Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 67.0 ch @ 8800 tr/min (49.3 kW) → 69.0 ch @ 8800 tr/min (50.7 kW)
- Drehmoment
- 63.7 Nm @ 6400 tr/min → 58.8 Nm @ 6400 tr/min
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 39 mm → Injection
- Sitzhöhe
- 820.00 mm → 835.00 mm
- Tankinhalt
- 22.00 L → 20.00 L
- Gewicht
- 217.00 kg → 214.00 kg
- Neupreis
- 6 499 € → 7 999 €
Motor
- Hubraum
- 645 cc
- Leistung
- 69.0 ch @ 8800 tr/min (50.7 kW)
- Drehmoment
- 58.8 Nm @ 6400 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5:1
- Bohrung × Hub
- 81 x 62.6 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 150 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 150 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 260 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 110/80-19
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 150/70-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
- Gewicht
- 214.00 kg
- Trockengewicht
- 189.00 kg
- Neupreis
- 7 999 €
Übersicht
Was wirft man einem Motorrad eigentlich vor, das alles richtig macht, ohne jemals zum Träumen zu verleiten? Diese Frage stellt die Suzuki DL 650 V-Strom des Jahrgangs 2013, Erbin einer Mitte der 2000er Jahre gestarteten Baureihe, die sich Generation für Generation hartnäckig weigert, den Star zu spielen. Während BMW seine F 800 GS verfeinerte und Triumph seine Tiger 800 XC formte, um eine nach vielseitigen und spektakulären Reiseenduros lechzende Kundschaft zu verführen, hat Hamamatsu den Weg der Zurückhaltung gewählt. Ein vorsichtiges Facelift, ein paar mechanische Anpassungen, und fertig. Das Ergebnis gleicht eher einer Politur als einer Revolution, und genau das ist zugleich die Stärke und die Grenze dieser V-Strom.

Was die Optik betrifft, mildert die neu gestaltete Lampenmaske die Silhouette. Die Formen sind runder, beinahe gutmütig, flankiert von seitlichen Kunststoff-Lufthutzen und einem Tankschutz aus dem gleichen Material. Das Cockpit fällt kompakter aus. Das Gesamtbild vermittelt einen Eindruck ruhiger Robustheit, ohne besonderen Glanz. Vom aggressiven Strich einer Triumph oder der visuellen Autorität einer GS ist man weit entfernt. Die Suzuki DL 650 V-Strom steht zu ihrem Charakter als zuverlässiges Werkzeug, fast unsichtbar auf jedem Parkplatz. Für alle, die ein solides und schnörkelloses Gebrauchtmotorrad suchen, kann dieser Mangel an Extravaganz sogar zum Argument werden: Die Bewertungen bleiben vernünftig, und die Zuverlässigkeit des Modells muss nicht mehr bewiesen werden, von den Jahrgängen 2004 und 2005 bis zu den Versionen 2012 und darüber hinaus.
Unter dem 20-Liter-Tank schlägt der L-förmige 90°-Zweizylinder mit 645 cc, ein Motor, den SV-650-Besitzer in- und auswendig kennen. Für den Jahrgang 2013 klettert das Verdichtungsverhältnis auf 11.5:1, die Nockenwellen wurden überarbeitet, um das Drehmoment im mittleren Drehzahlbereich zu stärken, und der Wechsel zu einer einzelnen Ventilfeder pro Zylinder reduziert die interne Reibung. Ergebnis: 69 PS bei 8 800 U/min und 58,8 Nm bei 6 400 U/min. Nichts Vulkanisches auf dem Papier, doch dieser Twin liefert seine Leistung mit vorbildlicher Gleichmäßigkeit ab. Die Kupplung wird sanfter, die neu gestaltete Kurbelwelle und das verstärkte Kurbelgehäuse dämpfen die mechanischen Geräusche. Suzuki verspricht 10 % weniger Verbrauch. Auf der Straße lässt sich die V-Strom trotz ihrer 214 kg fahrfertig mit verblüffender Leichtigkeit bewegen.

Das Fahrwerk bleibt klassisch: Aluminium-Brückenrahmen, Telegabel mit 43 mm Standrohren und Zentralfederbein, die jeweils 150 mm Federweg bieten. Ausreichend, um zerschlagene Landstraßen zu schlucken, zu knapp für echten Offroad-Einsatz. Die Bremsen – zwei 310-mm-Scheiben vorne und eine 260-mm-Scheibe hinten – erledigen ihren Job ohne Begeisterung, unterstützt von einem serienmäßigen ABS, dessen Steuergerät sein Gewicht um die Hälfte reduziert hat. Die Sitzhöhe liegt bei 835 mm, also 15 mm mehr als zuvor, was kleineren Fahrern Probleme bereiten könnte. Gute Nachricht: Der im Kniebereich schlanker gewordene Tank gleicht dies teilweise aus und erleichtert das Abstellen der Füße. Die XT-Version, ausgestattet mit Sturzbügeln, Koffern und Motorschutz, gibt es für diejenigen, die eine schlüsselfertige Ausstattung wünschen.

Mit einem Neupreis von 7 999 Euro bleibt die Suzuki V-Strom 650 eine der zugänglichsten Mittelklasse-Reiseenduros auf dem Markt. Sie zielt auf den pragmatischen Motorradfahrer, der das ganze Jahr fahren will, ohne sich bei Wartung oder Zubehör zu ruinieren. Sonntagstourist, täglicher Pendler, junger A2-Führerscheininhaber mit Drosselung: Sie macht alles ordentlich. Doch angesichts von Konkurrentinnen, die mittlerweile 800-cc-Motoren, Upside-Down-Gabeln und auf Abenteuer zugeschnittene Linien bieten, fehlt dieser ehrlichen Suzuki ein Funken Verrücktheit. Niemand verlangt von ihr, eine Ténéré zu werden, nur ein bisschen mehr Mut. Das Reiseenduro-Segment verzeiht keine Lauheit mehr, und das ist der einzige ernsthafte Vorwurf, den man diesem ansonsten tadellosen Motorrad machen kann.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de serie
Praktische Infos
- Moto bridable à 34 ch pour l'ancien permis A MTT1 - pas garanti pour le permis A2
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2, A (MTT1)
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