Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 86.0 ch @ 8000 tr/min (68.6 kW) → 86.0 ch @ 8000 tr/min (61.3 kW)
- Drehmoment
- 96.0 Nm @ 6000 tr/min → 84.0 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- Twin, four-stroke → V2, four-stroke
- Kühlung
- combiné air / huile → Air
- Kraftstoffsystem
- Injection. Marelli electronic fuel injection, 45 mm throttle body → Injection
- Steuerung
- — → Desmodromic valve control
- Rahmen
- Tubular steel trellis → treillis en tubes d\'acier au chrome molybdène
- Kupplung
- Dry multiplate with hydraulic control → —
- Vorderradaufhängung
- Showa 43 mm upside-down fork → Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Progressive linkage with adjustable Sachs monoshock → Mono-amortisseur, déb : 148 mm
- Vorderradbremse
- Single disc → Double disc
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17 → 180/60-ZR17
- Länge
- — → 2108.00 mm
- Höhe
- — → 798.00 mm
- Tankinhalt
- 14.00 L → 15.00 L
- Trockengewicht
- 180.00 kg → 189.00 kg
Motor
- Hubraum
- 992 cc
- Leistung
- 86.0 ch @ 8000 tr/min (61.3 kW)
- Drehmoment
- 84.0 Nm @ 6000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.0:1
- Bohrung × Hub
- 94.0 x 71.5 mm (3.7 x 2.8 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Steuerung
- Desmodromic valve control
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tubes d\'acier au chrome molybdène
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 148 mm
- Federweg vorne
- 130 mm (5.1 inches)
- Federweg hinten
- 148 mm (5.8 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.10 bar
- Hinterreifen
- 180/60-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.20 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 800.00 mm
- Radstand
- 1440.00 mm
- Länge
- 2108.00 mm
- Höhe
- 798.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Gewicht
- 208.00 kg
- Trockengewicht
- 189.00 kg
- Neupreis
- 9 995 €
Übersicht
Was treibt Ducati dazu, einen neuen Motor in seine Lieblings-Naked zu pflanzen, wenn die S4R ihr bereits die Show stiehlt? Die Antwort lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: Dual Spark. 2003 erbt die Ducati Monster 1000 den V-Twin, der für die Multistrada entwickelt wurde – einen 992-cc-Zweiventiler pro Zylinder, der den alten Motor ablöst und die Karten innerhalb der Modellpalette neu mischt. Auf dem Papier wirkt der Zugewinn bescheiden: 86 PS bei 8 000 U/min und 84 Nm bei 6 000 U/min, also eine Handvoll Pferdestärken und ein Quäntchen Drehmoment mehr als bei der 900, die sie ersetzt. Doch diese Weiterentwicklung auf Zahlen zu reduzieren, hieße das Wesentliche zu übersehen.

Schon nach den ersten Metern macht sich das Temperament des V-Twins bemerkbar. Der Motor bleibt rau, viszerال, dem Zweiventil-Erbgut treu, das Puristen so lieben – doch die doppelte Zündkerze pro Zylinder glättet die Verbrennung gerade genug, um das Biest stadttauglich zu machen. Die Lastwechselschläge, die einem im Leerlauf in die Nieren fuhren, haben sich um eine Stufe beruhigt. Ab 4 000 U/min wird der Schub entschlossen, wütend, und das im mittleren Drehzahlbereich verfügbare Drehmoment verwandelt jedes Herausbeschleunigen in ein kleines Fest. Der Durchzug, einst begrenzt, streckt sich nun mit mehr Überzeugung Richtung rotem Bereich. Das präzise und gut gestufte Sechsganggetriebe lädt dazu ein, am Schalthebel zu spielen und den Twin in seinem bevorzugten Drehzahlband zu halten. Man findet hier die Philosophie wieder, die den Erfolg der Ducati Monster 1000 ie ausmacht: eine Mechanik, die zum Fahrer spricht, anstatt sich hinter Elektronik zu verstecken.
Was das Fahrwerk betrifft, bleibt der Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl ein Schmuckstück der Ingenieurskunst. Die 43-mm-Upside-down-Gabel und das hintere Federbein bieten einen straffen, aber stimmigen Kompromiss, der darauf ausgelegt ist, Kurven souverän aneinanderzureihen. Der Radstand von 1 440 mm und das Gewicht von 208 kg vollgetankt ordnen die Monster in eine Kategorie ein, die zugänglich ist, ohne dabei schwammig zu wirken. Im Vergleich zu einer Yamaha FZ1 oder einer Kawasaki Z1000 derselben Ära gibt die Ducati zwar Pferdestärken ab, beansprucht aber einen Charakter für sich, den die japanischen Vierzylinder kaum nachbilden können. Die Bremsanlage mit der doppelten Bremsscheibe vorn wird dem sportlichen Temperament der Maschine gerecht.
Die Monster-1000-Baureihe wurde anschließend in eine ganze Konstellation von Versionen aufgefächert: die Ducati Monster 1000 S mit Öhlins-Fahrwerk, die 2006–2007 erschienene Ducati Monster 1000 S2R, die begehrte Ducati Monster 1000 ie Senna in limitierter Auflage oder auch die Ducati Monster 1000 Dark 2003, puristisch und erschwinglicher. Jede übernimmt denselben Dual-Spark-Motor und fügt ihm ihre eigene Persönlichkeit hinzu. Wer eine Ducati Monster 1000 gebraucht sucht, findet einen nach wie vor lebendigen Markt, auf dem Ducati Monster 1000 DS und Ducati Monster 1000 S ie zu vernünftigen Preisen für eine charakterstarke Italienerin gehandelt werden. Die S4R, dank Vierventiltechnik leistungsstärker, bleibt die Königin der Baureihe – doch die Zweiventil-1000 bewahrt einen mechanischen Charme, der ursprünglicher und direkter ist.
An wen richtet sie sich? An den Motorradfahrer, der seine Maschine spüren will, der Drehmoment der reinen Leistung vorzieht und Fahrgefühl über Höchstgeschwindigkeit stellt. Ihre 220 km/h Spitze und die Sitzhöhe von 800 mm machen sie vielseitig: leistungsstark genug für Fahrspaß auf Landstraßen, zivilisiert genug für den Alltagseinsatz. Mit einem Preis von 9 995 Euro im Jahr 2003 positionierte sie sich knapp unterhalb der japanischen Premium-Roadster und bot dabei das Prestige des Wappens aus Bologna. Die Ducati Monster 1000 bleibt, zwanzig Jahre später, ein ehrliches Konzentrat dessen, was Ducati am besten kann: einen einfachen Motor nehmen, ihn in einen rassigen Rahmen setzen und den Fahrer mit einem Grinsen im Gesicht allein zurechtkommen lassen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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