Schlüsselleistung
Technische Daten
- Starter
- électrique → —
- Euro-Norm
- Euro 5 → —
- Sitztyp
- Selle biplaces → —
- Neupreis
- 7 799 € → 8 999 €
Motor
- Hubraum
- 645 cc
- Leistung
- 71.0 ch @ 8800 tr/min (52.2 kW)
- Drehmoment
- 62.0 Nm @ 6300 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.2:1
- Bohrung × Hub
- 81 x 62.6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 150 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 150 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Tokico Ø 310 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Nissin Ø 260 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 110/80-19
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 150/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
- Gewicht
- 213.00 kg
- Neupreis
- 8 999 €
Übersicht
Zwanzig Jahre Karriere und immer noch im Programm. In der Motorradwelt, wo Modelle im Takt der Abgasnormen geboren werden und wieder verschwinden, ist die Suzuki DL 650 V-Strom eine echte Ausnahmeerscheinung. Diese Langlebigkeit verdient Respekt, wirft aber eine berechtigte Frage auf: Hat der Mittelklasse-Reiseenduro aus Hamamatsu im Jahr 2025 zum Neupreis von 8 999 Euro noch genügend Argumente, um sich gegen eine Konkurrenz zu behaupten, die mächtig aufgerüstet hat?

Das Segment macht ihr keine Geschenke. Die Yamaha Tracer 7 setzt auf die sportliche Karte, die Kawasaki 650 Versys auf urbane Vielseitigkeit, und vor allem die Triumph Tiger 660 tritt mit einem Dreizylinder, modernerer Ausstattung und einem kaum höheren Preis an. Diesem Trio gegenüber setzt die Suzuki V-Strom auf das, was sie am besten kann: eine solide mechanische Basis, ein überraschungsfreies Fahrverhalten und vernünftige Unterhaltskosten bieten. Ihr 90°-L-Twin mit 645 cm3, direkt aus der SV-Linie stammend, leistet 71 PS bei 8 800 U/min und 62 Nm Drehmoment bei 6 300 U/min. Damit reißt man keinen Asphalt auf, aber es reicht locker, um mit Sozius und Gepäck Kilometer zu fressen. Der für die Euro5-Norm überarbeitete Motor hat im mittleren Drehzahlbereich an Durchzug gewonnen, dank rund sechzig modifizierter Bauteile: Kolben, Nockenwellen, Zehnloch-Einspritzdüsen. Der messbare Zugewinn bleibt bescheiden – zwei PS mehr als beim Vorgänger –, doch im Drehmomentverlauf ist der Unterschied spürbar. Für alle, die eine gebrauchte Suzuki DL 650 V-Strom der Baujahre 2004, 2005, 2007 oder 2012 suchen, ist der qualitative Sprung zu dieser Generation beachtlich.
Beim Design hat Suzuki einen klaren Schnitt gemacht. Schluss mit der runden, gefälligen Schnauze der Versionen 2011–2016. Die Front übernimmt die Designsprache der ehemaligen 1000er, mit einem einzelnen Scheinwerfer mit entschlossenem Blick, der nicht jedem gefallen wird. Es ist eine bewusste Entscheidung, und sie hat den Verdienst, Charakter zu zeigen. Die Silhouette gewinnt an Persönlichkeit, was sie vielleicht an Harmonie verliert. Unter der überarbeiteten Verkleidung bleiben der Aluminium-Brückenrahmen und die Schwinge unverändert. Suzuki hat lieber anderswo investiert: leichtere Felgen (100 Gramm gespart – ein Detail, das bei der Agilität zählt), eine schlankere Sitzbank-Schrittweite für leichteres Abstellen trotz einer Sitzhöhe von 835 mm. Die telehydraulische Gabel mit 43 mm und das Zentralfederbein bieten jeweils 150 mm Federweg. Die Tokico-Bremsen vorne (zwei 310-mm-Scheiben, Zweikolben-Sättel) und die Nissin-Bremse hinten (260 mm, Einkolben-Sattel) erledigen ihre Arbeit ohne besonderen Glanz. Man bewegt sich hier im bewährten Klassischen, nicht im Hightech-Bereich.

Die Elektronik ist der eigentliche Fortschritt dieser Generation. Die Traktionskontrolle mit zwei Modi plus vollständiger Deaktivierung erweist sich auf unseren teilweise schlechten Straßen als sinnvoll, selbst mit nur 71 PS unter der Sitzbank. Das Low-RPM-Assist-System erleichtert Niedriggeschwindigkeitsmanöver, indem es automatisch die Drehzahl anhebt – ein echter Komfortgewinn im Alltag. Der Easy-Start-Anlasser, die integrierte 12-V-Steckdose und der werkzeuglos dreifach verstellbare Windschild runden eine ordentliche Serienausstattung ab. Das kompakte Cockpit mit Nadel-Drehzahlmesser und doppeltem Digitalanzeiger liefert die wesentlichen Informationen. Wiederkehrendes Bedauern: Der Hauptständer der Suzuki DL 650 V-Strom bleibt ebenso aufpreispflichtig wie die Kofferträger. Für eine auf Reisen ausgelegte Maschine ist das ein Manko. Der 20-Liter-Tank verspricht hingegen eine komfortable Reichweite.

Die Suzuki DL 650 V-Strom 2025 revolutioniert nichts, und genau das ist vielleicht ihre Stärke. Sie richtet sich an Motorradfahrer, die eine zuverlässige, A2-taugliche Maschine wollen, die von Montag bis Sonntag alles mitmacht, ohne jemals in Schwierigkeiten zu bringen. Die Versionen 2020, 2021 und 2022 haben diese Grundlage bereits gelegt; der aktuelle Jahrgang festigt sie. Für Offroad-Liebhaber bietet die Variante Suzuki DL 650 V-Strom XT zusätzlich Speichenräder, Motorschutz und Handprotektoren. Ein gut bestückter Zubehörkatalog für die Suzuki DL 650 V-Strom ermöglicht es, die Maschine nach eigenen Bedürfnissen zu individualisieren. Auf dem Papier lässt diese V-Strom niemanden träumen. Aber auf der Straße, im täglichen Einsatz, ist sie die Art Motorrad, die man lange behält. Und das beweisen zwanzig Jahre Produktion besser als jedes Verkaufsargument.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
- Jantes aluminium
- Indicateur de vitesse engagée
- Aide au démarrage
- Aide à la manoeuvre
- Contrôle de traction
- Pare brise réglable
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
- Pays de fabrication : Japon
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