Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1690 cc
- Leistung
- 86.0 ch @ 5010 tr/min (63.3 kW)
- Drehmoment
- 137.3 Nm @ 3750 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / eau
- Verdichtungsverhältnis
- 10.1 : 1
- Bohrung × Hub
- 98.4 x 111.1 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléscopique Ø 49 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 130/80-17
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/65-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 740.00 mm
- Tankinhalt
- 22.70 L
- Gewicht
- 414.00 kg
- Trockengewicht
- 397.00 kg
- Neupreis
- 28 390 €
Übersicht
Wenn man über amerikanischen Langstreckentourismus spricht, macht man keinen Hehl daraus: Das Flaggschiff aus Milwaukee wiegt vollgetankt 414 Kilo, steht mit 28.390 Euro im Katalog und bekennt sich ohne Komplex zu seiner Bestimmung als rollendes Wohnzimmer. Das ist kein Motorrad für jedermann. Es ist sogar genau das Gegenteil eines Motorrads für jedermann – und genau deshalb existiert es.

Das Herzstück ist der Twin Cam 103, der für die Rushmore-Generation gründlich überarbeitet wurde. Harley hat etwas Kühnes getan, ohne jemals darauf herumzureiten: Flüssigkeitskühlung in einen Motor einzuführen, der die Idee stets abgelehnt hatte. Betroffen sind nur die Zylinderköpfe, wobei die Flüssigkeit rund um die Auslassventile zirkuliert, dort wo die Hitze am aggressivsten ist. Die Wärmetauscher verschwinden diskret in den unteren Verkleidungspartien. Das Ergebnis auf dem Datenblatt: 86 PS bei 5.010 U/min und vor allem 137,3 Nm Drehmoment, die bereits ab 3.750 U/min anliegen, bei einem Verdichtungsverhältnis von 10,1:1. Im Alltagsbetrieb macht sich der Unterschied im Stadtverkehr bemerkbar, wo ältere Versionen die Beine des Fahrers zur Grillstation werden ließen. Der angekündigte Gewinn übersteigt 10 % auf beiden Feldern, und auch wenn die nackten Zahlen gegenüber einer BMW R1200RT oder einer Honda Gold Wing bescheiden bleiben, lässt sich der Charakter des 45-Grad-V-Zweizylinders nicht auf Prüfstandsdaten reduzieren.
Das restliche Rushmore-Programm greift überall ein, ohne etwas umzuwerfen – was gleichzeitig die Stärke und die Grenze der Übung ist. Die Batwing, diese ikonische Lenkerverkleidung, erhält einen zentralen Lufteinlass unterhalb der Windschutzscheibe, Ergebnis von 3.000 aerodynamischen Tests zur Reduzierung von Turbulenzen um den Helm. Die Gabel wächst auf 49 mm Durchmesser, die Räder gewinnen an Steifigkeit und verlieren dabei Gewicht. Das Reflex-Bremssystem mit ABS bietet intelligente Regelung: unterhalb von 40 km/h arbeiten Vorder- und Hinterradbremse unabhängig; darüber übernimmt eine elektronische Bremsverteilung. Bei einer Maschine dieser Kategorie ist das eine willkommene Weiterentwicklung, kein Luxus.

An Bord ersetzt die BOOM Box 6.5 GT endgültig das CD-Autoradio einer vergangenen Ära. 6,5-Zoll-Touchscreen, integriertes GPS mit mehr als 35 Funktionen, 25 Watt pro Kanal, Bluetooth, Spracherkennung: Harley spielt in der Liga der Premiumlimousinen. Das Jukebox-Gehäuse nimmt USB-Sticks und SD-Karten auf. Für den Beifahrer gewinnt die Sitzbank 2,5 Zentimeter an Breite, die Rückenlehne wurde in allen Abmessungen überarbeitet, die Armlehnen neu positioniert. Sitzhöhe 740 mm, 22,7-Liter-Tank, 6-Gang-Getriebe mit Riemenantrieb: alles ist darauf ausgelegt, Kilometer mühelos zu verschlingen. Beheizbare Griffe und Tempomat sind serienmäßig.

Sollte man für 28.390 Euro schwach werden? Die Frage verdient eine ehrliche Antwort. Gegenüber einer Gold Wing oder einer Multistrada in der Grand-Tourisme-Version gewinnt die Ultra Limited weder bei der Höchstgeschwindigkeit, begrenzt auf 170 km/h, noch beim Gewicht. Sie gewinnt bei der Identität, beim Versprechen einer bestimmten Vorstellung vom Reisen auf amerikanische Art, geprägt vom langsamen Puls des V-Twins und dem charakteristischen Rauschen des Riemenantriebs. Das ist eine Frage der Philosophie ebenso wie des Budgets. Der Vielfahrer, der weiß, was er sucht, wird im Milwaukee-Programm abseits der CVO-Reihe nichts Besseres finden. Alle anderen werden anderswo wohl die richtige Wahl treffen – und damit nicht unbedingt falsch liegen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS combined as standard
- Bluetooth
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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