Schlüsselleistung
Technische Daten
Keine Unterschiede zwischen diesen beiden Baujahren.
Motor
- Hubraum
- 125 cc
- Leistung
- 15.0 ch (11.0 kW)
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Bohrung × Hub
- 54 x 54 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
Fahrwerk
- Rahmen
- Double tube triangulaire en acier àdouble poutre
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche inversée Showa Ø 35 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifen
- 100/80-17
- Hinterreifen
- 130/80-17
Abmessungen
- Tankinhalt
- 10.40 L
- Trockengewicht
- 110.00 kg
- Neupreis
- 2 999 €
Übersicht
Wer kennt Rieju außerhalb der Kreise iberischer Motorradbegeisterter? Kaum jemand – und das ist schade. Die Marke aus Figueres, 1934 von zwei Katalanen, Luis Riera und Jaime Juanola, gegründet, begann mit der Herstellung von Fahrradzubehör, bevor sie Mitte der sechziger Jahre auf Motorräder umschwenkte. Neun Jahrzehnte Geschichte, ein Palmares im nationalen Rennsport, und sogar ein gewisser Carlos Checa – ja, der Fahrer der 500er-Weltmeisterschaft – der unter ihren Farben einen spanischen Titel holte. Ein Erbe, das die RS2 ohne jeden Komplex trägt.

Denn dieses kleine 125-cm³-Sportmotorrad gibt sich keineswegs zurückhaltend. Das Design ist gespannt, geradezu aggressiv, mit einer Verkleidungslinie, die vage an die großen Sportler der damaligen Zeit erinnert, ohne deren Codes sklavisch nachzuahmen. Der Doppelrohr-Dreieckrahmen aus Stahl erinnert in seinen Proportionen an den der Aprilia SL 1000 Falco – der Vergleich endet dort, die Italienerin verwendete eine weitaus edlere Aluminium-Magnesium-Legierung – doch das optische Ergebnis ist schmeichelhaft. Für 2.999 Euro, rund hundert mehr als die Honda CBR 125 R, spielt Rieju klar in derselben Klasse und beansprucht einen schärferen Stil als die Japanerin.
Unter der Verkleidung keine technische Revolution – und das ist Absicht. Der Einzylinder-Viertakter mit 125 cm³ stammt von Yamaha, ist luftgekühlt, verfügt über zwei Ventile pro Zylinder und eine quadratische Bohrung von 54 x 54 mm. Er leistet 15 PS am Hinterrad, also 11 kW, übertragen über ein Fünfganggetriebe und eine Kette. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 120 km/h. Auf dem Papier kein Traumwert. In der Praxis jedoch bietet das Leistungsgewicht eines Motorrads, das 110 kg trocken wiegt, genug Lebhaftigkeit, um sich auf Landstraßen zu vergnügen, ohne jemals zur Stressmaschine zu werden. Eine gelungene Balance für einen Neueinsteiger, der Fortschritte machen möchte, ohne sich zu überfordern.
Die technische Ausstattung ist vernünftig ohne spartanisch zu sein. Die 35-mm-Upside-down-Gabel von Showa vorne und der Monoamortisseur mit 120 mm Federweg hinten bilden eine solide Basis. Eine Scheibenbremse an jedem Ende, Reifen in den Dimensionen 100/80-17 und 130/80-17, ein 10,4-Liter-Tank. Nichts Extravagantes, aber auch nichts Beschämendes. Das kombinierte Analog-Digital-Cockpit verdient besondere Erwähnung: gut gestaltet, hebt es sich wohltuend von der üblichen Kargheit der Einsteigersegmente ab.
Was Rieju mit der RS2 gelingt, ist eine kohärente Positionierung. Das Motorrad erhebt keinen Anspruch darauf, eine Aprilia RS 125 oder eine zweitaktige Honda NSR zu sein – jene kniekauenden Maschinen, die Streckenfahrer begeisterten. Es richtet sich an den jungen A1-Fahrer, der ein verkleidetes Sportmotorrad möchte: zuverlässig, wartungsfreundlich und in der Lage, eine Straße zu meistern, ohne nach 10.000 Kilometern auseinanderzufallen. Der Yamaha-Motor, seinem Ruf für Robustheit entsprechend, beruhigt in dieser Hinsicht. Die RS2 verdient es daher, mehr als nur einen flüchtigen Blick in einem Händlerbetrieb zu erhalten.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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