765.00 mm → —
- Höhe
- 1100.00 mm → —
Motor
- Hubraum
- 1157 cc
- Leistung
- 100.0 ch @ 8500 tr/min (71.5 kW)
- Drehmoment
- 91.0 Nm @ 4500 tr/min
- Motortyp
- In-line four, four-stroke
- Kühlung
- combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 79.0 x 59.0 mm (3.1 x 2.3 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Carburettor
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø nc, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 125 mm
- Federweg vorne
- 130 mm (5.1 inches)
- Federweg hinten
- 125 mm (4.9 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Dual disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 790.00 mm
- Radstand
- 1430.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
- Gewicht
- 244.00 kg
- Trockengewicht
- 214.00 kg
- Neupreis
- 7 799 €
Übersicht
Was treibt ein 1995 geborenes Motorrad dazu, sich über mehr als ein Jahrzehnt gegen immer schärfer werdende Konkurrentinnen auf der Straße zu behaupten? Die Suzuki GSF 1200 Bandit, Jahrgang 2001, liefert ihre eigene Antwort: ein luft- und ölgekühlter Reihenvierzylinder mit 1157 cc, 100 PS bei 8500 U/min und vor allem ein Drehmoment von 91 Nm, das bereits ab 4500 Touren anliegt. Solche Eckdaten lassen auf dem Papier gegenüber einer Yamaha FZ1 oder einer Kawasaki ZR-7S nicht gerade träumen, doch auf der Straße ändert das Temperament alles. Die große Suzuki GSF 1200 Bandit, gebaut von 1995 bis 2006, punktet mit einer Umgänglichkeit, die nur wenige Naked Bikes dieser Ära für sich beanspruchen können. Ihr Motor zieht lang, schiebt kräftig im mittleren Drehzahlbereich und verzeiht ungenaue Gasgriffe. Für den Motorradfahrer, der Drehmoment statt stratosphärischer PS-Zahlen sucht, geht das Rezept auf.

Diese Version von 2001 markiert einen Wendepunkt in der Karriere der Bandit. Suzuki hat sich nicht damit begnügt, die Aufkleber zu wechseln. Der Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen wurde in seiner Geometrie überarbeitet, die Federelemente neu abgestimmt, die Schwinge verstärkt. Das Motorrad übernimmt das Design seiner kleinen Schwester, der 600er, mit strafferen Linien und einer moderneren Silhouette. Die Bremssättel wechseln auf Sechskolben-Ausführung, die Auspuffanlage erhält eine stabilere Schraubbefestigung. Das Ergebnis spürt man sofort im Sattel: Die Lenkung ist leichter, Schräglagenwechsel weniger mühsam, der Komfort deutlich verbessert. Mit einer Sitzhöhe von 790 mm und einem vollgetankten Gewicht von 244 kg bleibt sie für die meisten Staturen zugänglich, ohne dabei ein Leichtgewicht zu spielen. Ihr 20-Liter-Tank und ein Durchschnittsverbrauch der Suzuki GSF 1200 Bandit 2001 von rund 6,5 l/100 km ermöglichen eine ordentliche Reichweite für den Straßentourismus.
Die Kehrseite der Medaille ist bekannt. Wenn die Zuverlässigkeit der Suzuki GSF 1200 Bandit längst außer Frage steht, schadet ihr die Verarbeitungsqualität doch erheblich. Die Kunststoffteile wirken billig, die Passungen lassen Sorgfalt vermissen, und die Serienfahrwerk bleibt der Schwachpunkt des Modells. Die Telegabel mit ihren 130 mm Federweg und das Zentralfederbein hinten mit 125 mm erledigen ihre Arbeit auf sauberem Belag, doch sobald die Fahrbahnoberfläche schlechter wird oder das Tempo steigt, zeigen sich ihre Grenzen schnell. Die Bremse bietet in bester Suzuki-Tradition jener Ära mit ihren Doppelscheiben vorne zwar rohe Bremskraft, lässt aber Dosierbarkeit am Hebel vermissen. Das Fünfganggetriebe, während die Konkurrenz längst auf sechs Gänge setzte, verrät ebenfalls das Alter der Konstruktion. Auf der Autobahn, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h, dreht der Motor hoch und der Verbrauch schießt in die Höhe.
Für wen hat dieses Motorrad noch Sinn? Für den pragmatischen Motorradfahrer, der viel fahren will, ohne sich zu ruinieren. Der Neupreis einer Suzuki GSF 1200 Bandit 2001 in Frankreich lag bei rund 7799 Euro, was sie zu einem der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse im Segment machte. Heute als Gebrauchtmotorrad ist sie ein Schnäppchen. Ihre generelle Zuverlässigkeit garantiert hohe Laufleistungen ohne böse Überraschungen – vorausgesetzt, man akzeptiert ihre angeborenen Schwächen. Die Meinungen zur Suzuki GSF 1200 Bandit, ob Jahrgang 2003 oder 2004, laufen alle auf denselben Befund hinaus: solide Mechanik, ehrliches Fahrwerk, Verarbeitung mit Abstrichen. Die Leistung einer Suzuki GSF 1200 Bandit, selbst in der auf 34 PS gedrosselten Version für den damaligen A2-Führerschein, bleibt im Alltag nutzbar. Von einer auf dem Papier schärferen Konkurrenz überholt, behält die Bandit 1200 ein Argument, das kein Datenblatt messen kann: die schlichte Freude, auf einem Motorrad ohne Schnickschnack zu fahren, das genau das tut, was man von ihm verlangt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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