Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 205.0 ch @ 13500 tr/min (150.8 kW) → 201.0 ch @ 13000 tr/min (147.8 kW)
- Drehmoment
- 114.7 Nm @ 11500 tr/min → 113.8 Nm @ 11500 tr/min
- Neupreis
- 26 849 € → 21 249 €
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 201.0 ch @ 13000 tr/min (147.8 kW)
- Drehmoment
- 113.8 Nm @ 11500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13 : 1
- Bohrung × Hub
- 76 x 55 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 47 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre périmétrique en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée BPF Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 114 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 330 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 204.00 kg
- Neupreis
- 21 249 €
Übersicht
Kann man heutzutage noch irgendjemanden mit einem japanischen Reihenvierzylinder von 998 cc und 201 PS überraschen? Kawasaki meint ja. Und die ZX-10RR Performance 2018 ist ihre Antwort – eine für die Rennstrecke geschnittene Maschine, die sich höflich weigert, von der Konkurrenz in den Schatten stellen zu lassen. Gegen die Yamaha R1, die Aprilia RSV4 RR oder die BMW S 1000 RR spielt die grüne Ninja die Karte der beherrschten Brutalität aus. Elektronisch weniger ausgereift als manche Rivalinnen, kompensiert sie mit einem unbändigen Temperament und einer millimetergenau geschliffenen Mechanik.

Die RR ist nicht einfach eine ZX-10R mit Aufklebern. Ihr überarbeiteter Zylinderkopf, die erleichterten Komponenten und der perfektionierte Schaltautomat heben sie eine Stufe höher, klar auf Wettbewerb ausgerichtet. Der Vierzylinder entwickelt seine 201 PS bei 13 000 U/min und 113,8 Nm Drehmoment bei 11 500 U/min – Zahlen, die für sich sprechen. Das Verdichtungsverhältnis von 13:1, die kurzhubige Auslegung von 76 x 55 mm, alles atmet hohe Drehzahlen und das Streben nach reiner Leistung. Auf der Rennstrecke zeigt sich dieser Motor unersättlich, bereit, jede Gerade mit einer Autorität zu verschlingen, die nur wenige Konkurrentinnen ernsthaft anfechten. Die 204 kg fahrfertig bleiben für eine Sportmaschine dieser Hubraumklasse im Rahmen, auch wenn die italienische Konkurrenz hier und da noch ein paar Kilogramm herausschlägt.
Das Suffix „Performance" liefert seinen bemerkenswertesten Beitrag in Form eines Akrapovic-Auspuffs aus Carbon, WSBK-Replik. Neunhundert Gramm Gewichtsersparnis und ein Hauch zusätzlicher Leistung – das nimmt man gerne mit. Doch vor allem ist es der Sound, der den Unterschied macht. Das raue Grollen des Vierzylinders unter Volllast ist allein schon den Umweg wert. Dagegen sucht man vergeblich nach einer Racing-Scheibe, verstellbaren Fußrasten oder einem Montageständer im Paket. Kawasaki ist offensichtlich der Ansicht, dass das Wesentliche unter der Sitzbank und im Rahmen steckt, nicht im Zubehör. Eine diskutable Entscheidung, wenn 21 249 Euro auf dem Preisschild stehen.
Was das Fahrwerk betrifft, nimmt der Aluminium-Brückenrahmen eine 43-mm-USD-Gabel (BPF) mit 120 mm Federweg und ein Zentralfederbein mit 114 mm Federweg auf. Beim Bremssystem vertraut man auf zwei vordere 330-mm-Bremsscheiben, die von radialen Vierkolben-Sätteln gepackt werden. Das Gesamtpaket flößt Vertrauen ein – solide und berechenbar –, auch wenn die Federelemente eine Öhlins-Basis verdient hätten, um den Preis vollends zu rechtfertigen. Die Sitzhöhe von 835 mm und der 17-Liter-Tank begrenzen die Reichweite auf langen Strecken, aber niemand kauft eine RR, um quer durch Frankreich zu fahren. Dieses Motorrad richtet sich an erfahrene Rennstreckenfahrer, an jene, die ihre Linien bereits kennen und ein scharfes Werkzeug suchen, um sie zu perfektionieren.
Die Kawasaki ZX-10RR Performance 2018 bleibt eine furchteinflößende Waffe in der Hypersport-Landschaft. Ihr fehlt vielleicht die elektronische Finesse einer R1 oder das mechanische Charisma einer RSV4, doch sie kompensiert durch rohe Effizienz und einen stahlharten Charakter. Für diesen Preis hätte man sich ein großzügigeres Paket gewünscht. Doch auf der Rennstrecke, wenn die Ampel auf Grün springt, verfliegen alle Bedenken bei 300 km/h.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : Standard sport ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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