Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 645 cc
- Leistung
- 67.0 ch @ 8800 tr/min (49.3 kW)
- Drehmoment
- 63.7 Nm @ 6400 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5:1
- Bohrung × Hub
- 81 x 62.6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 39 mm
- Starter
- électrique
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 150 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 150 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 110/80-19
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 150/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Sitztyp
- Selle biplaces
- Tankinhalt
- 22.00 L
- Gewicht
- 217.00 kg
- Trockengewicht
- 189.00 kg
- Neupreis
- 6 499 €
Übersicht
Was fehlte der Suzuki-Modellpalette im Jahr 2003 wohl noch, um die Honda Transalp auf ihrem eigenen Terrain herauszufordern? Eine Reiseenduro im mittleren Hubraumsegment, die sowohl den Alltagsfahrer als auch den Wochenend-Abenteurer begeistern kann. Die Antwort lässt sich in wenigen Buchstaben zusammenfassen: Suzuki DL 650 V-Strom. Hinter der braven Fassade der kleinen Schwester der 1000er verbirgt sich ein deutlich temperamentvollerer Charakter, als man zunächst vermuten würde. Mit ihrem 90°-L-Twin und 645 cc Hubraum, direkt abgeleitet vom legendären SV 650-Motor, übernimmt sie ein Triebwerk, dessen Ruf längst gefestigt ist. Doch Suzuki hat sich nicht mit einem simplen Kopieren begnügt: überarbeitete Nockenwellen, vergrößerter Luftfilterkasten, schwerere rotierende Massen. Das Ergebnis ist ein neu abgestimmter Motor, der seine Leistung von 67 PS bei 8.800 U/min und vor allem sein Drehmoment von 63,7 Nm bereits bei 6.400 U/min abgibt – genau dort, wo man es auf der Landstraße braucht.

Im Sattel beruhigt die Suzuki V-Strom 650 sofort. Mit ihrer Sitzhöhe von 820 mm zeigt sie sich zugänglicher als die 1000er-Version und erlaubt Fahrern durchschnittlicher Statur, beide Füße flach auf den Boden zu stellen – ganz ohne Verrenkungen. Die 217 kg fahrfertig spürt man kaum, sobald die Maschine in Bewegung ist. Sie lässt sich mit verblüffender Leichtigkeit durch Kurven dirigieren, getragen vom Aluminium-Doppelbalkenrahmen und den Reifen in 110/80-19 vorne sowie 150/70-17 hinten. Die 43-mm-Telegabel und das Zentralfederbein bieten jeweils 150 mm Federweg. Das reicht aus, um alltägliche Unebenheiten wegzustecken, doch hier zeigt sich die wesentliche Schwäche der Maschine: Die Federung bevorzugt eindeutig Präzision gegenüber Komfort. Auf schlechten Straßen leidet der Rücken. Der Kompromiss ist gewollt – bleibt die Frage, ob Ihre Wirbelsäule ihn ebenso bereitwillig akzeptiert.
Der Suzuki-Twin glänzt durch seine Geschmeidigkeit im unteren und mittleren Drehzahlbereich. Man gleitet mit bemerkenswerter Flüssigkeit durch Bergkurven, der Motor nimmt anstandslos Gas an und zieht dann kräftig durch bis in den sechsten Gang. Das 6-Gang-Getriebe und der Kettenantrieb arbeiten in perfekter Harmonie. Keine Brutalität, keine Lastwechselreaktionen. Man fährt, man genießt. Gegenüber der damaligen Honda Transalp bietet die DL 650 rund fünfzehn PS mehr, was sich in einer willkommenen zusätzlichen Spritzigkeit beim Beschleunigen bemerkbar macht. Die beiden vorderen 310-mm-Bremsscheiben mit Doppelkolben-Bremssätteln beißen progressiv zu, ohne Aggressivität. Genau das, was man von einer straßenorientierten Reiseenduro erwartet.

Für lange Strecken ermöglicht der 22-Liter-Tank eine Reichweite, die einer Tourenmaschine würdig ist. Das verstellbare Windschild schützt ordentlich vor Wind, die Sitzbank bietet Fahrer und Sozius Platz ohne allzu große Einbußen, und die Vibrationen bleiben selbst auf der Autobahn im Rahmen. Das vollständige Cockpit überzeugte Suzuki übrigens so sehr, dass es ab 2004 auch in die 1000er übernommen wurde. Zu bemängeln ist hingegen das Fehlen der Handprotektoren, die bei der großen Schwester vorhanden sind – ein Suzuki DL 650 V-Strom Zubehörteil, das viele eilig nachrüsten werden, ebenso wie den Hauptständer, der ab Werk nicht verbaut ist. Im Jahr 2003 wurde die Maschine zu einem Preis von 6.499 Euro angeboten, ein aggressiver Tarif, der maßgeblich zu ihrem Erfolg beigetragen hat. Die Suzuki DL 650 V-Strom hat sich im Laufe der Modelljahre stetig verbessert, von den Versionen 2004, 2005 und 2007 bis zu den Ausführungen 2012, 2020, 2021 und der Suzuki DL 650 V-Strom 2022, ohne die XT-Variante mit stärkerer Abenteuer-Ausrichtung zu vergessen. Der Neupreis der Suzuki DL 650 V-Strom hat sich selbstverständlich weiterentwickelt, doch der Gebrauchtmarkt bietet zahlreiche Schnäppchen, denn diese Mechanik altert ausgesprochen gut.

Hier ist ein Motorrad, das für diejenigen geschaffen wurde, die ein Schweizer Taschenmesser auf zwei Rädern suchen, ohne sich finanziell zu ruinieren. Stadt, Landstraße, Pässe, befestigte Pisten: Die V-Strom 650 macht alles ordentlich und manches sogar sehr gut. Sie erhebt nicht den Anspruch, einer Africa Twin im Gelände oder einer Bandit auf reinem Asphalt Konkurrenz zu machen. Sie positioniert sich dazwischen, mit einer Vielseitigkeit und einer Leichtigkeit in der Handhabung, die sie zur idealen Kandidatin für Motorradfahrer machen, die eine zuverlässige, wirtschaftliche und im Alltag vergnügliche Maschine suchen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en option
Praktische Infos
- Moto bridable à 34 ch pour l'ancien permis A MTT1 - pas garanti pour le permis A2
- La moto est accessible aux permis : A, A (MTT1)
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