Schlüsselleistung
Technische Daten
- Drehmoment
- — → 77.0 Nm @ 5000 tr/min
- Kühlung
- Oil & air → combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- — → 10.3 : 1
- Bohrung × Hub
- — → 87.5 x 70.5 mm
- Ventile/Zylinder
- — → 4
- Nockenwellen
- — → 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- — → Injection
- Starter
- — → Electric
- Rahmen
- — → bâti avant en alu coulé, bâti arrière en acier
- Endantrieb
- Shaft drive (cardan) (final drive) → Cardan
- Vorderradaufhängung
- — → Fourche téléhydraulique Telelever Ø nc, déb : 190 mm
- Hinterradaufhängung
- — → Mono-amortisseur et monobras Paralever, déb : 200 mm
- Vorderradbremse
- — → Dual disc
- Hinterradbremse
- — → Freinage 1 disque Ø 276 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- — → 110/80-19
- Vorderreifendruck
- — → 2.20 bar
- Hinterreifen
- — → 150/70-17
- Hinterreifendruck
- — → 2.50 bar
- Sitzhöhe
- — → 840.00 mm
- Radstand
- 1509.00 mm → —
- Tankinhalt
- 25.00 L → 24.00 L
- Gewicht
- — → 243.00 kg
- Trockengewicht
- 225.00 kg → 218.00 kg
- Neupreis
- — → 10 570 €
Motor
- Hubraum
- 848 cc
- Leistung
- 70.0 ch @ 7500 tr/min (51.1 kW)
- Drehmoment
- 77.0 Nm @ 5000 tr/min
- Motortyp
- Two cylinder boxer, four-stroke
- Kühlung
- combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 10.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 87.5 x 70.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- bâti avant en alu coulé, bâti arrière en acier
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Cardan
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Telelever Ø nc, déb : 190 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur et monobras Paralever, déb : 200 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Dual disc
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 276 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 110/80-19
- Vorderreifendruck
- 2.20 bar
- Hinterreifen
- 150/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 840.00 mm
- Tankinhalt
- 24.00 L
- Gewicht
- 243.00 kg
- Trockengewicht
- 218.00 kg
- Neupreis
- 10 570 €
Übersicht
Stellen Sie sich die Szene vor. Wir schreiben das Jahr 2000, der Straßen-Trail boomt in Europa, und BMW pflegt seit einem Vierteljahrhundert sein Know-how in diesem Segment, das der Hersteller maßgeblich mitgeprägt hat. Die Marke mit dem Propeller beschließt daraufhin, ihre große GS in einer zugänglicheren Variante anzubieten, um das Feld nicht den japanischen Konkurrentinnen zu überlassen. Deshalb tritt das Motorrad BMW R 850 GS mit der exakten Silhouette ihrer großen Schwester 1150 auf den Plan, sodass ein ungeübtes Auge kaum Unterschiede auf einem Händlerparkplatz erkennen dürfte.

Der Marketing-Kniff hat seine Grenzen. Unter dem identischen Kleid wurde der luftgekühlte Flat-Twin auf 848 cm3 zurückgestuft, mit einer Bohrung von 87,5 mm und einem Hub von 70,5 mm bei einem Verdichtungsverhältnis von 10,3 zu 1. Die Quittung kommt auf der Leistungswaage, denn der Boxer-Zweizylinder begnügt sich mit 70 PS bei 7500 U/min und einem Drehmoment von 77 Nm bei 5000 U/min. Das ist solide, mehr nicht, vor allem wenn man die 243 kg vollgetankt bewegen muss. Die Einspritzung rettet die Ehre, indem sie jederzeit Geschmeidigkeit bietet, aber man darf keine Handgelenke erwarten, die ausgerenkt werden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 185 km/h, was das Tier eine Stufe unter einer zeitgenössischen Triumph Tiger 900 oder einer Cagiva Gran Canyon einordnet, zwei weitaus dezibellustigere Rivalinnen.
Das Fahrwerk hingegen ist einen Blick wert und rechtfertigt allein einen guten Teil der seinerzeit verlangten 10 570 Euro. Der vordere Rahmen aus Aluminiumguss nimmt eine Telelever-Gabel auf, deren Federweg von 190 mm Unebenheiten filtert, ohne beim Bremsen einzutauchen, während der hintere Paralever in Verbindung mit der Einarmschwinge und dem Kardanantrieb die Lastwechselreaktionen ausbügelt, die diese Antriebsart traditionell beeinträchtigen. Die Bremsanlage bleibt ausreichend, ohne zu glänzen, mit einer vorderen Doppelscheibe von 276 mm, die von Zweikolbensätteln gezangt wird. Das Ganze ergibt ein berechenbares, vertrauenerweckendes Chassis, wie geschaffen, um Kilometer zu verschlingen, ohne den Fahrer zu ermüden. Die technischen Daten der BMW R 850 GS verraten übrigens diese klar bekannte Straßenausrichtung, mit einer auf 840 mm thronenden Sitzbank und Mischbereifung in 110/80-19 vorn sowie 150/70-17 hinten, die ihre Vorliebe für den Asphalt weitaus lauter hinausschreien als die für den Schlamm.
Man mache sich keine Illusionen, die im Fahrzeugschein eingetragene Enduro-Kategorie ist eher Marketing als Temperament. Wagt man das Abenteuer auf einem steinigen Weg, erinnern einen die 218 kg Trockengewicht unmittelbar daran, dass eine GS dieser Generation die kurvige Landstraße dem Single-Track vorzieht. Der 24-Liter-Tank lädt zur großen Reise ein, was für eine Maschine, die 400 Kilometer ohne Nachtanken abspulen kann, durchaus schlüssig ist. Einziger Wermutstropfen: Der begrenzte Windschutz hält einen davon ab, allzu lange auf der Schnellstraße zu verweilen. Die Meinungen der Besitzer weisen noch heute in den der bmw r 850 gs occasion gewidmeten Foren auf eben diesen Punkt hin.
Was bleibt also von dieser bayerischen jüngeren Schwester? Eine ehrliche Meinung zur BMW R 850 GS würde besagen, dass das Gerät unter seiner Positionierung leidet. Für einige hundert Euro mehr bot die 1150 ein Drehmomentplus, das die Investition voll und ganz rechtfertigte, und das Publikum hat sich nicht geirrt. Dennoch behält der Jahrgang 2000 gebraucht seinen Sinn für den Reise-Einsteiger, der den Charme des Flat-Twin kosten will, ohne sich zu ruinieren, oder für den Bastler, der sich von einer soliden Basis zum Umbau in einen Scrambler oder Café Racer verlocken lässt. Zu diesem Preis hält sich die kleine GS mit der legendären Zuverlässigkeit des Boxers und dem minimalen Wartungsaufwand des Kardanantriebs im Landschaftsbild der Vintage-Trails noch immer wacker.
Praktische Infos
- Moto bridable à 34 ch pour l'ancien permis A MTT1 - pas garanti pour le permis A2
- La moto est accessible aux permis : A, A (MTT1)
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!