Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 69.0 ch @ 8800 tr/min (50.7 kW) → 71.0 ch @ 8000 tr/min (52.2 kW)
- Drehmoment
- 58.8 Nm @ 6400 tr/min → 62.8 Nm @ 6500 tr/min
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5:1 → 11.2:1
- Gewicht
- 214.00 kg → 213.00 kg
- Trockengewicht
- 189.00 kg → —
- Neupreis
- 7 999 € → 8 649 €
Motor
- Hubraum
- 645 cc
- Leistung
- 71.0 ch @ 8000 tr/min (52.2 kW)
- Drehmoment
- 62.8 Nm @ 6500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.2:1
- Bohrung × Hub
- 81 x 62.6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 150 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 150 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 110/80-19
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 150/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
- Gewicht
- 213.00 kg
- Neupreis
- 8 649 €
Übersicht
Kann man mit einem zwanzig Jahre alten Rezept noch überraschen? Suzuki scheint davon überzeugt. Die Suzuki DL 650 V-Strom Jahrgang 2021 kommt mit einem kräftigen optischen Facelift, einem für die Euro5-Norm überarbeiteten Motor und einer elektronischen Ausstattung, die sie gegenüber der Kawasaki Versys 650 und der Yamaha Tracer 700 wieder konkurrenzfähig macht. Auf dem Papier klingt das Versprechen verlockend. In der Praxis fällt das Urteil differenzierter aus.

Beim Design hat Suzuki radikal zugeschlagen. Schluss mit der runden Nase und den gefälligen Formen der Vorgängergenerationen – jener DL 650 V-Strom 2004, 2005, 2007 oder 2012, die sich alle ein wenig zu sehr ähnelten. Die Linienführung orientiert sich nun an der großen Schwester, der 1000er, mit einem markanten Einzelscheinwerfer und strafferen Flanken. Das Ergebnis spaltet, keine Frage. Man liebt oder hasst diese eigenwillige Frontpartie, aber sie hat den Vorteil, auf einem Parkplatz nicht mehr unterzugehen. Wer den Abenteuer-Faktor steigern möchte, greift zur Suzuki DL 650 V-Strom XT mit Speichenrädern, Motorschutz und Handprotektoren. Ein stimmiges Globetrotter-Paket, das den Charakter der Maschine unterstreicht.
Unter der Verkleidung setzt der 645-cm³-L-Twin mit 90-Grad-Zylinderwinkel seine lange Karriere fort. Der aus der SV stammende V-Twin wurde für diese Generation mit nicht weniger als 60 überarbeiteten Bauteilen bedacht: Kolben, Nockenwellen, 10-Loch-Injektoren. Das Ergebnis? 71 PS bei 8.000 U/min und 62,8 Nm Drehmoment bei 6.500 U/min. Die Werte haben sich gegenüber dem Vorgänger nicht verändert, doch dank der modifizierten Ansaug- und Abgasanlage steht die Leistung früher an. Dieser Motor war nie ein Kraftprotz – er bleibt ein geschmeidiger und berechenbarer Begleiter, perfekt, um Kilometer um Kilometer ermüdungsfrei abzuspulen. Sein einziger echter Nachteil ist der Hubraum: Gegenüber Konkurrentinnen, die auf 700 oder 800 cm³ klettern, wirken die 645 cm³ der Suzuki V-Strom zunehmend bescheiden. Doch diese mechanische Zurückhaltung wird A2-Führerscheininhaber ansprechen, die hier ein zugängliches und vertrauenerweckendes Motorrad finden.

Die Elektronik macht einen beachtlichen Sprung nach vorn. Die Traktionskontrolle bietet zwei Eingriffsstufen sowie eine vollständige Deaktivierung. Bei 71 PS wird mancher schmunzeln. Doch auf nasser Fahrbahn oder schadhaftem Belag ergibt das Sicherheitsnetz durchaus Sinn. Das Low-RPM-Assist-System erleichtert Manöver bei niedriger Geschwindigkeit durch automatisches Anheben der Drehzahl, während der Easy-Start-Modus das Anlassen vereinfacht. Die Instrumentierung, übernommen von der ehemaligen 1000er, bietet ein gut ablesbares Cockpit mit analogem Drehzahlmesser und digitalen Anzeigen. Was das Zubehör der Suzuki DL 650 V-Strom betrifft, bleibt der Hauptständer allerdings eine Option, ebenso wie die Befestigungsplatten für Koffer. Bei einem Neupreis von 8.649 Euro hätte man sich serienmäßig mehr Großzügigkeit gewünscht.

Das Fahrwerk bleibt millimetergenau unverändert. Aluminium-Brückenrahmen, identische Schwinge, Telegabel mit 43 mm Durchmesser und 150 mm Federweg, klassische Bremsanlage mit Doppelscheiben à 310 mm vorn und Einzelscheibe à 260 mm hinten. Nichts Revolutionäres, aber bewährte Lösungen, die ihren Dienst tun. Die 213 kg fahrfertig bleiben für einen Mittelklasse-Reiseenduro überschaubar, die Sitzhöhe von 835 mm stellt durchschnittlich große Fahrer vor keine Probleme, und der 20-Liter-Tank verspricht eine komfortable Reichweite für Wochenendausflüge. Suzuki hat vor allem an der Ergonomie gearbeitet und den Übergang zwischen Sitzbank und Tank verfeinert, um das Abstellen der Füße am Boden zu verbessern. Die Suzuki DL 650 V-Strom 2021 bleibt ihrer Philosophie treu: ein ehrliches Allround-Motorrad, gemacht für den Alltag wie für die Sonntagstour. Vor dem Schaufenster wird sie niemanden ins Schwärmen bringen, doch wer einmal aufgestiegen ist, verkauft sie selten wieder. Und auf dem Gebrauchtmarkt der Suzuki DL 650 V-Strom wechseln die ersten Exemplare dieser Generation, einschließlich der Suzuki DL 650 V-Strom 2020 und 2022, schnell den Besitzer. Der Beweis, dass das Rezept nach wie vor funktioniert.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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