Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 889 cc
- Leistung
- 135.0 ch @ 11000 tr/min (99.3 kW)
- Drehmoment
- 98.1 Nm @ 8250 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 14 : 1
- Bohrung × Hub
- 90.7 x 68.8 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 48 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tubes d'acier au chrome molybdene avec moteur porteur
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm WP Apex, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur WP Apex, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 290 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 230 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.10 bar
- Hinterreifen
- 180/60-17
- Hinterreifendruck
- 1.80 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 16.00 L
- Trockengewicht
- 142.00 kg
- Neupreis
- 39 900 €
Übersicht
142 Kilo trocken, 135 PS, Werks-Slicks und ein Preis der KTM RC 8C 890, der an der 39.900-Euro-Marke kratzt. Das ist ein Datenblatt, das sich ganz klar nicht an den Sonntagsfahrer richtet. Die RC 8C Jahrgang 2023 ist eine reinrassige Rennstreckenmaschine, entwickelt in Partnerschaft mit Krämer Motorcycles, einer kleinen deutschen Manufaktur, die die Rennstrecke wie ihre Westentasche kennt. Kein straßenzugelassener Scheinwerfer, keine Blinker, keine Kompromisse. KTM bewegt sich hier auf einem ganz besonderen Terrain – dem der exklusiven Sportmaschine in ultralimitierter Kleinserie, irgendwo zwischen Moto2-Prototyp und einer bis ans Limit getriebenen 890 Duke. Die erste Version war in weniger als fünf Minuten ausverkauft. Diese zweite Auflage, 200 Exemplare, fand in zwei Minuten und achtunddreißig Sekunden ihre Käufer. Die Botschaft ist unmissverständlich.

Unter der Carbonverkleidung wurde der 889-cm³-Reihenzweizylinder einer ernsthaften Kur unterzogen. Ventile und Pleuel aus Titan, Verdichtungsverhältnis auf 14:1 angehoben, überarbeitete Einspritzung, Akrapovic-Auspuffanlage aus Titan. Das Ergebnis: ein Plus von sieben PS gegenüber der ersten RC 8C, also 135 PS bei 11.000 U/min. Sieben mehr, als derselbe Motor in der 890 Duke R leistet. Das Drehmoment bleibt mit 98 Nm bei 8.250 U/min kräftig, und der Motor dreht bereitwillig bis 12.000 Touren hoch. Auf dem Papier wirken diese Zahlen bescheiden im Vergleich zu den 200 PS und mehr einer Panigale V4 oder einer S1000RR. Nur verändert das Gewicht der KTM RC 8C 890 die Gleichung radikal. Mit ihren 142 kg trocken bringt sie fünfzig Kilo weniger auf die Waage als ihre Überschall-Rivalinnen. In engen Kurvenkombinationen, bei Schräglagenwechseln und spätem Bremsen richtet dieses Leistungsgewicht verheerende Wirkung an.
Das Fahrwerk ist ein Konzentrat aus Racing-Lösungen. Der Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl nutzt den Motor als tragendes Element, und der Lenkkopfwinkel lässt sich um ein Grad mehr oder weniger einstellen. Alles ist justierbar: Gabelneigung, Gabelbrücken-Offset, Position der Stummellenker, der Fußrasten und der Neoprensitzbank. Die WP Apex Pro-Federelemente, speziell für den Wettbewerbseinsatz entwickelt, wurden mit weicherer Abstimmung als bei der Vorgängerversion überarbeitet. KTM wollte dem Fahrer mehr Feedback geben – eine Entscheidung, die von echtem Nachdenken über den Einsatz auf der Rennstrecke zeugt, statt einem bloßen Wettrennen um Steifigkeitswerte. Die Brembo-Bremsanlage mit radial montierten Stylema-Sätteln, 19 RCS Corsa Corta-Hauptbremszylinder und 290-mm-Scheiben mag angesichts der 330 mm der italienischen Konkurrenz bescheiden wirken. Aber an einer derart leichten Maschine reduzieren kompakte Scheiben den Kreiseleffekt und setzen Wendigkeit frei. Die geschmiedeten Dymag-Aluminiumräder mit Pirelli Diablo Superbike-Slicks vervollständigen das Bild.
Die Elektronik bleibt für eine Maschine dieses Kalibers bewusst schlicht. Zwei Motorkennfelder, Regen oder Trocken, eine Traktionskontrolle mit für 2023 überarbeiteter Schlupfregelung, eine Motorbremsensteuerung und ein bidirektionaler Quickshifter. Das AIM MXS 1.2 Race-Dashboard mit fünf Zoll Bildschirmdiagonale fungiert als vollwertiges Borddaten-Telemetriesystem mit Datenaufzeichnung, Zeitmessung, GPS-Geschwindigkeit und Post-Session-Analyse über die Software Race Studio. Das ist weit entfernt von Spielerei – es ist das Werkzeug, das Rennfahrer in Meisterschaften nutzen, um Zehntelsekunden herauszuholen.
Der Preis der KTM RC 8C 890 in Frankreich liegt bei 39.900 Euro, was sie in eine Kategorie für sich stellt. Sie lässt sich mit nichts wirklich Vergleichbarem im Katalog der großen Hersteller messen. Weder die Supersport-600er, die in ihrem Drehzahlband zu eingeschränkt sind, noch die Hypersport-Liter-Maschinen, die für technische Rennstrecken zu schwer sind, um ihr Potenzial auszuschöpfen, spielen exakt dasselbe Spiel. Diese KTM richtet sich an den anspruchsvollen Rennstreckenfahrer, der ein Präzisionswerkzeug statt einer ballistischen Rakete sucht und bereit ist, den Preis für selbstbewusste Exklusivität zu zahlen.
Serienausstattung
- Nombre de mode de conduite : 2
- Taille de l'écran TFT couleur : 12,70 cm / 5 pouces
- Jantes aluminium
- Shifter
- Amortisseur de direction
- Indicateur de vitesse engagée
- GPS
- Contrôle de traction
- Contrôle anti wheeling
- Carénage carbone
- Jantes forgées
- Embrayage anti-dribble
- Selle réglable
- Repose-pieds réglables
- Contrôle du frein moteur
- Limitateur de vitesse dans les stands
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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