Schlüsselleistung
Technische Daten
- Neupreis
- 15 690 € → 13 590 €
Motor
- Hubraum
- 675 cc
- Leistung
- 128.0 ch @ 14500 tr/min (93.4 kW)
- Drehmoment
- 71.0 Nm @ 10600 tr/min
- Motortyp
- In-line three, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 13.0:1
- Bohrung × Hub
- 79.0 x 45.9 mm (3.1 x 1.8 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Steuerung
- Double Overhead Cams/Twin Cam (DOHC)
- Schmierung
- Wet sump
- Zündung
- Digital CDI
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- ALS Steel Tubular Trellis
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet, multi-disc with mechanical drive
- Vorderradaufhängung
- Marzocchi UPD Telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Sachs adjustable monoshock
- Federweg vorne
- 125 mm (4.9 inches)
- Federweg hinten
- 123 mm (4.8 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.30 bar
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.30 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 812.00 mm
- Radstand
- 1380.00 mm
- Bodenfreiheit
- 115.00 mm
- Länge
- 2060.00 mm
- Breite
- 725.00 mm
- Tankinhalt
- 16.50 L
- Trockengewicht
- 173.00 kg
- Neupreis
- 13 590 €
Übersicht
Was treibt einen Hersteller dazu, einen Dreizylinder in einen Rahmen aus Juwelierarbeit zu verbauen, jede Auspufflinie wie ein Goldschmiedestück zu pflegen und dann einen Preis von 13.590 Euro auf das Etikett zu kleben? Die Antwort besteht aus drei Buchstaben und einer Zahl: MV Agusta F3 675. Jahrgang 2016, setzt diese mittlere Sportmaschine das ästhetische Erbe der F4 fort und kultiviert dabei eine kompaktere, nervösere, zugänglichere Persönlichkeit. Ihr Gitterrohrrahmen aus Stahl, die skulpturale Einarmschwinge und die drei auf der rechten Seite aufgereihten Auspuffendrohre erinnern daran, dass Varese nichts Gewöhnliches herstellen kann. Selbst die Sitzbank bietet, einmal vom serienmäßigen Kennzeichenhalter befreit, eine Linie von seltener Eleganz. Was das Design betrifft, erzählt das technische Datenblatt der MV Agusta F3 675 nur einen Teil der Geschichte. Man muss sie in natura sehen, um den Abstand zu einer Japanerin derselben Kategorie zu begreifen.

Das Herzstück der Maschine ist der Reihendreizylinder mit 675 cc, ausgelegt auf ein Verdichtungsverhältnis von 13:1 bei einer Bohrung von 79 mm und einem kurzen Hub von 45,9 mm. In dieser Serienversion leistet der Motor 128 PS bei 14.500 U/min, mit einem Drehmoment von 71 Nm bei 10.600 U/min. Zahlen, die die MV Agusta F3 675 auf Augenhöhe mit der Triumph Daytona 675 bringen, ihrer historischen Rivalin von der Insel. Die ORO-Version klettert auf 144 PS, doch das ist eine andere Geschichte und ein anderes Budget. Dieser Motor liebt hohe Drehzahlen. Man muss ihn jenseits der 10.000 Touren treiben, um den Schub richtig freizusetzen, was eine engagierte Fahrweise und eine gewisse Erfahrung mit Sportmaschinen erfordert. Das Ride-by-Wire-Gassystem sorgt für eine feinfühlige Steuerung der Drosselklappenöffnung, ergänzt durch eine Traktionskontrolle und mehrere Motorkennfelder. Seit 2014 ermöglicht der EAS-Schaltautomat kupplungsfreies Hochschalten – ein spürbarer Komfort auf der Rennstrecke wie auf der Straße.
Beim Fahrwerk erzeugen der kurze Radstand von 1.380 mm und das niedrige Trockengewicht von 173 kg eine lebhafte, fast spielerische Maschine beim Einlenken. Die Marzocchi-Upside-Down-Gabel und das einstellbare Sachs-Federbein erfüllen ihren Zweck, ohne das Niveau einer Öhlins zu erreichen, doch die Basis bleibt gesund und stimmig für einen Test der MV Agusta F3 675 auf kurviger Strecke. Die Bremsanlage mit Radialzangen und 320-mm-Scheiben, überwacht von einem abschaltbaren Bosch-ABS, flößt Vertrauen ein. Zwei Fahrmodi, Normal und Race, erlauben es, das elektronische Verhalten anzupassen – je nachdem, ob man ins Büro oder zur Rennstrecke fährt. Die Sitzhöhe von 812 mm und der 16,5-Liter-Tank liegen im Klassendurchschnitt, ohne Übermaß und ohne Kompromisse.

Bleibt die Frage, die sich jeder potenzielle Käufer stellt: Wird die Zuverlässigkeit der MV Agusta F3 675 dem ästhetischen Versprechen gerecht? Das Thema spaltet die Gemüter. Die zwischen 2012 und 2015 produzierten Modelle hatten mit elektronischen Problemen und einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen, die Varese schrittweise behoben hat. Die Jahrgänge 2016 bis 2019 profitieren von einer deutlich besseren Reife, doch Wartung und Unterhalt bleiben anspruchsvoller und kostspieliger als bei einer Yamaha R6 oder einer Kawasaki ZX-6R. Auf dem Gebrauchtmarkt wird eine MV Agusta F3 675 heute zu attraktiven Preisen gehandelt, was sie zu einem verführerischen Einstieg in die MV-Welt macht. Inhaber der A2-Fahrerlaubnis schielen übrigens auf die gedrosselte Version, die MV Agusta F3 675 A2, deren Gebrauchtpreis für eine Italienerin dieses Ranges erschwinglich bleibt. Anspruchsvoll, eigenwillig, optisch unwiderstehlich – die F3 675 richtet sich an Fahrer, die mehr wollen als ein effizientes Motorrad. Sie wollen eine Maschine, die sie zum Vibrieren bringt.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS Bosch 9MP
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!