Schlüsselleistung
Technische Daten
Keine Unterschiede zwischen diesen beiden Baujahren.
Motor
- Hubraum
- 645 cc
- Leistung
- 71.0 ch @ 8000 tr/min (52.2 kW)
- Drehmoment
- 62.8 Nm @ 6500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.2:1
- Bohrung × Hub
- 81 x 62.6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 150 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 150 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 110/80-19
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 150/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
- Gewicht
- 213.00 kg
- Neupreis
- 8 999 €
Übersicht
Zwanzig Jahre Karriere und immer noch im Programm. Nur wenige Motorräder der Mittelklasse können eine solche Langlebigkeit vorweisen, und die Suzuki DL 650 V-Strom gehört zu diesem exklusiven Club der Maschinen, die Epochen überdauern, ohne jemals wirklich vom Radar zu verschwinden. Entstanden Anfang der 2000er Jahre mit dem vom SV 650 geerbten L-Twin, hat sie sich in kleinen, aufeinanderfolgenden Schritten immer wieder neu erfunden. Die Version 2024 setzt diese Logik der maßvollen Weiterentwicklung fort, zum Neupreis von 8 999 Euro, in einem Segment, in dem die Triumph Tiger 660 und die Kawasaki Versys 650 inzwischen mit handfesten Argumenten um die Gunst der Käufer buhlen.

Das Herz der Maschine bleibt der um 90° versetzte V-Twin mit 645 cm3, versorgt durch eine Einspritzung mit Doppeldrosselklappen und 10-Loch-Injektoren. Seine 71 PS bei 8 000 U/min und 62,8 Nm Drehmoment bei 6 500 U/min werden auf dem Papier niemanden das Fürchten lehren. Doch dieser Motor lässt sich nicht auf seine Zahlen reduzieren. Seine Stärke ist die Verfügbarkeit im mittleren Drehzahlbereich, dort wo sich der Großteil des Alltags einer Reiseenduro abspielt. Die Umstellung auf Euro 5 erforderte die Überarbeitung von rund sechzig Bauteilen, Kolben und Nockenwellen eingeschlossen, ohne den geschmeidigen Charakter zu opfern, der den Ruf dieses Aggregats begründet hat. Das 6-Gang-Getriebe verrichtet seine Arbeit unauffällig, und der 20-Liter-Tank verspricht komfortable Etappen zwischen zwei Tankstellen.
Auf der Elektronikseite hat die Suzuki DL 650 V-Strom ihren Rückstand aufgeholt. Die Traktionskontrolle, in zwei Modi einstellbar oder abschaltbar, überwacht das Verhalten der Räder alle 4 Millisekunden. Bei einer Reiseenduro mit 71 PS lässt sich über den reinen Nutzen diskutieren. Doch auf unseren Straßen, deren Belag sich von Saison zu Saison verschlechtert, ist sie ein willkommenes Sicherheitsnetz, besonders bei Regen oder auf Schotter. Das Low RPM Assist-System erleichtert Rangierfahrten bei niedriger Geschwindigkeit durch automatisches Anheben der Drehzahl, und der Easy Start erspart das Gedrückthalten des Startknopfes. Kleine Details, die im Alltag zählen, insbesondere für Motorradfahrer, die das Enduro-Segment entdecken oder nach einer Pause aufs Motorrad zurückkehren. Das werkzeuglos in drei Positionen verstellbare Windschild, die 12V-Steckdose und das Bedienpad am Lenker vervollständigen das Bild. Allerdings bleibt der Hauptständer der Suzuki DL 650 V-Strom optional, ebenso wie die Kofferträger. Eine frustrierende Entscheidung bei einer Maschine, die sich als vielseitig und reisefertig versteht.

Der Aluminium-Brückenrahmen und die Schwinge wurden nicht verändert, und genau das ist Suzukis Strategie: auf eine bewährte Basis setzen, statt alles neu zu erfinden. Die telehydraulische Gabel mit 43 mm und das Zentralfederbein bieten jeweils 150 mm Federweg, ein ehrlicher Kompromiss zwischen Straße und befestigten Wegen. Die Bremsanlage mit doppelten 310-mm-Scheiben vorne und einer einzelnen 260-mm-Scheibe hinten bleibt klassisch. Keine Radialanlage, keine axial verschraubten Bremssättel. Von den sportlichen Ambitionen einer GSX-S ist man weit entfernt. Doch die V-Strom hat nie den Anspruch erhoben, auf diesem Terrain mitzuspielen. Ihre 213 kg fahrfertig und die Sitzhöhe von 835 mm machen sie zur Maschine für Tourenfahrer, die Kilometer fressen wollen, ohne zu ermüden, nicht für Sportfahrer auf der Suche nach Nervenkitzel. Wer einen abenteuerlicheren Charakter sucht, findet in der Suzuki DL 650 V-Strom XT mit Speichenrädern, Motorschutz und Handprotektoren die passende Alternative.

Auf dem Gebrauchtmarkt bleibt die Suzuki DL 650 V-Strom dank der anerkannten Zuverlässigkeit ihres Motors und der guten Verfügbarkeit von Zubehör eine sichere Wahl. Die Vorgängergenerationen, vom Jahrgang 2004-2005 bis zu den Versionen 2012 oder 2020-2021, werden zu vernünftigen Preisen gehandelt und bieten einen ausgezeichneten Einstieg in die Welt der Reiseenduro. Die Version 2024, mit ihrem ästhetischen Facelift in Anlehnung an die ehemalige 1000er und der modernisierten Instrumentierung, zeigt einen kantigeren Stil, der die Gemüter spaltet. Einen Schönheitswettbewerb gegen eine Tracer 7 oder eine Tiger 660 wird sie nicht gewinnen. Doch sie setzt ihren Rivalinnen ein Argument entgegen, das ihr niemand streitig machen kann: zwei Jahrzehnte Reife, ein solides Ersatzteilnetz und die seltene Fähigkeit, zuverlässig zu überzeugen, ohne jemals zu enttäuschen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
- Jantes aluminium
- Indicateur de vitesse engagée
- Aide au démarrage
- Aide à la manoeuvre
- Contrôle de traction
- Pare brise réglable
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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