Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 71.0 ch @ 8800 tr/min (52.2 kW) → 71.0 ch @ 8000 tr/min (52.2 kW)
- Drehmoment
- 62.0 Nm @ 6300 tr/min → 62.8 Nm @ 6500 tr/min
- Starter
- électrique → —
- Euro-Norm
- Euro 5 → —
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Tokico Ø 310 mm, étrier 2 pistons → Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Nissin Ø 260 mm, étrier simple piston → Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier simple piston
- Sitztyp
- Selle biplaces → —
- Neupreis
- 7 799 € → 8 999 €
Motor
- Hubraum
- 645 cc
- Leistung
- 71.0 ch @ 8000 tr/min (52.2 kW)
- Drehmoment
- 62.8 Nm @ 6500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.2:1
- Bohrung × Hub
- 81 x 62.6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 150 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 150 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 110/80-19
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 150/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
- Gewicht
- 213.00 kg
- Neupreis
- 8 999 €
Übersicht
Seit 2004 bahnt sich die Suzuki DL 650 V-Strom ihren Weg auf dem Markt der mittelgroßen Reiseenduros mit einer Beständigkeit, die Respekt einflößt. Fast zwanzig Jahre Karriere, mehrere Generationen, und immer noch dieser 90°-L-Twin, der von der SV 650 stammt, unter dem Tank. Nur wenige Motorräder können auf eine solche Langlebigkeit in einem Segment verweisen, in dem Trends schnell vergehen. Dennoch war die Konkurrenz nie so aggressiv wie heute. Die Triumph Tiger 660, die Kawasaki Versys 650, die Yamaha Tracer 700: Sie alle bieten starke Argumente, moderne Motorisierungen und zeitgemäße Ausstattung. Hat diese dritte Generation der Suzuki V-Strom also noch die Mittel, um ihren Rang zu behaupten?

Was das Design betrifft, wollte Suzuki eindeutig ein neues Kapitel aufschlagen. Schluss mit dem runden, gutmütigen Gesicht, das den Jahrgang 2012 prägte – stattdessen eine kantige Front, inspiriert von der ehemaligen DL 1000. Das Ergebnis spaltet die Gemüter. Von einer allgemeinen Harmonie kann man nicht sprechen, aber das Motorrad hat an Präsenz gewonnen. Es zieht Blicke auf sich, wo seine Vorgängerinnen unbemerkt blieben. Wer den Abenteuer-Faktor noch eine Stufe höher schrauben möchte, findet in der Variante Suzuki DL 650 V-Strom XT Speichenräder, einen Motorschutz und Handprotektoren. Ein echtes Globetrotter-Paket, auch wenn die Nutzung für die meisten Käufer zu 95 % auf der Straße stattfinden wird.
Unter der Verkleidung hat der 645-cm³-Motor mit vier Ventilen pro Zylinder rund sechzig neue Teile erhalten, um die Euro-5-Norm zu erfüllen. Kolben, Nockenwellen, Zehnloch-Einspritzdüsen: Alles wurde überarbeitet. Das Ergebnis liest sich im Datenblatt mit 71 PS bei 8000 U/min und 62,8 Nm Drehmoment bei 6500 U/min. Die Zugewinne gegenüber der Vorgängerversion sind in absoluten Zahlen bescheiden – zwei PS mehr –, doch vor allem die Verfügbarkeit im mittleren Drehzahlbereich hat sich verbessert. Dieser V-Twin war nie ein Kraftprotz, seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h, doch er glänzt in dem, was im Alltag zählt: Elastizität, Gleichmäßigkeit, Leichtigkeit. Die dreistufige Traktionskontrolle (davon eine Stufe deaktivierbar) ergänzt das Paket. Bei einer Reiseenduro dieser Leistungsklasse mag ihr Nutzen fraglich erscheinen. In der Praxis, auf dem schadhaften Asphalt unserer Landstraßen, rechtfertigt sie sich voll und ganz. Die Anfahrhilfe bei niedrigen Drehzahlen und das Easy-Start-System bieten einen willkommenen Bedienkomfort, besonders für Einsteiger oder Wiedereinsteiger nach einer Pause.

Das Fahrwerk bleibt der Hausphilosophie treu: effektiv ohne Effekthascherei. Der Aluminium-Brückenrahmen und die Schwinge werden unverändert übernommen. Die 43-mm-Telegabel und das Zentralfederbein bieten jeweils 150 mm Federweg – genug, um Unebenheiten zu schlucken, ohne Offroad-Ambitionen zu wecken. Die Bremsanlage mit zwei 310-mm-Scheiben und Zweikolben-Sätteln vorne erledigt ihre Arbeit, kann aber gegenüber den Radialaufnahmen mancher Konkurrentinnen nicht glänzen. Mit 213 kg fahrfertig und einer Sitzhöhe von 835 mm zeigt sich die Suzuki DL 650 V-Strom 2022 zugänglich, ohne niedrig zu sein. Der 20-Liter-Tank verspricht eine komfortable Reichweite für lange Etappen. Zu bemängeln ist allerdings, dass der Hauptständer optional bleibt, ebenso wie die Befestigungsplatten für die Koffer. Für ein Motorrad mit Reiseambitionen wiegen diese Abwesenheiten schwer, zumal Konkurrentinnen sie serienmäßig bieten. Das Zubehör der Suzuki DL 650 V-Strom stellt somit ein zusätzliches Budget dar, das eingeplant werden muss.

Mit einem Neupreis von 8999 Euro setzt die Suzuki DL 650 V-Strom 2023 auf die Karte der Vernunft. Sie versucht nicht, mit dem Datenblatt oder Spielereien zu verführen, sondern mit bewährter Zuverlässigkeit und beherrschbaren Unterhaltskosten. Der Gebrauchtmarkt der Suzuki DL 650 V-Strom ist übrigens sehr lebendig – ein Beweis dafür, dass die Maschine gut altert und ihren Wert behält. Sie richtet sich an pragmatische Tourenfahrer, an Pendler, die bei jedem Wetter Kilometer fressen, an Motorradfahrer, die eine Maschine ohne böse Überraschungen wollen. Sie ist nicht die aufregendste im Segment, auch nicht die modernste. Aber vielleicht die ehrlichste.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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