Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 71.0 ch @ 8000 tr/min (52.2 kW) → 67.0 ch @ 8800 tr/min (49.3 kW)
- Drehmoment
- 62.8 Nm @ 6500 tr/min → 63.7 Nm @ 6400 tr/min
- Verdichtungsverhältnis
- 11.2:1 → 11.5:1
- Kraftstoffsystem
- Injection → Injection Ø 39 mm
- Sitzhöhe
- 835.00 mm → 820.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L → 22.00 L
- Gewicht
- 213.00 kg → 217.00 kg
- Trockengewicht
- — → 189.00 kg
- Neupreis
- 8 999 € → 6 499 €
Motor
- Hubraum
- 645 cc
- Leistung
- 67.0 ch @ 8800 tr/min (49.3 kW)
- Drehmoment
- 63.7 Nm @ 6400 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5:1
- Bohrung × Hub
- 81 x 62.6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 39 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 150 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 150 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 110/80-19
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 150/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 22.00 L
- Gewicht
- 217.00 kg
- Trockengewicht
- 189.00 kg
- Neupreis
- 6 499 €
Übersicht
Warum hat die Honda Transalp so lange unangefochten das Segment der mittelgroßen Reiseenduros dominiert? Weil ihr niemand eine ernstzunehmende Konkurrentin entgegenstellte. Bis Suzuki die DL 650 V-Strom aus dem Ärmel zog – eine straßenorientierte Reiseenduro, gebaut nach einem einfachen und überaus wirkungsvollen Rezept: der L-Twin der SV 650, ein Brückenrahmen aus Aluminium und eine Ergonomie, die auf das Verschlingen von Kilometern ausgelegt ist. 2008 leistet die Suzuki DL 650 V-Strom 67 PS bei 8800 U/min und 63,7 Nm Drehmoment bei 6400 U/min aus 645 ccm. Bescheidene Zahlen auf dem Papier, die aber nur schlecht wiedergeben, was dieses Motorrad auf der Straße zu leisten vermag.

Der 90°-Twin ist ein alter Vertrauter der Suzuki-Fahrer, und seine Verpflanzung in diese Reiseenduro grenzt an einen Geniestreich. Gegenüber der Roadster-Version wurden die Nockenwellen überarbeitet, der Luftfilterkasten vergrößert und die rotierenden Massen schwerer ausgeführt. Ergebnis: Die Drehmomentkurve hat sich im unteren und mittleren Drehzahlbereich deutlich verbreitert – genau dort, wo eine Reiseenduro im Alltag lebt. Man verliert etwas Biss im oberen Drehzahlbereich, gewinnt dafür aber einen Motor, der bei der geringsten Anforderung sofort anspricht und im vierten Gang durch Bergkurven-Kombinationen zieht, ohne jemals zu murren. Das Sechsganggetriebe und der Kettenantrieb erledigen den Rest. Motor und Antrieb arbeiten mit einer Geschmeidigkeit zusammen, die zum entspannten Fahren einlädt – und genau das ist das Programm. Mit ihrem 22-Liter-Tank bietet die Suzuki V-Strom 650 eine Reichweite auf Tourenniveau, ideal für lange Etappen.
Beim Fahrwerk ist der Aluminium-Brückenrahmen direkt von der 1000er abgeleitet. Die hydraulische Telegabel mit 43 mm und das Zentralfederbein bieten jeweils 150 mm Federweg – 20 mm weniger als die große Schwester. Die Sitzhöhe liegt bei 820 mm, was die Handhabung für durchschnittlich große Fahrer erleichtert und Einsteigern im Enduro-Segment Sicherheit gibt. Die Bereifung in 110/80-19 vorne und 150/70-17 hinten sorgt für ein agiles und präzises Fahrverhalten. Die Straßenlage ist für eine Reiseenduro dieser Klasse bemerkenswert gut. Die Bremsanlage mit zwei 310-mm-Scheiben vorne und einer 260-mm-Scheibe hinten zeigt sich bissiger als bei der 1000er und bleibt dabei gut dosierbar. Man fährt eine Reiseenduro, keinen Supersportler, und die Dosierung ist perfekt abgestimmt.

Die Kehrseite der Medaille sind die Federelemente. Indem Suzuki das präzise Fahrverhalten auf der Straße priorisierte und die Bodenfreiheit verringerte, wurde ein Teil des Absorptionskomforts geopfert. Auf schlechtem Belag bekommt der Rücken einiges ab. Das ist der Kompromiss, den man für die Agilität akzeptiert, die die DL 650 beim schwungvollen Fahren so reizvoll macht. Auch das Fehlen der bei der 1000er vorhandenen Handprotektoren ist bedauerlich – ein Suzuki DL 650 V-Strom Zubehörteil, das gegen Kälte und Äste auf vergessenen Straßen überaus wertvoll ist. Der verstellbare Windschild kompensiert dies teilweise, auch wenn zum Verstellen Werkzeug benötigt wird.

Zum Preis von 6499 Euro im Jahr 2008 positionierte sich die Suzuki DL 650 V-Strom als starke Konkurrenz zur Transalp – mit rund fünfzehn PS mehr und einem deutlich sportlicheren Temperament. Heute bleibt sie ein sicherer Wert auf dem Gebrauchtmarkt der Suzuki DL 650 V-Strom, und die Baureihe hat sich weiterentwickelt mit Versionen wie der V-Strom XT oder den neueren Jahrgängen 2020, 2021 und 2022. Der Neupreis der Suzuki DL 650 V-Strom ist über die Generationen gestiegen, doch das Konzept hat sich nicht verändert: eine vielseitige, zuverlässige Reiseenduro, die zwei Personen samt Gepäck über Tausende von Kilometern transportieren kann, ohne ihren Fahrer jemals zu langweilen. Für den Motorradfahrer, der eine Maschine für alles sucht – vom täglichen Weg zur Arbeit bis zur großen Reise –, bleibt die V-Strom 650 die naheliegende Wahl. Nicht die glamouröseste, nicht die technologischste. Einfach diejenige, die man am längsten in seiner Garage behält.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en option
Praktische Infos
- Moto bridable à 34 ch pour l'ancien permis A MTT1 - pas garanti pour le permis A2
- La moto est accessible aux permis : A, A (MTT1)
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