Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1832 cc
- Leistung
- 118.0 ch @ 5500 tr/min (86.8 kW)
- Drehmoment
- 166.7 Nm @ 4000 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 9.8:1
- Bohrung × Hub
- 74 x 71 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 40 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre alu, type Diamant
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 45 mm, déb : 140 mm
- Hinterradaufhängung
- monobras Pro-Arm mono-amortisseur Pro-link, déb : 105 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 296 mm, étrier 3 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 316 mm, étrier 3 pistons
- Vorderreifen
- 130/70-18
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/60-17
- Hinterreifendruck
- 2.80 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 725.00 mm
- Tankinhalt
- 25.00 L
- Gewicht
- 392.00 kg
- Neupreis
- 24 599 €
Übersicht
Vierzig Jahre Herrschaft über den Zweirad-Tourismus, und Honda beschließt, das zu feiern, indem man seine Königin entkleidet. Die GL 1800 Goldwing F6B Edition 40. Jubiläum ist eine Übung in bewusstem Widerspruch: das bestausgestattete Motorrad des Marktes nehmen und ihm einen Großteil seiner Ausstattung abnehmen, um einen Bagger nach amerikanischer Art daraus zu machen. Weg mit dem Topcase, der großen Windschutzscheibe, den Soziustrittbrettern, der beheizbaren Sitzbank, dem optionalen GPS und Airbag. Das Ergebnis sind 28 Kilo weniger auf der Waage und fast 6.000 Euro Ersparnis gegenüber der vollständigen Goldwing. Eine Schlankheitskur, die ihr ziemlich gut steht, das muss man zugeben.

Das Herz dieser Maschine bleibt unangetastet, und genau darin liegt ihr ganzer Charme. Der Boxermotor mit 1832 cm3 Hubraum leistet 118 PS bei 5.500 U/min und vor allem 166,7 Nm Drehmoment bereits ab 4.000 Touren. Auf dem Papier wirkt die Leistung bescheiden gegenüber der BMW K 1600 mit ihren 160 PS. Aber die F6B zu fahren heißt, eine andere Philosophie zu akzeptieren. Dieser Sechszylinder-Boxermotor sucht nicht die rohe Leistung. Er setzt auf eine mechanische Geschmeidigkeit, die niemand sonst in dieser Kategorie bietet. Jede Beschleunigung geschieht in einem seidigen Flüstern, der Motor bewegt seine 392 kg vollgetankt mit einer fast verblüffenden Leichtigkeit. Das Fünfganggetriebe, gekoppelt mit dem Kardanantrieb, verstärkt diesen Eindruck permanenter Sanftheit.
Für diese Jubiläumsedition hatte Honda die gute Idee, endlich den elektrischen Rückwärtsgang serienmäßig zu integrieren. Wenn man weiß, was die Maschine wiegt, fragt man sich, warum er nicht von Anfang an dabei war. Ein Knopf an der rechten Armatur, ein kleiner Elektromotor, und die Rangierarbeit im Stand ist keine Kraftübung mehr. Auch der Tempomat hält Einzug, eine logische Ausstattung für eine Reisemaschine zum Preis von 24.599 Euro. Diese Ergänzungen, zwar willkommen, hätten schon viel früher im Katalog stehen müssen. Was die Optik betrifft: Jubiläumsplaketten und eine schlichte Lackierung, vielleicht zu schlicht, um vier Jahrzehnte Geschichte zu feiern. Honda spricht von dezenter Eleganz. Man hätte sich etwas mehr Wagemut gewünscht, um das Ereignis gebührend zu würdigen.
Das Fahrwerk braucht sich vor den besten GT des Marktes nicht zu verstecken. Der Doppelrohr-Aluminiumrahmen in Diamantbauweise bietet eine beruhigende Steifigkeit. Die teleskophydraulische Gabel mit 45 mm Durchmesser und Anti-Dive-System absorbiert Unebenheiten klaglos auf 140 mm Federweg. Am Heck arbeitet die Pro-Arm-Einarmschwinge zusammen mit dem Pro-Link-Federbein auf 105 mm. Die kombinierte ABS-Bremsanlage bietet vorn zwei Scheiben mit 296 mm und hinten eine Scheibe mit 316 mm Durchmesser, jeweils mit Dreikolben-Bremssätteln. Die Sitzbank, auf nur 725 mm Höhe, ermöglicht es fast jedem, die Füße auf den Boden zu setzen. Ein Detail, das zählt, wenn man fast 400 kg im Stand rangiert. Der 25-Liter-Tank erlaubt ordentliche Etappen, ohne jeden Tankstellenstopp zum Pflichtprogramm zu machen.
Die F6B 40. Jubiläum richtet sich an Tourenfahrer, denen die klassische Goldwing zu wuchtig ist, die aber nicht auf das Prestige des Sechszylinders verzichten wollen. Sie positioniert sich auf halbem Weg zwischen dem reinen Bagger, dem Revier der Harley Street Glide und Indian Chieftain, und der vollverkleideten Reiseenduro. Ihr Boxermotor bleibt ein einzigartiges Argument in diesem Segment, ein Triebwerk, das kein Konkurrent nachbauen kann. Ihre Schwächen sind bekannt: ein trotz der Kur beachtliches Gewicht, eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h, die vollkommen ausreicht, aber daran erinnert, dass Sportlichkeit nicht auf dem Programm steht, und ein Preis, der schnell steigt für ein Motorrad, dessen Architektur auf das Jahr 2001 zurückgeht. Aber um Kilometer in königlichem Komfort mit dieser so besonderen mechanischen Signatur zu verschlingen, klingt nichts anderes ganz genauso.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : Dual-CBS and ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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